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Interview mit dem Graffiti-Sprayer Lando: "Freiheit ist mir wichtiger als Geld!"

Melander Holzapfel, alias Lando, begann vor fast 30 Jahren mit dem Graffiti-Sprayen. Heute ist er erfolgreicher Inhaber von zwei Agenturen und arbeitet dort unter anderem mit Graffiti-Urgestein Loomit zusammen. Ein Gespräch über die Kommerzialisierung von Street Art. Graffiti in BrooklynWarum ist Street Art momentan so erfolgreich?Das hängt sicherlich mit Banksy zusammen, der die Schablonen-Technik populär gemacht hat. Außerdem hat man heute mit dem Internet einen ganz anderen Verbreitungsgrad als früher. Street Art ist ja oft schön anzuschauen und die Schablonen-Technik leicht zu imitieren. Natürlich braucht man auch dafür Technik, aber man kann an der Schablone zuhause lange tüfteln. Das Sprayen an der Wand dauert dann fünf bis zehn Minuten und du bist wieder weg. Beim Graffitisprayen ist das deutlich gefährlicher, denn du brauchst dafür mehr Zeit. Niemand muss heute aber mehr illegal sprayen. Man malt einfach ein Bild, stellt es auf einen Blog und kriegt sofort eine "response". Früher war das anders, da musstest du illegal malen. Da hieß es „Hit your name to get fame“. Ich wurde auch erwischt, mit 14 stand ich deswegen vor Gericht. 1988 war das, lange her.Spricht man über Banksy, muss man auch über die Kommerzialisierung von Street Art sprechen. Ist es für dich noch Kunst, wenn du eine Auftragsarbeit malst?Das ist schwierig. Als Auftragskünstler prostituierst du dich komplett. Du bist wie eine Nutte im Straßenstrich und verkaufst ein Produkt und wirst dafür bezahlt – danach wirst du wieder rausgetreten, knallhart formuliert. Das machen wir in der Agentur ganz gerne, wir wissen ja, worauf wir uns einlassen.Der eigene Spielraum ist da gering. Man macht natürlich, was der Kunde sich wünscht. Aber auch da kann man die eigenen Erfahrungen reinbringen und den Kunden leiten, ihm Vorschläge machen. Als Ausgleich dazu habe ich auch privat noch eine Crew, da malen wir dann einfach drauflos und keine...

Street Art in Rom


Street Art in München

Graffiti in München an der IsarGraffiti unter der DonnersbergerbrückeGraffiti in der Goethestraße in MünchenTag im GlockenbachviertelPoccistraße Münchento be continued...

Kommerzialisierung von Street Art & Graffiti: Interviews mit Loomit, Lando & dem Blumenmaler von Augsburg

