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Jahrestagung AG Mediation des DAV »Sprache(n) der Mediation«

Im Mittelpunkt der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Mediation im Deutschen Anwaltverein (DAV) am 4. und 5.11.2016 in Celle stand die Sprache als professionelle Kernkompetenz und ihre Anwendung in der Mediation. Hochkarätige Expertinnen und Experten gaben fundierte Einblicke in dieses spannende Themenspektrum. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) wird das Thema »Sprache und Kommunikation« in Aus- und Weiterbildungsangeboten obligatorisch. Dazu zählen das theoretische und praktische Wissen um Techniken der Gesprächs- und Verhandlungsführung, spezifische Kommunikationstechniken wie aktives Zuhören, Paraphrasieren oder das Verbalisieren nonverbaler Signale. Ebenso sind Inhalte wie Techniken und Strategien im Umgang mit schwierigen Situationen (z.B. Blockaden, Widerstände, Eskalationen oder Machtungleichgewichte) theoretisch und praktisch zu vermitteln.Die Referentin Prof. Dr. Birgit Apfelbaum, Mediatorin (BM), Professur für Kommunikations- und Sozialwissenschaften, Hochschule Harz gab in ihrem Beitrag »Sprache und kommunikativ-interaktive Praktiken in der Mediation« einen Überblick über Gesprächs- und Kommunikationstechniken, die bei der Durchführung von Mediationen im Zusammenspiel von verbalen und nonverbalen Anteilen als Schlüssel für erfolgreiche Konfliktbearbeitung in verschiedenen Praxisfeldern zu betrachten sind. Sie stützte sich auf Lehr- und Forschungstraditionen der linguistischen Gesprächsanalyse und der humanistischen Psychologie (Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg).Dr. Klaus Harnack, Psychologe, Mediator & wissenschaftlicher Publizist, versuchte in seinem Vortrag »Sprache: Denken, Wahrnehmen und Handeln«, die Wirkungsweise und Bedeutung der Sprache, für unser Denken, Wahrnehmen und Handeln zu erhellen. Zur Verdeutlichung dienten mediationsrelevante Beispiel und kleine Selbstversuche.Andreas Lange, Mediator (BM), Ausbilder Mediation (BM), Supervisor (DGSv*) und Trainer für Motivational Interviewing gab einen Einblick in die »Motivierende Sprache in der Mediation – Motivational Interviewing (MI)« - ein weltweit anerkanntes Konzept zur erfolgreichen Bewältigung von anspruchsvollen Gesprächen, das auch erfolgreich in Mediationen eingesetzt wird.Mediatoren reden oft in einer Weise über Grundzüge und Wesensmerkmale der Mediation, die Außenstehende nicht verstehen und die Konfliktparteien nicht erreicht. Dr. Thomas Lapp, Rechtsanwalt und Mediator, präsentierte in seinem...

Wissenschaftliche Evaluation des Mediationsgesetzes - Befragung

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) hat das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) Speyer, beauftragt, das Mediationsgesetz (MediationsG) einer Evaluation zu unterziehen.Diese Evaluation verfolgt u.a. das Ziel, ein Bild über den Stand der Mediation - insbesondere der freien Mediation - zu gewinnen. Hieraus sollen Schlussfolgerungen zur Förderung der weiteren Verbreitung der Mediation in Deutschland abgeleitet werden.Um dieses Ziel zu erreichen, befragt das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV), eine durch den Bund und alle Länder getragene Forschungseinrichtung, alle Gruppen von Mediatorinnen und Mediatoren.Der Direktor des FÖV und Projektleiter Evaluation des MediationsG Prof. Dr. Dr. h. c. Jan Ziekow bittet Sie daher, den folgenden Fragebogen auszufüllen und dankt Ihnen für Ihre Mitarbeit.Mit Ihrer Teilnahme unterstützen Sie nicht nur das Forschungsvorhaben des FÖV zur Evaluation des Mediationsgesetzes, sondern Sie leisten damit auch einen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Mediation in Deutschland. Denn je mehr Mediatorinnen und Mediatoren sich an dieser Befragung beteiligen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse und desto besser lassen sich Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen ableiten. Über den nachfolgenden Link erreichen Sie die Umfrage, an der Sie bis einschließlich Freitag 11.11.2016 teilnehmen können. Link Evaluation des Mediationsgesetzes - Befragung der Mediatorinnen und Mediatoren Die Befragung ist selbstverständlich anonym und es werden keinerlei personenbezogene Daten gespeichert. Weitere Informationen zur Evaluation des Mediationsgesetzes finden Sie hier:Schreiben des Justizministeriums (BMJV)

