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KULTUR / STREETART
STREETART

Straßenmalerei ist in Deutschland etwa seit dem 16. Jahrhundert bekannt und ist ein wichtiger Vertreter der volkstümlichen Kunst. In Italien werden Straßenmaler Madonnenmaler genannt. Der 2. Weltkrieg hat die Straßenmaler fast völlig von unseren Straßen verbannt, jedoch wurde diese Kunstform in den letzten 30 Jahren wiederbelebt. Junge Künstler fingen an auf die Straßen zu gehen und sorgten mit neuen Techniken und Ideen für eine regelrechte Begeisterung der Straßenmalerei. Die Kreide war out, jetzt wurde mit selbst hergestellten Pastellen gemalt und die Werke zeugten oft von hoher Qualität. Es werden Kopien von großen Meistern auf die Straßen gemalt, wie z.B. von Dürer, Michelangelo ect. für die Straßenmaler oft Tage und Wochen an Zeit brauchen.

StreetArtEurope

We show Europe's StreetArt. Die Künstler bedienen sich verschiedenster Medien (Marker, Pinsel und Malerrollen, Sprühdosen, Aufkleber, Poster etc.), um ihre Werke zu präsentieren. Häufig werden Wände bemalt und beklebt, doch auch Stromkästen, Laternen, Verkehrsschilder, Telefonzellen, Mülleimer, Ampeln und andere Stadtmöbel, sowie Bürgersteige und Straßen an sich und sogar Bäume – im Prinzip alle erdenklichen Untergründe – werden gestaltet. Dabei beschränkt sich die Streetart im Regelfall auf die Gestaltung von vorhandenen Flächen. Da sich die Techniken der Streetart mit denen des Graffiti oftmals überschneiden, ist es heutzutage schwierig, zwischen den beiden Begriffen zu unterscheiden. Eine Abwandlung stellt die Mobile-Streetart (Mobile = englische Kurzform für Mobile-Phone) dar. Bei der Variante werden mit Graphic-Domains bemalte Steine in den Städten ausgelegt und mit virtuellen Inhalten verlinkt. Obwohl auch Auftragsarbeiten durch private Grundstückseigentümer oder auch Gemeinden wie etwa Blek le Rat, Tribute to Tom Waits in Wiesbaden (1983) entstehen, sind die Werke meist illegal angebracht. Deshalb ziehen es die meisten Künstler vor, anonym zu bleiben – oft kennen sich Mitglieder der Szene nur mit ihren Pseudonymen. Die Motivation liegt für viele im Spaß an der Sache und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf anarchistische und/oder kreative Weise visuell mitzugestalten (vergleiche Reclaim the Streets), sowie einen künstlerischen Gegenpol zur omnipräsenten Werbung oder Gentrifizierung zu schaffen; für viele spielt wohl auch der egozentrische Hang, seinen (Künstler-)Namen möglichst oft zu verbreiten eine Rolle (siehe Joseph Kyselak). Streetart wendet sich inhaltlich oft gegen Konsumismus, Kapitalismus und Öffentliche Ordnung. Die meisten Künstler verzichten jedoch auf eine konkrete Botschaft – „the medium is the message“ (nach Marshall McLuhan).