RSS Verzeichnis RSS FEED Berliner Herold
NACHRICHTEN / NACHRICHTENMAGAZIN / Berliner Herold
RSS NEWSFEED INFOS

Feed Titel:
Berliner Herold
Feed Beschreibung:
Das unabhängige Satiremagazin
Anbieter Webseite:
http://berliner-herold.de
RSS Feed abonnieren:
http://berliner-herold.de/feed/

Reformen im Vatikan: Muss nun auch der Segen daran glauben?

Rom – Die Beharrlichkeit und die Bodenständigkeit, mit der Papst Franziskus seine Reformen durchzieht, ist konservativen Klerikern schon lange ein Dorn im Auge. Einzelne Beobachter und Freunde sorgen sich sogar, dass dies einmal ungenießbare Früchte tragen könne, die ihn in die Reihe der früh und mysteriös dahingeschiedenen Kirchenoberhäupter aufnehmen lassen. Auslöser der unseligen Diskussion: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán Schließlich ist es ein offenes Geheimnis, dass es gerade hinter den gut bewachten Mauern des Vatikan von falschen Freunden, Doktoren und Ränke schmiedenden Widersachern nur so wimmeln soll. So könnte der nächste Vorstoß in weiten Teilen der Religionsgemeinschaft Entsetzen hervorrufen und als faules Ei im Osternest empfunden werden. Glauben wir der Quelle aus engstem Vertrautenkreis, soll der päpstliche Segen, der sich immerhin seit dem 13. Jahrhundert gehalten hat und Teile einer Ovidschen Formulierung enthält, schon zur Weihnachtszeit umformuliert werden: Die Tatsache, dass heutzutage mit dem Begriff orbi spontan an Orbán, weit später erst an den lateinischen Begriff für Erdkreis gedacht werde, sei für Franziskus schlichtweg inakzeptabel. Seiner Ansicht nach könne es nicht angehen, dass ein Staatsoberhaupt, der die christlichen Werte mit Stacheldraht einzäunt und mit Fußtritt aus seinem Dunstkreis entferne, ausgerechnet zu hohen Feiertagen Beachtung, sei es auch nur in dieser [...]

Dank TTIP: VW verklagt US-Regierung auf 18 Milliarden Dollar Schadensersatz

Wolfsburg/Washington – Die vor allem in Deutschland viel umstrittene Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) steht nun vor ihrer ersten echten Bewährungsprobe. Wurde das TTIP-Abkommen von weiten Teilen der Bevölkerung bisher eher negativ wahrgenommen – hier sei nur exemplarisch an die Diskussionen um die sogenannten Chlorhühnchen und den Genmais erinnert – kann die Stimmung, so der Volkswagen Konzern mit seiner Klage Erfolg hat, durchaus bald ins Gegenteil umschlagen. Bislang war es eher so, dass hierzulande große Befürchtungen bestanden, die US-Großkonzerne würden bald gnadenlos von ihrem durch TTIP garantierten Recht Gebrauch machen und vor ominösen, nicht-staatlichen Schiedsgerichten klagen, bis selbst die arme Justitia aufgrund von Burnout in eine Tagesklinik eingewiesen werden muss. Aber Umweltanforderungen unterlaufen können eben nicht nur die Amerikaner! Weit gefehlt! Und so macht sich nun VW als die unfreiwillige Speerspitze des deutschen Verbraucherschutzes den einstigen Obama-Wahlslogan zu eigen, ruft laut „Yes, we can!“ und stürmt mit seiner Milliarden-Forderung gen Übersee. Vielleicht werden uns unsere amerikanischen Handelspartner eines Tages sogar dankbar dafür sein. Müssen sie doch jetzt nicht extra bis nach Australien fahren, um zu lernen, was ein Bumerang ist. © Bild 1/2 Pixabay/CC0

Ferienbeginn verschlafen – Lehrer klagt auf Dienstunfähigkeit

Bonn – Mit einem kuriosen Eilantrag musste sich diese Woche die Justiz in Nordrhein-Westfalen befassen: Oberstudienrat Konrad W. (Name von der Redaktion geändert), hatte schlicht den Ferienbeginn verschlafen. Dieser Schock hätte ihn psychisch dermaßen belastet, dass er ab sofort keinen Dienst mehr leisten könne. Ein entsprechendes Attest seines zuständigen Arztes liegt vor. Der vorsitzende Richter Gustav Justus schlug diesen Antrag nun mit deutlichen Worten, die wir hier auszugsweise zitieren, nieder: Meine Recherchen im Umfeld des Klägers ergaben, dass sein einziges Engagement darin bestand, so viel Fehlzeiten wie möglich zu provozieren, um krankheitsbedingt den vorzeitigen Ruhestand bei vollen Bezügen zu erreichen. Ohne jedes Schuldbewusstsein betonte Konrad W. im Kollegenkreis wiederholt, dass er mit spätestens 40 im Ruhestand sei. Um überhaupt erst Aussicht auf den Beamtenstatus zu erhalten, verlagerte W. sogar seinen Wohnsitz in einen Landkreis, in dem der zuständige Amtsarzt offenbar wohlgesonnener war als im ursprünglichen. Eine solch verwerfliche Haltung eines Einzelnen untergräbt das Ansehen des Beamtenstandes und schadet denen, die diese Fehlzeiten immer wieder auffangen müssen und deshalb tatsächlich am Rande eines Nervenzusammenbruchs stehen! Unabhängig vom heutigen Urteil und hinsichtlich des eingereichten Attestes rege ich an, Amtsärzte einer genaueren Prüfung zu unterziehen! Dem Befangenheitsantrag, den Kläger W. umgehend stellte, sieht [...]