Das Dokument zeigt eine Auswahl der Interviews, die im Rahmen der Diplomarbeit zum Thema "Verhältnis von Kunst und Wirtschaft am Beispiel von Street Art - Auswirkung der Kommerzialisierung auf die Künstler" geführt wurden. Unter anderem Gespräche mit Loomit alias Mathias Köhler, Lando alias Melander Holzapfel, Bernhard Trum, dem Blumenmaler von Augsburg.ÜbersichtMelander Holzapfel alias Lando ab S.1Mathias Köhler alias Loomit ab S. 14Thomas Naumann ab S. 23Anonym, Berlin ab S. 41Holger Weißflog, Innerfields ab S. 51Bernhard Trum alias Blumenmaler von Augsburg ab S.62Minz, Österreich ab S. 72Reinhard Gupfinger ab S. 79Anonym, Linz ab S. 90Tanja König alias Tooz69 ab S.98Anonym (zwei Graffitisprayer, die nur illegal malen) ab S.106Raiko Schwalbe von der STROKE - urban art fair ab S.114Loomit ist international erfolgreich und seine Werke werden in Galerien zusammen mit Banksy ausgestellt. Mit Graffiti begonnen hat er in den 80er Jahren und war einer der Pioniere der Szene - ein Meilenstein war der Geltendorfer Zug, die erste komplett besprühte S-Bahn Deutschlands. Er reiste um die ganze Welt und sprayte überall, zum Beispiel in den Favelas Brasiliens, bemalte dort triste Wände und verzierte die Handgranaten von Drogenbossen mit Totenköpfen oder anderen Motiven. In der Bronx lernte er das Tätowieren von Seen, dem "Godfather of Graffiti". Mittlerweile hat er verschiedene Kunstpreise erhalten und sich als Künstler etabliert. In den Interviews teilt er seine Ansichten zur Kommerzialisierung von Street Art & Graffiti und erzählt von den Anfängen in der Szene. Melander Holzapfel ist Graffitikünstler der zweiten Münchner Sprayergeneration und führt die erfolgreiche Graffiti-Agentur funky-fresh. Graffiti ist für ihn sehr politisch, schon der erste Strich an der Wand ist eine Message, findet er. Über die Auftragsarbeit sagt er: "Du bist wie eine Nutte irgendwo im Straßenstrich, verkaufst ein Produkt und wirst dafür bezahlt und danach wirst du wieder rausgetreten." und fügt hinzu, dass er damit aber...

New York City

Wooster Collective Mehr Fotos auf http://instagram.com/noworneverat

Ausstellung der Augsburgblume - "Die Welt ein bisschen schöner machen"

Fotocredit: Manuel EngelhardtEine kleine Blume hatte die Bewohner der Stadt Augsburg über zwei Jahre hinweg entweder in Entzücken oder in Aufruhr versetzt: Die Augsburg-Blume.Sie war und ist immer noch in der ganzen Stadt zu finden, an Hauswänden, Stromkästen und Mauern. Ungefragt hatte sie ein lange Zeit unbekannter Sprayer angebracht, "um die Welt ein bisschen schöner zu machen" und "um die Menschen an die kleinen und schönen Dinge im Leben zu erinnern, denn (...) die meisten Menschen sind einfach unglücklich". Die Blume wurde immer bekannter und beliebter, so bekannt schließlich, dass selbst die Stadtverwaltung Augsburgs eine zeitlang überlegte, sie zum Wahrzeichen der Stadt zu machen. Von der Justiz eines Besseren belehrt, ruderte sie jedoch zurück. Große Teile der Bevölkerung lieben ihre Augsburg-Blume noch immer, es gibt Shirts zu kaufen und eine Facebook-Seite mit fast 4.000 Fans.Mittlerweile wurde der Sprayer gefasst und verurteilt. Es ist die Rede von 470 Fällen und einem Sachschaden in Höhe von 70.000 €.Die Augsburg-Blume; Fotocredit: NeitramJetzt sitzt der 25-Jährige auf einem Schuldenberg von 12.000 €. Und weil es noch keinen "Fond für gefasste Graffiti-Sprayer" gibt, hat In your Face eine großartige Aktion ins Leben gerufen:Vom 13. bis 16. Dezember wird es eine Ausstellung der Augsburg-Blume in der Kunsthalle Augsburg geben, die außerdem von einem kulturellen Programm begleitet wird. Am 14. Dezember gibt es eine Podiumsdiskussion zur Frage, was die Augsburg Blume für einen Beitrag zur Entwicklung der Kunst im öffentlichen Raum leisten kann. Da Street Art gerade ein richtiger Trend ist, ist dieses Thema sicher für viele interessant. Sinn und Zweck der ganzen Veranstaltung ist - neben guter Unterhaltung - auch die finanzielle Unterstützung des Blumenmalers. Seine Werke werden verkauft und tragen so zur Schuldentilgung bei. Wer also eine Original Augsburg-Blume sein Eigen nennen will, sollte hingehen und einen Sack voll Geld mitnehmen :) Wo?Kunsthalle am Wittelsbacher...