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Petruskirche Dessau-Roßlau
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Innen wohnt die Schönheit

Gedanken zum Monatsspruch Mai Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst. (1. Korintherbrief 6, Vers 19) Schau doch mal in den Spiegel? Und? Bist Du zufrieden mit deinem Körper? Oder haderst Du mit dem, was deine Augen sehen? Die einen können ihr Äußeres ganz gut annehmen. Anderen fällt das deutlich schwerer. Den einen stören ihre Falten im Gesicht. Andere beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn sie weiter abwärts ihren Bauch betrachten. Einen Makel kann jede und jeder bei sich finden. Es fragt sich nur, wie man mit den vermeintlichen Unzulänglichkeiten umgeht? Viele betreiben regelrechten Körperkult, treiben aufwendig Sport, achten akribisch auf ihre Ernährung, unterwerfen sich Hungerdiäten. Andere helfen ihrem Ideal von Schönheit nach, indem sie sich piercen, tätowieren oder sich teuren Schönheits-OPs unterziehen. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Apps, die beim Styling und bei der Schönheitsoptimierung behilflich sein wollen. Nun hören wir im Monatsspruch für Mai, dass unsere Gestalt von Gott kommt. ER hat jeden Einzelnen so gemacht und so erdacht, wie er eben ist. Der Körper ist eine Gabe Gottes. Mein Körper also ein Geschenk an mich. Nun liegt es an mir, dieses Geschenk anzunehmen. Das gelingt mir, wenn ich weiß, dass mein Leib ein Gefäß ist, ein Tempel des Heiligen Geistes. Dem Geist ist das Aussehen des Gefäßes gleichgültig. ER ist nie unzufrieden mit unserem Aussehen. Beten wir darum, dass Gottes Geist uns beseelt! Wo ER wohnt, lebt ansteckende Be-„geist“-erung. Da leuchtet etwas aus uns, was uns wirklich schön macht. Da blüht etwas in uns auf, wie so ein Kirschzweig im Frühling. Verliebten Menschen sagt man ja nach, sie würden eine besondere Ausstrahlung haben. Ihre Schönheit kommt gewiss nicht vom verbesserten Lidstrich. Sie formt...

Dessau-Nord Gedenkt

Fahrrad fahren für die Flüchtlingshilfe in Dessau-Roßlau Das wollten am 19. März gut 200 Bürgerinnen in unserem Stadtteil. Das Ergebnis: 400 EURO für Menschen in Not! Die Organisatoren von “Dessau Nord Gedenkt” sagen DANKE! Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Neben der Freude beim “Runden drehen” auf dem Fahrradkurs, auf der Laufstrecke und bei passender Musik auf dem Lidiceplatz kamen insgesamt genau 800 EURO an Spendengeldern zusammen. Ein Teil des Geldes wurde bereits einem wohltätigen Zweck in der Stadt zugeführt. Für die Spende der Laufenden und Radfahrenden suchen die Organisatoren derzeit nach einer geeigneten Verwendung im Umfeld einer Flüchtlingsunterkunft. Wir danken allen Teilnehmenden und allen die mitgeholfen haben, die Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Ein besonderer Dank geht an die Polizei und an die Stadt sowie Stadtpflege, die für die Sicherheit der Veranstaltung gesorgt haben. Auf der 600 Meter langen Fahrradstrecke zwischen Rondell Mendelssohnstraße und Rondell Goethestraße ging es bunt zu. Neben den Radfahrenden nutzten zahlreiche Menschen die Gunst der Stunde und waren mit Inlineskates unterwegs. Es gab leckere Crepes und Suppe. Ganz besonders gefreut haben sich viele Kinder, die in kleinen Gruppen oder alleine ausgetestet haben, wer der schnellste ist. Sogar der Oberbürgermeister wurde gesichtet. Danken möchten wir den AnwohnerInnen, die den Zweck der Veranstaltung erkannt haben und einige Stunden auf die Stellplätze im direkten Umfeld der Wohnung verzichten konnten. Es gab durchweg positive Rückmeldungen und Verständnis für Idee und Anliegen. Die lebhafte Ruhe auf den Straßen war eine schöne Erfahrung. Den Einsatz der Spendengelder werden wir in der Presse bekannt geben und “Mit`s Rad Natürlich” überbringen.

Getröstet zurück ins Leben finden

Gedanken zur Jahreslosung 2016 Gott spricht: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet. (Die Bibel: Jesaja 66,13) Sie sitzt mir gegenüber wie ein Häufchen Elend. Unentwegt rollen Tränen über ihr Gesicht. Sie schluchzt im Chaos ihrer schmerzhaften Gedanken und Empfindungen. Ich sitze als Pfarrer und Seelsorger bei ihr im Wohnzimmer. Vor kurzem saß sie hier noch ganz vertraut mit ihrem geliebten Ehemann. Gestern Nachmittag aber ist er einfach umgefallen und war tot. Ein schwerer Schlaganfall, ohne jede Vorwarnung, mit 45 Jahren. Wie will man hier trösten? Es fehlen einem die Worte. Jeder noch so zaghafte Versuch eines mutmachenden Zuspruchs schmeckt mehr nach Ver-tröstung als nach Trost. Wer so massiv aus der Bahn seines Lebens geworfen wurde, braucht keine Worte, sondern Nähe, Geduld und Anteilnahme. Alle Träume sind geplatzt. Da ist kein Licht am Ende des Tunnels. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Die untröstliche Frau wird Zeit brauchen, um Trost auf- und annehmen zu können. Kann es sein, dass der Zuspruch Gottes in der Jahreslosung 2016 auch nicht gleich bei jedem ankommt? Vielleicht steckt jemand zu tief in Not und Einsamkeit, in Leid und Kummer, dass der Zuspruch nicht greifen will. Vielleicht braucht es schlichtweg Zeit, ehe das biblische Trostwort wirksam anspricht. Was will es uns denn sagen – dieses tröstliche Wort des Propheten Jesaja? Es stellt uns Gott mit einer mütterlich fürsorglichen Eigenschaft vor. Mütterlicher Trost hat viel mit Nähe zu tun. Eine Mutter schließt ihr Kind in die Arme, wenn es sich das Knie aufgeschlagen hat und „untröstlich“ ist. Gott ist mir also in mütterlicher Art zugeneigt, steht mir zur Seite, gibt mir Nahrung, lehrt mich sprechen, erklärt mir die Welt und leidet mit mir, wenn es mir schlecht geht. Jesaja richtet sein Wort an Menschen, die nach...