»Achtung Abmahnung« – unzulässige Werbung mit der Zertifizierung?

Mit einem Warnhinweis auf Abmahnungen informierte der europaweit größte Bundesverband für Mediation BMeV in der Ausgabe von »Spektrum der Mediation« (Heft 60) seine Mitglieder: Mediatorinnen und Mediatoren, die mit dem Zusatz »zertifiziert« in unterschiedlichen Varianten auftreten, laufen Gefahr durch Anwaltskanzleien kostenintensiv abgemahnt zu werden.So hat bereits ein Mediator die anwaltliche Aufforderung erhalten, sich schriftlich zu verpflichten, zukünftig die Verwendung der Bezeichnung „zertifizierter Mediator" zu unterlassen, für jeden Fall der Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe in Höhe von 3.000 Euro zu zahlen und die Anwaltskosten in Höhe von fast 900 Euro zu leisten. Sollte er diese Erklärung nicht fristgemäß abgeben, wurde ihm ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung in Aussicht gestellt. Weigert sich der Mediator, muß er mit einer Klage - vielleicht sogar durch zwei Instanzen - und mit weiteren erheblichen Kosten rechnen.Auch nach Erlass der »Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungs-Verordnung« (ZMediatAusbV), die erst am 01.09.2017 in Kraft tritt, hat sich an dieser Ausgangslage noch nichts geändert. So empfiehlt auch die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. BAFM folgerichtig allen ausgebildeten Mediator/innen, sich vor diesem Datum weiterhin nicht als »zertifizierter Mediator« nach dem Mediationsgesetz zu bezeichnen.Höchstrichterlich ist bisher noch nicht entschieden, ob ein wettbewerbsrechtlicher Verstoß vorliegt.Wie ist die aktuelle Rechtslage nach Erlass der ZMediatAusbV? ? Was wird empfohlen? Lesen Sie die ausführliche Bewertung unseres Autors, des vorm. BGH-Richters, Prof. Dr. Reinhard Greger und seine Empfehlungen nach Erlass der ZMediatAusbV.   »Der Markt für Mediation ist bekanntlich ein schwieriger. Noch immer stehen Angebot und Nachfrage nicht in einer gesunden Relation, und das Fehlen eines geregelten Berufsbildes erschwert es qualifizierten Anbietern, sich adäquat zu positionieren. Es ist nicht verwunderlich, dass dies zu Wettbewerbsverzerrungen führt.Das Mediationsgesetz von 2012 wollte dem abhelfen, indem es die geschützte, an die Erfüllung besonderer Qualitätsmerkmale geknüpfte Bezeichnung »zertifizierter Mediator« einführte. Welche Voraussetzungen für das Führen dieses »Gütesiegels« zu erfüllen sind, sollte in einer Verordnung des...

