RSS Verzeichnis RSS FEED Radio Vatikan - Clips-GER
INSTITUTIONEN / VATIKAN / Radio Vatikan - Clips-GER
RSS NEWSFEED INFOS

Feed Titel:
Radio Vatikan - Clips-GER
Feed Beschreibung:
Die Stimme des Papstes und der Weltkirche
Anbieter Webseite:
http://www.radiovaticana.va
RSS Feed abonnieren:
http://www.radiovaticana.org/rss/tedesco.xml

Papstpredigt: Wenn einem die christliche Schminke herunterläuft...

00:02:27:72 Gegen Hochmut, Eitelkeit und „Scheinchristen“ ist Papst Franziskus an diesem Donnerstag einmal mehr zu Felde gezogen. In seiner Frühmesse in der Vatikan-Kapelle Santa Marta zitierte er den heiligen Bernhard von Clairvaux mit dem Spruch: „Mensch, denke daran, was aus dir werden wird: eine Speise für die Würmer.“ Christ sei, wer das Wort Gottes in die Tat umsetze. Wer sich hingegen nur auf christlich schminke, dem laufe diese Schminke „schon beim ersten Regenguss herunter“. Franziskus wörtlich: „So viele Scheinchristen brechen schon bei der ersten Versuchung zusammen, weil da keine Substanz ist.“ Zum Glück gebe es „so viele Heilige im Volk Gottes“: „Denken wir an die Kleinen, na gut! An die Kranken, die ihre Leiden für die Kirche aufopfern, für die anderen. Denken wir an so viele ältere Menschen, die allein sind, die beten und aufopfern. Denken wir an so viele Mamas und Familienväter, die ihre Familie unter vielen Opfern voranbringen, die Ausbildung der Kinder, die tägliche Arbeit, die Probleme – aber immer mit der Hoffnung auf Jesus. Die nicht einherstolzieren, sondern tun, was sie können.“ Das seien „die Heiligen des Alltags“, so der Papst. „Denken wir an so viele Priester, die im Verborgenen in ihren Pfarreien mit so viel Liebe arbeiten: die Katechesen für die Kinder, die Sorge um die alten und kranken Menschen, die Vorbereitung von Brautpaaren. Und jeden Tag dasselbe, immer dasselbe, dasselbe. Sie langweilen sich nicht, weil sie auf den Felsen gebaut haben: auf Jesus. Das ist es, was der Kirche Heiligkeit gibt, das ist es, was Hoffnung macht!“ Die „Heiligen des Alltags“ hätten „ihr Haus auf den Fels gebaut, der Christus ist“. „Sie folgen dem Weg Jesu, sie folgen ihm.“ „In dieser Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten bitten wir den Herrn, dass wir fest auf dem Felsen stehen...

Kardinal Parolin: EU ist ein Friedensprojekt

00:01:52:39 Als wär`s viel länger her: Erst am Dienstag letzter Woche ist Papst Franziskus in Straßburg vor dem EU-Parlament aufgetreten und hat der „Großmutter Europa“ neues Leben einzuhauchen versucht. Jetzt spricht der engste Mitarbeiter des Papstes, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, von seiner Hoffnung, dass Europaskeptiker sich vom europäischen Projekt überzeugen lassen. „Ich hoffe, sie hören auf die Botschaft des Papstes. Das ist eine Botschaft, die sehr auf dem Wert des europäischen Projekts bestanden hat, auch im Licht der Resultate, die dieses Projekt ergeben hat. Natürlich sind wir im Moment in einer Periode der Schwierigkeiten, der Krise, der Ermüdung – aber man darf doch nicht übersehen, dass dieses europäische Projekt den Frieden und Wohlstand für viele Generationen bedeutet hat. Das sollte man den jungen Leuten noch stärker vermitteln. Wenn man das europäische Projekt auf Materielles und Bürokratisches reduziert, dann geraten die grundlegenden Werte aus den Augen, die Werte der Gründungsväter Europas. Trotz aller Schwächen der EU: Hier haben wir doch ein wichtiges Werkzeug, um für Europa den Frieden zu sichern, den Wohlstand und einen Platz in der Welt.“ Parolin sprach mit uns am Rand einer römischen Feier, bei der an hundert Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Vatikan erinnert wurde. Auch mit Blick auf Europaskeptiker in Großbritannien sagt die Nummer Zwei des Vatikans: „Die Welt ist heute komplizierter und konfliktträchtiger, als wir uns das nach dem Fall der Berliner Mauer vorgestellt haben. Das internationale Szenario hat sich stark verändert. Und darum ist es heute wirklich essentiell, miteinander zu reden und zu verhandeln, um dann die Probleme der Welt gemeinsam anzugehen.“ (rv 04.12.2014 sk)