Prophetische Sichtweise

Gedanken zum Monatsspruch Dezember Jauchzet, ihr Himmel; freue dich Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden. (Die Bibel: Jesaja 49,13) Ist das wirklich so? Ist der Trost, von dem hier die Rede ist, nicht Augenwischerei? Geht er nicht an der Realität vorbei? 60 Millionen Menschen haben derzeit ihre Heimat verlassen und sind auf der Flucht. Krieg und Terror haben sie vertrieben. Dunkel sind die Wege, auf denen sie einen Ort suchen, an dem sie leben könnten. Die meisten von ihnen kommen nicht an. Sie finden nicht den lebenswerten Ort. Ihre vorübergehende neue Heimat – wenn man überhaupt davon sprechen kann – bleibt für viele ein überfülltes Flüchtlingslager. Wie will man da Jauchzen? Wo soll da Freude aufkommen? Und was ist daran lobenswert? Jesaja spricht sein Wort in eine Zeit, in der sein Volk fern der Heimat lebte. Zerstört die heimischen Städte und Dörfer. Verwüstet der heilige Tempel. Die Stätte der Glaubensvergewisserung: ein Trümmerfeld. Und nun hausten sie in der Fremde und in anderem Kulturkreis. Die Realität fühlte sich an, als sei man von Gott verlassen. Und da hinein platzt dieses Prophetenwort voller Zuversicht und Optimismus. Kann es sein, dass der Prophet Jesaja mehr sieht, als die vermeintlich trostlose Realität hergibt? Er erinnert sein Volk gegen den vermeintlichen Augenschein. Da ist der Bund Gottes mit seinem Volk, der nie aufgehoben wurde. Gott ist also noch in der Nähe, ist nach wie vor ansprechbar und „will jeden trösten, wie eine Mutter tröstet“ (Jahreslosung 2016). Das hat nichts mit Realitätsferne zu tun. Vielmehr sieht Jesaja die Möglichkeiten, die aus dem Elend führen. So spricht er vom neuen Anfang, von neuer Freiheit und von einem Licht inmitten der Finsternis. In der Advents- und Weihnachtszeit konzentrieren wir unseren...

Zweifel im Glauben

Gedanken zum Monatsspruch November Erbarmt euch derer, die zweifeln. (Die Bibel: Judasbrief 1,22) Zweifel gehören zum Leben. Auch der getaufte und gläubige Christenmensch trägt sie in sich. Manchmal sind sie sogar angebracht. Wir müssen nicht alles glauben, was wir hören oder le-sen. Das wäre naiv und leichtfertig. Als aufgeklärte Menschen leben wir heute mit einem methodischen Zweifel. Wir üben „Kritik mit der reinen Vernunft“. Wir hinterfragen, bis uns ausreichend Argumente überzeugt haben. So hält die kritische Nachfrage unser Denken und Handeln in Bewegung. Vom gesunden Zweifel der Aufklärung spricht der Monatsspruch für November allerdings nicht. Im Judasbrief geht es um tiefe Glaubenszweifel. Das griechische Wort, das Martin Luther ins Deutsche mit „zweifeln“ übersetzt hat, bedeutet auch: „mit sich im Streit liegen“. Wer kennt ihn nicht, den quälenden inneren Kampf? Ich möchte glauben, möchte vertrauen, aber ich wage es nicht (mehr). Zu groß ist die Verletzung. Zu tief die Wunde. Ich habe meine Zweifel, weil mein Vertrauen beschädigt ist. Wer in seinem Vertrauen erschüttert wurde, beginnt zu zweifeln, an der Güte von Menschen und bald auch an Gott selbst. Vom Zweifel bis zur Verzweiflung ist es nicht weit. Zweifel tauchen auf in Lebenskrisen, wo wir einen Menschen oder Gott nicht mehr verstehen können. Zweifel kommen, wo unser Glaube und unsere Erfahrung nicht mehr zusammenpassen. Sie kommen, wo wir Gottes Nähe nicht mehr spüren. Wie gehen wir mit Menschen um, die zweifeln? Christen, die Zweifel äußern, oder in Zweifeln stecken, erleben manchmal, dass sie von anderen Christen gemieden oder zurechtgewiesen werden. Das ist hartherzig und selbstgerecht. Ein überheblicher Umgang innerhalb der christlichen Gemeinde ist in meinen Augen zweifelhaft, der Zweifel schafft. Deshalb werden die vermeintlich starken und selbstbewussten Christenmenschen in dem Bibelwort gebeten: Erbarmt euch derer die zweifeln! Habt Mitleid mit ihnen! Zweifel sind...