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»Der Weg zur Versöhnung: Mediation mit Ex-Terroristen«

Die Tochter des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro sowie zwei Ex-Brigadisten, die in seine Entführung und Ermordung 1978 involviert waren, berichten am 14.01.2017 erstmals in Deutschland über ein seit sieben Jahren andauerndes Mediationsverfahren.An diesem Versöhnungsprozess, der 2008 fernab der Öffentlichkeit begann, beteiligten sich mehr als 25 Betroffene - Opfer bzw. Angehörige von Opfern und ehemalige Mitglieder der terroristischen »Brigate Rosse«.Ihre Begegnungen wurden von drei Mediatoren begleitet: dem Jesuiten Guido Bertagna,dem Kriminologen Adolfo Ceretti und der Juristin Claudia Mazzucato.Die Ex-Brigadisten haben zum Teil jahrzehntelange Haftstrafen verbüßt. Als Vorbild für den Versuch, über die reine Bestrafung der Täter hinaus eine tiefergehende Wiedergutmachung zu erreichen, dienten die südafrikanische »Wahrheits- und Versöhnungskommission« und die Prinzipien der sog. »Restorative Justice«.Agnese Moro, Adriana Feranda und Franco Bonisoli berichten nun erstmals in Deutschland über ihre ganz persönlichen Erfahrungen in diesem Versöhnungsprozess. Der Strafrechtsgelehrte Gabrio Forti, Garant des Verfahrens, führt in die historischen Zusammenhänge und Hintergründe ein. Die drei Mediatoren geben Einblicke in die angewandten Methoden der Mediation.Eine der Graduiertenschulen des Max‐Planck‐Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht bzw. die IMPRS on Retaliation, Mediation and Punishment in Freiburg möchte die deutsche Öffentlichkeit über dieses Projekt informieren und Denkanstöße für die Bewältigung der eigenen Vergangenheit in ähnlich gelagerten Fällen geben.Die Veranstaltung am Samstag, 14. Januar 2017, 19:30 Uhr, findet in Freiburg im Kommunalen Kino, Urachstr. 40, auf Italienisch (mit Simultanübersetzung) statt und wird vom Italienischen Konsulat, vom Kommunalen Kino und vom Verein Centro Culturale Italiano unterstützt. Um Reservierung wird gebeten über 0761‐45980022 oder www.koki‐freiburg.de. (Quelle: MPI Freiburg) Literaturempfehlung Konflikte fordern...

»3. Bayerischer Mediationstag« am 26. Januar 2017 in München

»Alles ist im Fluss. Die Welt ändert sich, Deutschland ändert sich. In diesen bewegten Zeiten ist unsere Gesellschaft im Wandel begriffen - in nahezu all ihren Facetten.Dies ist Anlass genug, den Umgang mit Konflikten zu überdenken. In der Rechtspraxis und der Wirtschaft stehen kulturelle Unterschiede und Differenzen im gesellschaftlichen Selbstverständnis möglichen praxistauglichen Lösungen nicht selten im Weg.Und doch gibt es Handlungsempfehlungen und Strategien in Wissenschaft, Recht und Praxis, die jeweils den Umgang mit der konkreten Streitsituation erleichtern und zum Ziel - der Konfliktlösung - führen.« Die Veranstalter des 3. Bayerischen Mediationstages - das Bayerische Staatsministerium der Justiz, die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, die Rechtsanwaltskammern München, Nürnberg und Bamberg, der Bayerische Anwaltverband und die MediationsZentrale München - wollen daran anknüpfen und Impulse geben:Unter dem Leitthema »Konflikt in Wirtschaft und Gesellschaft - verhandeln, verstehen, vermitteln« findet am Freitag 26. Januar 2017 der 3. Bayerischen Mediationstag in der IHK Akademie München statt.Prof. Dr. Ulla Gläßer (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt-Oder) eröffnet die Tagung mit ihrem Impulsreferat »Gerichtlich oder außergerichtlich? Vom Zusammenspiel der Konfliktbearbeitungsverfahren«, gefolgt von Dr. Katharina Kriegel-Schmidt (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg) mit ihrem Thema »Interkulturelle Mediation« sowie Prof. Dr. Dieter Frey (Ludwig-Maximilians-Universität München) über »Vertrackte Situationen - Wege zur gelungenen Mediation«In den Foren werden u. a. Felix Braun (Vorstand des Zentrums für Schlichtung e. V.) und Prof. Dr. Jörn Steike (Vorstand der Rechtsanwaltskammer München) über »Erste Erfahrungen zum Neuen Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG)« berichten.Der Bayerische Mediationstag bietet wieder ein breites Spektrum von Mediationssthemen für Angehörige aller Rechtsberufe, für Unternehmer, Freiberufler, Vertreter der Bau-, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie für Mediatoren, Schlichter, Sachverständige und alle weiteren Anbieter einvernehmlicher Konfliktlösung. Anmeldungen sind noch möglichWeitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier:--> VeranstaltungsortIHK Akademie MünchenOrleanstraße 10 - 1281669 München --> Flyer Programm 3. Bayerischer Mediationstag--> Anmeldung Produktempfehlung...