Indien: „Viel Aktionismus rund um das Drama von Bhopal“

00:03:15:26 Es war der schwerste Industrie-Unfall der Geschichte: Vor dreißig Jahren trat aus einer Pestizide-Fabrik im indischen Bhopal giftiges Gas aus, über 3.700 Menschen starben. Im Lauf der drei Jahrzehnte stieg die Zahl der Toten, die sich mit dem Gift in Zusammenhang bringen lässt, auf über 15.000 Menschen; mehr als 600.000 Menschen haben bleibende Schäden davon getragen, auch heute noch sind viele Kinder in Bhopal von Geburt an behindert. Leo Cornelio ist der Erzbischof von Bhopal. Er sagte im Gespräch mit uns: „Die Kirche hat sich von Anfang an sehr um Hilfe für die Betroffenen in der Stadt bemüht. Mein Vorgänger, der damalige Erzbischof Eugene D´Souza, mobilisierte Ordensleute, Priester und Laien, dazu viele Freiwillige, die sich um die Kranken und Sterbenden nach dem Desaster kümmerten. Damals wurden Lager für die Aufnahme der Betroffenen eingerichtet, medizinische Zentren, vor allem im Hauptbahnhof und rund um die Fabrik, es wurde Essen ausgegeben – alles sehr organisiert.“ Die Bilder von damals kann man sich heute kaum noch vorstellen. Cornelio selbst war damals Provinzial der Steyler-Missionare in Indore (Zentralindien), nur vier Zugstunden von Bhopal entfernt. Er erinnert sich: „Die Toten gingen in die Tausende! Und noch viele weitere Tausende hatten viele Jahre lang Atemprobleme und ähnliche Leiden. Noch heute tragen die Kinder dieser Menschen die Konsequenzen, und noch heute leistet die Kirche Hilfe und Unterstützung. Wir haben mittlerweile ein soziales Werk, das von Laien und Ordensleuten betrieben wird, sowie vier Schulzentren für behinderte Kinder. Einige von ihnen haben Probleme mit dem Sprechen, andere haben Atemschwierigkeiten, andere hören nicht usw., es sind Hunderte von Kindern. Viele sagen, dass es wegen dieser Gastragödie vor dreißig Jahren heute so viele behinderte Kinder in Bhopal gibt.“ Der Erzbischof formuliert da sehr vorsichtig. Er weiß, wie hoch die Emotionen rund um den dreißigsten...

D: Strafe für Oben-Ohne-Protest im Kölner Dom

00:02:39:07 Mit einem Oben-ohne-Protest hatte eine Femen-Aktivistin vor einem Jahr für Wirbel im Weihnachtsgottesdienst im Kölner Dom gesorgt. Vor Gericht wurde sie jetzt zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff begrüßt das Urteil. Richter Gerd Krämer wertete die Tat als „zielgerichtete, ideologische Meinungsäußerung“, die nach Erwachsenenstrafrecht beurteilt werden müsse, auch wenn die junge Frau zum Tatzeitpunkt erst zwanzig Jahre alt war. Das Gericht blieb unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß von 1.600 Euro. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Krämer sagte, Witt habe immer noch nicht verstanden, dass „wir Kölner mit dem Dom besonders empfindlich sind“. Es gehe hier nicht um die Grundrechte von Kardinal Meisner, dem damaligen Kölner Erzbischof, sondern um das Recht der Gottesdienstbesucher. „Es gibt Leute, für die ist das ein sehr heiliger Akt, der Weihnachtsgottesdienst im Kölner Dom.“ Josephine Witt war am Ersten Weihnachtstag während einer Messfeier mit dem inzwischen emeritierten Kardinal Joachim Meisner an dessen 80. Geburtstag auf den Altar gesprungen. Sie entblößte ihren Oberkörper, auf dem „Ich bin Gott“ stand. Zudem skandierte sie antireligiöse Parolen. Die Anklage warf der damals 20-Jährigen vor, damit absichtlich und in grober Weise den Gottesdienst gestört zu haben. Grobe Störung eines Gottesdienstes Die Angeklagte selbst nannte ihre Tat allein politisch motiviert. Es sei ihr nicht in erster Linie darum gegangen, den Gottesdienst zu stören, sondern eine Botschaft für die Rechte der Frauen, für Frieden und Versöhnung zu verbreiten. Dompropst Norbert Feldhoff sagte dazu dem Kölner Domradio: „Wir haben kein Verständnis für Äußerungen von Frau Witt vor Gericht, dass es ihr primär nicht um eine Störung des Gottesdienstes gegangen sei. Wir sind der Meinung, dass die ungestörte Religionsausübung - unabhängig ob von Christen, Juden oder Muslimen - ein wichtiger Bestandteil des friedlichen Miteinanders in der Gesellschaft ist.“ Der Äußerung Witts, sie habe...

