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LANDTECHNIK – Agricultural Engineering
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Die LANDTECHNIK ist eine wissenschaftliche Open-Access-Zeitschrift, die Studien und Ergebnisse aus der angewandten Forschung der Agrartechnik veröffentlicht. Die LANDTECHNIK ist peer-reviewed und erscheint in Deutsch und Englisch. Das Themenspektrum reicht von der Methodenentwicklung und Versuchstechnik über den Technikeinsatz im Pflanzenbau, in der Tierhaltung und bei der Energieproduktion bis zur Umwelttechnik und Informationstechnologie. Wir unterstützen Wissenschaftler und Nachwuchskräfte aus Forschungsinstituten, Industrie und Unternehmen der Landtechnik bei der Veröffentlichung ihrer Projekte, um den interdisziplinären Austausch neuer Erkenntnisse in der Agrartechnik weiterzuentwickeln. Sie möchten über die aktuellen Ausgaben der LANDTECHNIK informiert werden? Senden Sie einfach eine E-Mail an landtechnik@ktbl.de (Betreff: "Newsletter"). Die Artikel der LANDTECHNIK sind in folgenden Datenbanken indexiert:DOAJScopusGoogle ScholarCABI Abstracts
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Untersuchung der anaeroben Vergärbarkeit von Zuckerrübenschnitzeln in Russland

In der russischen Landwirtschaft entstehen jährlich ca. 250 Mio. t Trockenmasse an organischen Abfällen, die derzeit nicht sinnvoll verwertet werden. In manchen Regionen gehören auch Zuckerrübenschnitzel zu diesen Abfallstoffen. Durch eine Nutzung dieser Reststoffe zur Biogasproduktion könnten negative Umweltwirkungen reduziert und ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der russischen Klimaschutzziele geleistet werden. Daher soll in diesem Projekt untersucht werden, ob eine Substitution von Maissilage durch Zuckerrübenschnitzel möglich ist. Dazu wurde ein einfacher Batch-Test aufgebaut und anschließend der Abbau der Inhaltsstoffe nach Weender, der Biogasertrag sowie die Abbaukinetik bestimmt. Der Gesamtabbau der Inhaltstoffe nach Weender betrug circa 40 % bei beiden Substraten. Jedoch wurde bei den Zuckerrübenschnitzeln ein 35,5 % geringerer Biogasertrag ermittelt, da es zu einem Abfall des pH-Wertes im Reaktor kam und damit zu einer Hemmung der Biogasbildung. Eine Substitution von Maissilage ist möglich, jedoch sollten Zuckerrübenschnitzel nur in Kofermentation mit anderen Substraten eingesetzt werden.

Kontrollierte Entleerung mit ganzflächigen Austrageinrichtungen

Bei der Entleerung komplexer Schüttgutapparate und Silos kann die Austrageinrichtung am Behälterboden einen erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf des Prozesses und die Produktqualität nehmen. In der Praxis hat sich eine Vielzahl von Austrageinrichtungen entwickelt, die sich nach Art ihres Verschließmechanismus und der Gestaltung ihrer feststehenden Einbauten unterscheiden. Experimentelle Untersuchungen am Schüttgut Weizen haben gezeigt, dass einige ganzflächige Austrageinrichtungen zu ausgeprägten Fließprofilen führen. Aufgrund ihres konstruktiven Aufbaus bieten derartige Systeme ein bislang ungenutztes Potenzial, die Schüttgutbewegung örtlich zu beeinflussen und eine kontrollierte Entleerung umzusetzen. Auf der Grundlage eines Prototyps wird am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) eine neuartige Austrageinrichtung entwickelt. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass feststehende Leitorgane an den Wänden zu einer verlangsamten Entleerung am Rand der Austrageinrichtung führen. Der gänzliche Verzicht auf diese Einbauten führt hingegen zu einer starken Beschleunigung in den wandnahen Regionen. Durch eine optimierte Gestaltung feststehender Einbauten soll es zukünftig möglich sein, die Schüttgutbewegung örtlich über den Verschließmechanismus zu steuern. Darüber hinaus soll mit der neuartigen Austrageinrichtung untersucht werden, inwieweit sich auch der Trocknungsverlauf in Getreide-Durchlauftrocknern beeinflussen und vergleichmäßigen lässt.

Methanbildungspotenziale verschiedener Pflanzenarten aus Energiefruchtfolgen

Das Methanbildungspotenzial ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal von Biomassen bei ihrer Nutzung als Einsatzstoff für die Biogasproduktion. Von 769 unter einheitlichen Bedingungen silierten Erntegütern aus Energiefruchtfolgen wurden mittels Batch-Gärtests in zwei verschiedenen Versuchsanlagen spezifische Methanausbeuten ermittelt. Daraus konnten Richtwerte für mittlere Methanausbeuten je Fruchtart und Fruchtfolgestellung, Schnitt bzw. Trockenmassebereich oder Entwicklungsstadium zur Ernte für 93 verschiedene pflanzliche Biomassen abgeleitet werden. Die Ergebnisse stellen eine umfassende Datengrundlage dar, die in Verbindung mit Biomasseerträgen für die Abschätzung von Methanhektarerträgen zur ökonomischen und ökologischen Bewertung von Energiefruchtfolgen, zur Planung und Auslegung von Biogasanlagen sowie zur Entscheidung hinsichtlich des Anbaus alternativer pflanzlicher Kosubstrate und der Konzeption nachhaltiger Biogasfruchtfolgen genutzt werden können.

Wirkung perforierter Gummimatten im Liege- und Laufbereich von tragenden Sauen auf die Klauen und Gelenke

In einer Gruppenbucht für tragende Sauen wurde der Boden sowohl im Liege- als auch im Laufbereich mit geschlitzten Gummimatten ausgelegt. Eine baugleiche Kontrollbucht hatte im Liegebereich Lochspalten-Betonelemente und in den Laufgängen herkömmliche Beton­spaltenelemente. Der Versuch dauerte von November 2011 bis Juni 2014 und umfasste 6 Durchgänge. Zur Beurteilung der Wirkung von Gummimatten auf die Sauen wurden Klauen und Gelenke regelmäßig beurteilt. Die Sauen wurden in ihrer 2. Trächtigkeit eingestallt und absolvierten, abhängig von ihrer Nutzungsdauer und ihrem Eintritt in den Versuch, bis zu sechs Trächtigkeiten im Versuch. Für die Auswertung der erhobenen Merkmale in Bezug auf Klauen, Gelenke und Gangweise der Tiere konnten Daten aus 630 Trächtigkeiten von 199 Sauen herangezogen werden. Die Ergebnisse der Klauenbeurteilung zeigten, dass die Klauen der Sauen auf Gummiboden signifikant länger waren als die der Sauen auf Betonboden. Bei den Merkmalen Wandhornabrieb und Wandhornrisse wurden die Klauen der Sauen aus der Bucht mit Betonboden signifikant schlechter bewertet. Bei der Beurteilung der Gangweise hinsichtlich Lahmheit konnten keine Unterschiede festgestellt werden.