»Mediation - Einfach.Besser.Streiten«

Auf dem Mediationskongress in Dresden konnte der Bundesverband Mediation BM erstmals seine neue Info-Broschüre »Mediation - Einfach.Besser.Streiten« präsentieren.Auf insgesamt 32 Seiten erläutert dieser Wegweiser durch die Mediationslandschaft die Grundlagen der Mediation und zeigt, warum Mediationsverfahren in vielen Fällen zeitnah zu konstruktiven Lösungen in Konflikten führen können - gemeinsam mit dem Gegenüber, konstruktiv und nachhaltig unter Berücksichtigung aller Interessen. Das Gemeinschaftsprojekt der drei Verbände BAFM, BM und BMWA (Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation, Bundesverband Mediation und Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt) erläutert mit ausgewählten Fallbeispielen und systematischen Darstellungen• die Anwendungsfelder, in denen Mediation praktiziert wird - und was sie dort leisten kann,• den Ablauf des phasengesteuerten Verfahrens,• die Rolle und Qualifikation von MediatorInnen,• die Kosten einer Mediation sowie• die Abgrenzung zu anderen Verfahren.Das neue Konzept für Aufbau, Inhalte, Textgestaltung und Illustrationen löst die bisherige Info-Broschüre ab.Ein Auszug aus dem Inhalt kann auf der Website des BM unter folgendem Link eingesehen werden:Für Mitglieder der drei Verbände BM, BAFM und BMWA stehen die Broschüren kostenfrei zur Verfügung; für Nicht-Mitglieder wird eine Schutzgebühr erhoben.

Zuviel Intuition – zu wenig System: Klare Defizite im Verhandlungsmanagement deutscher Unternehmen

Die Praxis des Verhandlungsmanagements in deutschen Unternehmen stand im Fokus einer empirischen Studie, die das Institut für Konfliktmanagement (IKM) der Europa-Universität Viadrina und das Center for Corporate Skills & Dispute Competence (CODI) der EBS Universität für Wirtschaft erstellt hat. Im ersten Halbjahr 2016 wurden mit Unterstützung des Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft (RTMKM) knapp 300 Unternehmensvertreter in Deutschland befragt.Die Befragung konzentriert sich auf drei Themenkomplexe:• Den Status quo der Verhandlungspraxis und -kompetenz in den Unternehmen: wie wird in den Unternehmen verhandelt und wie ist es um die Verhandlungskompetenz der Beschäftigten bestellt?• Die Qualifikation der Verhandler: welche Initiativen werden von den Unternehmen zur Stärkung der Verhandler-Persönlichkeit ergriffen?• Den Grad der systematischen Herangehensweise an Verhandlungen: welche Aktivitäten zur Optimierung der Verhandlungsprozesse werden unternommenDamit kombiniert die Studie einen individuellen und einen organisationalen Fokus:Das Interesse gilt zum einem• der Person des Verhandlers und zum anderen• den institutionalisierten Rahmenbedingungen für professionelles Verhandeln in den Organisationen,um herauszufinden, an welchen Stellen die Verhandlungsvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung in deutschen Unternehmen im einzelnen suboptimal gestaltet ist.Das Befragungsergebnis:Mehr Intuition als System – das Verhandlungsmanagement von deutschen Unternehmen weist Defizite auf. Das Verhandlungsmanagement von Unternehmen in Deutschland ist demnach noch zu wenig systematisiert. Die Mehrzahl der Verhandler agiert in der Regel ohne oder mit ungeeigneten Zielvorgaben; ein systematisierter Austausch mit Vorgesetzen findet de facto nicht statt; Verhandlungsablauf und Verhandlungsergebnisse werden im Nachgang selten evaluiert.Die Empfehlungen von IKM und Codi:Das Verständnis von Verhandlungen muss sich ändern - sowohl auf der Mikro- (Gestaltung einzelner Verhandlungen), als auch auf der Makroebene (Verzahnung der notwendigen Bestandteile mit den im Unternehmen bereits vorhandenen Management-Systemen), um eine Professionalisierung des Verhandlungsmanagements erreichen zu können.Denn Verhandlungen sind in der Regel keine punktuellen Ereignisse, sondern ein prozesshaftes Geschehen. Die Unternehmensführung soll den Aufbau eines »negotiation-wise management« unterstützen: Sie soll sich der Relevanz wertschöpfenden Verhandelns bewusst sein, dieses...