Geheimpapier zur Privatisierung Griechenlands aufgetaucht

Athen/Berlin – Wer glaubt, dass Griechenland ins Chaos versinkt, kann beruhigt aufatmen. Die angemahnte Privatisierung ist jetzt bereits besser durchdacht, als die gesamte bisherige Strategie zur Rettung finanzschwacher Länder im Allgemeinen und der Nachkommen Zeus´ im Besonderen. Dies geht aus einem Geheimdokument hervor, das der Redaktion zugespielt wurde. Ganz ohne Kompromisse schien dieser Geheimgipfel offenbar nicht abzulaufen. Der Zuschlag von Korfu an Christine Lagarde erfolgte noch schnell und einstimmig: Es könne durchaus zur dringend nötigen Imageaufbesserung beitragen, wenn die IWF-Chefin auf Sissis Spuren wandele, so eine Randnotiz. Auch Santorin war sofort verteilt: Nach einem kurzen Hinweis an Angela Merkel, dass Ischia in Italien liege und deshalb – derzeit – noch nicht annektiert werden könne, war die Wahl der griechischen Vulkaninsel quasi alternativlos. Allein Sigmar Gabriel musste erst einmal zurückstecken: Kreta, Wiege der Minoer, erinnerte Hollande von der Namensgebung her zu sehr an seine eigene Minderheit, die Delphinzeichnungen an die geliebten Atomkraftwerke im Meer. Dennoch freut sich Sigmar nun kolossal über Rhodos. Inwieweit Horst Seehofer zum Zuge kommt, ist unklar, diese und weitere Passagen sind offensichtlich Ouzo durchtränkt und deshalb kaum leserlich. Die Redaktion deutet jedoch heraus, dass die Meteoraklöster als Ersatz für Wildbad Kreuth im Raume stehen und so dem [...]

Falsch geködert – Strafe eingefangen

Forchheim – Neben einer saftigen Geldstrafe in Höhe von 4500 € wegen Sachbeschädigung handelte sich Ottokar P. noch ein Ordnungsgeld sowie weitere Beleidigungsklagen ein. Dabei sah es zu Anfang dieses skurrilen Prozesses nach Verfahrenseinstellung oder gar Freispruch aus. Wurde als Angelköder benutzt: der kleine Chihuahua Gismo Auslöser der Gerichtsverhandlung in Forchheim war der unglückliche Versuch von P, der Wallerplage in seinem geliebten Fischwasser Herr zu werden. Scheinbar reumütig und kleinlaut schilderte er, wie er auf die verhängnisvolle Idee kam, Chihuahua Gismo als Köder zu benutzen: „Seit Jahren dezimiert ein riesiger Waller (auch Wels genannt, Anmerkung der Redaktion) unsere Bestände an Forellen, Zander, Karpfen und so weiter. Als ich neulich beobachtete, dass er sogar hinter einer Ente herschwamm, kam ich halt auf die Idee, Gismo, den ich tagsüber betreue, an der Leine ein wenig schwimmen zu lassen. Niemals hätte ich ihn gefährdet! Ich wollte nur den Waller anlocken, um ihn dann endlich an den Haken zu bekommen!“ Nicht von ungefähr würde gerade im Fränkischen Köter wie Köder ausgesprochen. Bis dahin hatte P. die Sympathien im Forchheimer Gerichtssaal auf seiner Seite, selbst die Nebenklägerin, Gismos Frauchen, rang sich ein Lächeln ab. Das Blatt wendete sich jäh, als die Richterin dennoch rügende Worte [...]

Umweltschützer fordern: Ölwechsel nur noch im Garten

Wolfsburg – Jahr für Jahr werden in Deutschland Millionen Tonnen Altöl von Autowerkstätten in Stahlfässer abgefüllt und anschließend in Recyclingbetrieben entsorgt. Eine Praxis, die von Umweltschutzverbänden seit Langem scharf kritisiert wird. Denn die Folge dieses Handelns ist ein stetiges Schrumpfen der endlichen Ressource Rohöl – ohne die Möglichkeit auf eine natürliche Regeneration der existierenden Ölvorkommen. Eine Neuerschließung dieser Vorkommen ist technisch aufwendig und stellt zumeist einen massiven Eingriff in das sensible Ökosystem dar (wir berichteten). Nach Meinung der Umweltschützer soll das Altöl deswegen wieder dorthin zurück, wo es herkam: In den Boden. Die Initiative Deutscher Idealisten ohne Träume (IDIoT) verlangt nun eine Abschaffung der geltenden Altöl-Entsorgungspflicht. Sie fordern die Autobesitzer dazu auf, künftig das gebrauchte Öl einfach im Boden versickern zu lassen. Raff Inerie, erster Vorsitzender von IDIoT, hierzu zum Berliner Herold: Durch Ölabscheider, spezielle Betonböden und eigens konstruierte Auffangwannen in den KFZ-Werkstätten wird verhindert, dass das Öl wieder in die Erde zurückläuft, aus der es einst sprudelte. Dabei wäre es so wichtig, die natürlichen Kreisläufe nicht zu unterbrechen. Wir müssen mit fossilen Energieträgern einfach besser haushalten. Nur wenn künftig jeder den Ölwechsel im eigenen Garten oder auf der grünen Wiese macht, bekommen die Erdölvorkommen eine Chance auf Regeneration. Ob [...]