Schlangen

Im Christentum gelten Schlangen als hinterlistig und falsch. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Indien haben sie fast einen Gottähnlichen Status, um den sich viele Mythen ranken. Schlangen sind grundsätzlich scheue und zurückhaltende Tiere, die in der Regel den Menschen meiden. Wenn sie sich wehren, dann nur wenn sie belästigt werden, außerdem töten sie nur, wenn sie Futter brauchen. Trotz alledem wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts immer noch Kopfprämien auf Schlangen ausgesetzt, so dass heute viele Schlangenarten vom Aussterben bedroht sind. Schlangen sind sehr anpassungsfähige Tiere, die fast überall auf der Erde beheimatet sind, aber eine weitere Voraussetzung für die weltweite Verbreitung von Schlangen sind auch eine ganze Reihe besonderer Sinnesorgane der Reptilien. Eine Schlange hat keine äußeren Ohren, aber sie kann ein Beutetier, das sich kilometerweit entfernt aufhält wahrnehmen durch die Vibrationen, dass dieses am Boden erzeugt. Dazu legt sie ihren Kopf auf den Boden, die Schallwellen gehen über den Unterkiefer an das Innenohr und werden dort in Nervenimpulse umgesetzt. Die gespaltene Zunge der Schlange dient als Riechorgan, mit der sie Gerüche aus der Luft auffängt und so Beutetiere wahrnehmen kann. Einige Schlangen besitzen Infrarotrezeptoren am Kopf, mit denen sie kleinste Temperaturunterschiede wahrnehmen können. So verraten sich warmblütige Opfer einer Schlange gegenüber, wie z.B. Ratten ect. Ihre Beute verschlingen Schlangen immer erst wenn sie tot ist. Dabei fangen sie am Kopf an, damit die Gliedmaßen des Opfers nicht stören. Schlangen verschlingen ihre Opfer immer in einem Stück, deswegen dauert es danach manchmal wochenlang bis sie die Beute verdaut haben und wieder auf Nahrungssuche gehen.

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