Spektrum der Mediation 65 - »Schulen und Stile«

Die unterschiedlichen Schulen und Stile der Mediation und ihre Ordnungs- und Strukturierungssyste­me stehen im Mittelpunkt dieser neuen Ausgabe von »Spektrum der Mediation 65«.Ein Auszug aus dem Editorial:»... Verschaffen Sie sich einen Überblick (z. B. durch das Mediations-Metamodell von Prof. Dr. Nadja Alexander), tauchen Sie in verschiedene Ansätze und Vorgehensweisen ein in unterschiedlichen situativen Kontexten (aufgezeigt von Prof. Dr. Thomas Knobloch et al.) oder aufgrund eines zugrundeliegenden Mediationsverständnisses (wie der Trans­formativen Mediation als klassischer »Mediationsschule« beschrieben von Christian Hartwig). Und lassen Sie sich ins­pirieren durch neue Impulse - eingefangen auf dem BM-Medi­ationskongress am 4. und 5. November 2016 in Dresden. Dieses Heft zeichnet sich zudem durch eine redaktionelle Vielfalt aus: Jürgen Heim und Gerlinde Preis (Redaktion) ha­ben gemeinsam mit Zoë Schlär und Prof. Dr. Thomas Knob­loch (HeftpatInnen) die spannenden Beiträge für Sie zusam­mengestellt. Zudem hat uns Blanka Weber (freie Journalistin) auf dem Mediationskongress bei der Berichterstattung mit spannenden Interviews und Beiträgen unterstützt…...«(Alexandra Bielecke, Vorst. BM)Lang erwartet und doch überraschend erschienen ist die Rechtsverordnung über Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren(ZMediatAusbV). Lesen Sie die mitunter kritischen Stimmen bekannter Vertreter aus Praxis und Lehre.AlleEinzelartikel dieser Ausgabe »Schulen und -stile« sind für Sie auch als PDF verfügbar. Ein kleiner Auszug: Die Potenziale des 8-Stufen-Dialogs in der MediationNeue Wege mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) von Ingrid HollerEine Mediation bietet Möglichkeiten, Konflikte gewaltfrei zu klären. Darin liegt ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, das auch gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der »Gewaltfreien Kommunikation« wurden neue Wege entwickelt, dieses Potenzial so umfassend wie möglich zu nutzen. Wertschätzung, Bedauern oder ein Perspektivenwechsel können situative Wendepunkte in einem Mediationsverfahren darstellen. In diesem Beitrag wird exemplarisch das Vorgehen im Perspektivenwechsel anhand eines von der Autorin mitentwickelten 8-Stufen-Dialogs vorgestellt. Das Mediations-Metamodell Ein konzeptueller Rahmen für die internationale Mediationspraxis von Prof. Dr. Nadja Alexander Mediation ist ein flexibler Prozess, der...

»Achtung Abmahnung« – unzulässige Werbung mit der Zertifizierung?

Auch nach Erlass der »Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungs-Verordnung« (ZMediatAusbV) hat sich an der Ausgangslage noch nichts geändert: Mediatorinnen und Mediatoren sollten sich weiterhin nicht als »zertifizierter Mediator« nach dem Mediationsgesetz bezeichnen. Dies empfiehlt auch die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. BAFM folgerichtig allen ausgebildeten Mediator/innen.Zur Erinnerung:Mit einem Warnhinweis auf Abmahnungen hatte der europaweit größte Bundesverband für Mediation BMeV in der Ausgabe von »Spektrum der Mediation« (Heft 60) seine Mitglieder informiert: Mediatorinnen und Mediatoren, die mit dem Zusatz »zertifiziert« in unterschiedlichen Varianten auftreten, laufen Gefahr durch Anwaltskanzleien kostenintensiv abgemahnt zu werden.So wurde einem Berliner Mediator bereits die anwaltliche Aufforderung zugestellt, sich schriftlich zu verpflichten, zukünftig die Verwendung der Bezeichnung „zertifizierter Mediator" zu unterlassen. Für jeden Fall der Zuwiderhandlung hat er eine Vertragsstrafe in Höhe von 3.000 Euro zu zahlen und die Anwaltskosten in Höhe von fast 900 Euro zu leisten. Sollte er diese Erklärung nicht fristgemäß abgeben, wurde ihm ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung in Aussicht gestellt. Weigert sich der Mediator, muß er mit einer Klage - vielleicht sogar durch zwei Instanzen - und mit weiteren erheblichen Kosten rechnen.Höchstrichterlich ist bisher noch nicht entschieden, ob ein wettbewerbsrechtlicher Verstoß vorliegt.Wie ist die aktuelle Rechtslage nach Erlass der ZMediatAusbV? ?Was wird empfohlen? Lesen Sie die ausführliche Bewertung unseres Autors, des vorm. BGH-Richters, Prof. Dr. Reinhard Greger und seine Empfehlungen nach Erlass der ZMediatAusbV. »Der Markt für Mediation ist bekanntlich ein schwieriger. Noch immer stehen Angebot und Nachfrage nicht in einer gesunden Relation, und das Fehlen eines geregelten Berufsbildes erschwert es qualifizierten Anbietern, sich adäquat zu positionieren. Es ist nicht verwunderlich, dass dies zu Wettbewerbsverzerrungen führt.Das Mediationsgesetz von 2012 wollte dem abhelfen, indem es die geschützte, an die Erfüllung besonderer Qualitätsmerkmale geknüpfte Bezeichnung »zertifizierter Mediator« einführte. Welche Voraussetzungen für das Führen dieses »Gütesiegels« zu erfüllen sind, sollte in einer Verordnung des Bundesjustizministeriums geregelt werden. Ein...