Generalaudienz: Papst hofft auf friedliches Zusammenleben in der Türkei

00:04:29:47 Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz Rückschau auf seine Reise in die Türkei gehalten. Vor den rund 10.000 Pilgern und Besuchern, die sich trotz Regens auf dem Petersplatz eingefunden hatten, bedankte sich der Papst öffentlich beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem Premierminister Ahmet Davutoglu, bei den türkischen Bischöfen und Katholiken sowie beim Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, dem die Reise in erster Linie galt. Der erste Tag habe der Politik gegolten; in der Verfassung der Türkei mit ihrer fast ausschließlich muslimischen Bevölkerung sei die Trennung von Staat und Religion festgehalten, erklärte Franziskus. „Wir haben mit den Autoritäten über Gewalt gesprochen. Es ist das Vergessen Gottes, nicht seine Verherrlichung, die Gewalt hervorbringt. Deshalb habe ich darauf bestanden, dass Christen und Muslime sich gemeinsam für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, und dass jeder Staat seinen Bürgern und Religionsgemeinschaften echte Kultfreiheit und Ausübung ihres Glaubens gewährleisten muss.“ Franziskus verwies an dieser Stelle auch auf die christlich-muslimische Dialoggruppe, die unter der Leitung des Päpstlichen Dialogrates heute im Vatikan tagt; der Papst hatte die Gruppe vor der Generalaudienz begrüßt. Am zweiten Tag der Visite hatte Franziskus in Istanbul unter anderem die Blaue Moschee und das Museum Hagia Sophia aufgesucht, „einige Symbolorte der verschiedenen Konfessionen“, sagte Franziskus bei der Generalaudienz. Während dieser Besuche habe er „im Herzen die Anrufung des Herrn verspürt, Gott des Himmels und der Erde, barmherziger Vater der ganzen Menschheit“. In der Blauen Moschee hatte der Papst an der Seite des Muftis Rahmi Yaran eine Zeit lang mit geschlossenen Augen und gefalteten Händen verharrt. An gleicher Stelle hatte auch Papst Benedikt XVI. bei seiner Türkei-Reise 2006 innegehalten, ohne dabei aber die Hände zu falten. Mittelpunkt des Tages sei eine Heilige Messe mit Gläubigen und Würdenträgern der verschiedenen katholischen Riten in der Kathedrale gewesen, fuhr Franziskus fort. ...

Historische Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel

00:03:23:83 Der Kampf gegen Menschenhandel ist besiegelt und das am „Internationalen Tag für die Abschaffung der Sklaverei“. Unter dem Motto #ENDSLAVERY, also „beendet Sklaverei“ unterzeichneten an diesem Dienstagvormittag Spitzenvertreter unterschiedlicher Religionen und Konfessionen (Katholiken, Anglikanern, Orthodoxen, Buddhisten, Hindus, Juden und Muslimen) eine historische Erklärung gegen Menschenhandel. Sie setzen sich für eine Abschaffung von moderner Sklaverei und Menschenhandel bis zum Jahr 2020 ein. Laut Internationaler Arbeitsorganisation ILO leben 21 Millionen Menschen unter Missachtung ihrer Grundrechte in Sklaverei, Hilfsorganisationen schätzen die Zahl auf 35 Millionen. Die Vereinigung Freedom Network“, welche im März 2014 gemeinsam mit der islamischen Al-Azhar-Universität und dem Vatikan gegründet wurde, hat als globales Netzwerk verschiedener Glaubensgemeinschaften und NGOs diese Zusammenkunft organisiert. Erstmals kam es im Vatikan zu einer Erklärung dieser Art. Dass für Papst Franziskus eine Abschaffung der modernen Sklaverei ganz oben auf der Prioritätenliste steht, hat er auch heute in seiner spanischen Ansprache an das Plenum unterstrichen. Jeden Tag gebe es Fälle von moderner Sklaverei vor unseren Augen, prangerte Papst Franziskus an: „Trotz der großen Mühen von Vielen bleibt die moderne Sklaverei eine omnipräsente Plage, die sich ständig verbreitet und das weltweit. Auch im Tourismus. Es sind Verbrechen gegen die Grundmenschlichkeit, getarnt in scheinbar akzeptierten Gewohnheiten. In Wirklichkeit finden wir die Opfer in der Prostitution, im Menschenhandel, in der Zwangsarbeit, Verstümmelung, Versklavung, Organhandel, Drogenkonsum und Kinderarbeit. Moderne Sklaverei versteckt sich hinter verschlossenen Türen, an außergewöhnlichen Orten, auf den Straßen, in den Autos, in den Fabriken, am Land oder in Fischerbooten und anderen Orten.“ Die Erklärung, Papst Franziskus unterzeichnete für die katholische Kirche, wendet sich gegen jeden Verstoß gegen die Grundüberzeugung, „dass alle Menschen gleichwertig sind und die gleiche Freiheit und Würde haben“. Moderne Sklaverei sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dies müsse von allen Nationen anerkannt werden. Zudem wird...