Stimmen zur ZMediatAusbV: Dres. Gisela und Hans-Georg Mähler

Wie wird die neue Zertifizierungsverordnung aus der Sicht von Mediator(inn)en, Ausbilder(inne)n, Güterichter(inne)n, Rechtsanwält(inn)en wahrgenommen? Mediation aktuell im Gespräch mit renommierten Experten der Mediation zur ersten Bewertung der Verordnung aus unterschiedlichen Perspektiven.Im Interview: Dr. Gisela Mähler und Dr. Hans-Georg Mähler, Rechtsanwälte und Mediatoren, Cooperative Praxis, Ausbilder BM®, Geschäftsführer und Leiter des Ausbildungsinstituts Eidos-Projekt.Jürgen G. Heim, Redaktion Mediation aktuell: Frau Dr. Mähler, Herr Dr. Mähler, Sie zählen zu den Pionieren der Mediation in Europa und zu den erfahrensten Mediatorinnen und Mediatoren. Seit Beginn der Mediation in Deutschland, Österreich und der Schweiz bilden Sie Mediatorinnen und Mediatoren in Ihrem Ausbildungsinstitut »Eidos-Projekt« aus. Wie bewerten Sie die neue Verordnung?Dres. Mähler: Die ZMediatAusbV tritt am 1.9.2017, also etwa in einem Jahr inkraft. Erst ab diesem Zeitpunkt kann es frühestens »zertifizierte Mediatoren geben.Die RVO erschließt sich nur widerstrebend, man muss sie mehrfach lesen, um sie zu entschlüsseln. Unsere Kernkritik richtet sich darauf, dass sowohl die Ausbildungsinstitute als auch die Mediatoren selbst bestimmen, ob sie »zertifiziert« sind. Diese Selbstermächtigung widerspricht der Rechtsprechung des BGH zum Begriff der »Zertifizierung«, worauf RA Plassmann zurecht hinweist. Die Verbraucher sollten bei diesem Begriff eine qualifizierende kontrollierte Berechtigung erwarten können.Hier wird also – so meinen wir – nachgebessert werden (müssen). Es bedarf einer kontrollierenden organisatorischen Ermächtigung. Wie? Dazu soll weiter unten (II.) Stellung genommen werden.I. Zunächst dazu, wie man zertifizierter Mediator wird und wie man es bleibt: Die Ausbildung zur MediatorIn abzuschließen, ist nach der neune Verordnung relativ einfach; einfacher jedenfalls als durch die Regelung der meisten Verbände. MediatorIn zu bleiben, setzt eigene Praxiserfahrungen voraus.Zu den Eingangsvoraussetzungen gehören: 120 Stunden nach der beigefügten, ursprünglich von den Verbänden formulierten Anlage sowie eine Einzelsupervision nach einem selbst mediierten Mediationsfall (§ 2). Die Bleibevoraussetzung definiert sich über die vorgeschriebene Fortbildung: Innerhalb von vier Jahren werden jeweils 40 Stunden Fortbildung verlangt, mit der Möglichkeit der Vertiefung...

Die neue Zertifizierungsverordnung (ZMediatAusbV) und die Ausbildungsregelungen der Mediationsverbände im D-A-CH-Raum

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat nach der Ermächtigung durch den Bundestag im Jahre 2012 (vgl. §§ 5 und 6 Mediationsgesetz) die neue Verordnung für die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) erlassen.In Kraft treten soll die jetzt veröffentlichte ZMediatAusbV allerdings erst in einem Jahr, am 01.09.2017. Hat die neue Verordnung ihr Ziel erreicht, aussagekräftige Qualitätskriterien über ausgebildete MediatorInnen zu schaffen? Können sich potentiellen Mediandinnen und Medianden an einem »Gütesiegel Zertifizierung« orientieren?Vergleichen Sie selbst:Auf unserem Fachportal haben wir erstmals die Regelungsinhalte der ZMediatAusbV in einer Übersicht mit den Ausbildungsbestimmungen aller großen Mediationsverbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH-Länder) gegenübergestellt:BM (Bundesverband MEDIATION e. V.)BAFM (Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation e. V.)BMWA (Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e. V.)DFfM (Deutsches Forum für Mediation e. V.) mit 11 MitgliedsverbändenDACH (Mediation DACH e. V. Deutschland, Austria, Schweiz)DGM (Deutsche Gesellschaft für Mediation e. V.)BDP (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. )ÖBM (Österreichischer Bundesverband für Mediation)SDM (Schweizerischer Dachverband Mediation)Um die teilweise unterschiedlichen Kriterien einer Mediationsausbildung zu verdeutlichen, wurden in dieser synoptischen Gegenüberstellung folgende Punkte aufgenommen:Verband, OrganisationRichtlinie / SatzungZertifikat / AbschlussZugangsvoraussetzungenZeitstunden Ausbildung (Mindestangabe)Inhalt der AusbildungRegelung Ausbildungsabschluss (Prüfung/Fälle)LaufzeitRezertifizierungPflicht zur FortbildungAnforderungen an Aus- und FortbildungseinrichtungenAlle Angaben sind den online veröffentlichten Fassungen aller Richtlinien und Satzungen der jeweiligen Verbände und der ZMediatAusbV des BMJV entnommen (Stand: 30.09.2016).Vergleichen Sie: Die neue Zertifizierungsverordnung (ZMediatAusbV) und die Ausbildungsregelungen der Mediationsverbände im D-A-CH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) Produktempfehlung Bürgerbeteiligung ...

Stimmen zur ZMediatAusbV aus dem Süden: Lisa Waas und Christian Ertl

Die neue Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) wurde vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) vor wenigen Wochen erlassen.Wie wird die Verordnung aus der Sicht von Mediator(inn)en, Ausbilder(inne)n, Güterichter(inne)n, Rechtsanwält(inn)en wahrgenommen?Mediation aktuell im Gespräch mit renommierten Experten der Mediation zur ersten Bewertung der Verordnung aus unterschiedlichen Perspektiven: Heute mit Lisa Waas, Mediatorin BM® und Ausbilderin für Mediation BM®, Mediatorin SDM-FSM (Schweiz) und ihrem Partner Christian Ertl, Psychologe, Master of Arts in Mediation. Beide sind Geschäftsführer und Leiter ihrer »Akademie Perspektivenwechsel« in München. J. G. Heim, Redaktion Mediation aktuell: Frau Waas, Herr Ertl, Sie bilden seit 2002 Mediatorinnen und Mediatoren in Ihrer Münchener Akademie aus. Enthält die neue Verordnung zur Zertifizierung Überraschungen für Sie?Lisa Waas : Für mich war die größte Überraschung der neu eingeführte Begriff der Einzelsupervision. Davon war vorher so nicht die Rede. Und überrascht hat mich der Zeitpunkt, zu dem die Verordnung erlassen wurde. Nach so vielen Jahren des Wartens hätte ich nicht gedacht, dass die Verordnung noch vor der vorgesehenen Evaluierung nächsten Jahres kommt. Rechtliche Zusammenhänge mit den Streitmittlern in Verbraucherschlichtungsstellen waren da wohl der ausschlaggebende Faktor.Mediation aktuell: Welche Änderungen fallen Ihnen positiv auf? Welche Vorteile haben die Neufassungen?Christian Ertl: Als allererstes ist mir positiv aufgefallen, dass es keine Beschränkungen mehr gibt, wer »Zertifizierter Mediator« werden darf. Die diesbezügliche Regelung, dass man eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Hochschulstudium benötigt, ist nicht mehr Bestandteil der Verordnung und bezieht sich jetzt nur noch als notwendige Voraussetzung auf AusbilderInnen von MediatorInnen. Auch den mit der Ausbildung verknüpften Praxisnachweis einer durchgeführten Mediation innerhalb eines Jahres und die erforderlichen Supervisionen innerhalb der beiden Jahre nach Beendigung der Ausbildung, halte ich für einen konstruktiven neuen Bestandteil der Verordnung. Sie tragen deutlich zur Steigerung des Praxistransfers bei. Die dauerhafte Fortbildungspflicht ist der richtige Weg um Mediatoren nach der Ausbildung...