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multikulinarisches
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GeschmacksFrage Dezember

Entschuldigt die Verspätung! Ich hatte eine anstrengende und eher unerfreuliche Woche. Ein Spaziergang bei wundervollem Sonnenschein heute hat mir den Kopf halbwegs wieder gerade gerückt. Und dabei fiel mir auf, dass ich gestern die GeschmacksFrage verpasst habe zu stellen. Deshalb reiche ich sie hiermit schnell nach. Nach meinem Teigtaschen-Beinahe-Desaster von letzter Woche mache ich meinen Angstgegner zum Thema des Monats:

Kartoffelteigtaschen mit Teltower Rübchen

Ich mag Teigtaschen. Sie mich weniger. Mir fehlt die Übung. Und dafür Geduld. Nichtsdestotrotz versuche ich mich hin und wieder an der einen oder anderen Teigtasche. Diesmal Kartoffelteig-Taschen mit Teltower-Rübchen-Füllung. Kartoffelteig-Taschen mit Teltower Rübchen gefüllt © multikulinarisch[es] Ausschlaggebend waren die auf dem Zehlendorfer Markt entdeckten und mit Feude heim getragenen Teltower Rübchen. Die runzligen und aroma-starken Rübchen aus märkischem Sand sind eine Delikatesse. Demzufolge wollte ich sie angemessen in Szene setzen. Nach der Lektüre diverser Teltower-Rübchen-Rezepte im Buch Berliner & Brandernburger Meisterköche, sowie im Deutsche Küche-Klassiker, entschied ich mich ein eigenes Rezept zu probieren und die Teltower Rübchen als Farce in Teigtaschen zu füllen. Den besehenen Rezepten entnahm ich die Tipps, den Rübchen etwas Puderzucker zum Karamellisieren angedeihen zu lassen, sowie sie in Sahne zu garen. Im Knödelkochbuch von Ingrid Pernkopf fand sich zudem ein Tascherl-Teig, in welchem ich die Teltower Rübchen verpacken wollte. Leider hatte ich weniger Mehl im Mehlfass, als das Rezept verlangte. Dennoch ließ sich ein formbarer Teig angenehmer Konsistenz erkneten. Teltower Rübchen, in seiner runzligen Pracht Abgesehen von der langen Garzeit der Rüben, war das Prozedere einfach. Ein Leck in den antizipierten Genuss machten dann jene Teigtaschen, die ihr kostbares Innenleben ins Kochwasser entließen. Wie schade! Trotz allem blieben uns ein paar heile (und vollständige) Exemplare erhalten. Zusammen mit der dunklen Soße, die wie die Rübchen-Farce mit weißem Malabar-Pfeffer abgeschmeckt war und einen wunderbar würzigen Rahmen bot, waren die Teigtaschen, insbesondere die Gefüllten, ein Hochgenuss. Ich hatte meinen Herrn Schatz gebeten, rotes Schmorfleisch zu besorgen. Gulasch war aus und er kam mit Rouladenfleisch heim. Also musste ich improvisieren und habe das Fleisch wie Rouladen angebraten und gegart. Den fleischigen Teil schreibe ich der Vollständigkeit halber mit ins Rezept, auch wenn sich die Fleisch-Könner unter euch...

GeschmacksFrage November

Nebst allerlei Aufregung, hat die vergangene Zeit Blogger-Kollegin Cecilia neu an Bord meiner Firma gebracht. Das ist toll! Sie ist Hülsenfrüchte-Spezialistin und betreibt den Themenblog Beanbeat. Neulich erzählte sie mir, dass wir im Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte (PDF) leben. Bevor das Jahr also die Hülsen fallen lässt, möchte ich euch in Kooperation mit Cecilia eine Gewissensfrage in Sachen Hülsenfrüchte stellen. (siehe Liste

Apfelkuchen mit Hagebutten-i-Tüpfelchen

Nach dem gefühlt guten Start, entwickelte sich meine neue Arbeit zur emotionalen Achterbahnfahrt mit defizitärer Auswirkung auf Schlaf und Hosenbund. Der Geschäftsführerwechsel in der Firma fühlt sich an wie der Umstieg zwischen zwei Ruderkähnen. Schon mal mitgemacht?? Es schaukelt heftig und man weiß nicht, ob wer über Bord fällt. Außerdem mag man sich von dem anderen Kahn nicht so recht trennen … Apfelkuchen mit Hagebuttenmark © multikulinarisches Was die Situation im vergangenen Monat nicht leichter gemacht hat, war die mir leider fehlende Agentourroutine und sehr knapp bemessene Einarbeitung. Ein halber Tag, um genau zu sein. In Folge fühlte ich mich unsicher mit Aufgaben, die bei falscher Handhabung große Websites oder Projekt-Versionierungen hätten lahm legen können. Auch das schnelle Umswitchen zwischen vielen Projekten brauchte Übung, um auf Anhieb zu wissen, wo das jeweilige Projekt liegt und wo die Zugangsdaten zu eruieren sind, wenn sie nicht dort sind, wo sie sein sollten. Inzwischen läuft es flüssiger und seit Dienstag arbeite ich sogar an einem sehr spannenden Teil-Projekt. Ganz nach meinem Geschmack. Hoffentlich kommende Woche auch noch … Denn es kommt eine weitere Mitarbeiterin an Bord. Jedenfalls fühle ich mich momentan in Firma, Projekt und Haut wohl. Ich liebe die Dynamik und Schöpfungskraft von Programmiersprachen wie PHP! Selbst starre Strukturen, wie sie Frameworks und Content Management-Systeme vorgeben, lassen sich individuell modellieren. Wie Kuchen. Man nimmt ein zur Saison und zum Appetit kompatibles Rezept und passt es den Vorratsbeschränkungen an, bzw. schmückt es nach eigenen Vorlieben aus. Das war jetzt quasi die Überleitung zum folgenden Apfelkuchenrezept. Im Original ein von der Wilden Henne viel gepriesener Klassiker toskanischer Backkunst, habe ich ihn noch mit Hagebuttenmus und Anis gepimpt. Dieser Apfelkuchen mit Hagebutte ist seit letztem Herbst des Mittagskochers Lieblingsapfelkuchen. Mein Herr Schatz bekam ihn dieses Jahr zum Geburtstag gebacken. Ein kleiner...

ShowBiss #14

Vergangenes Wochenende war ich im Bröhan-Museum, um mir die kleine Ausstellung mit Bildern der Künstler Martin Brandenburg und Hans Baluschek anzusehen. Beide Künstler, die zudem Freunde waren, gehörten zu den frühen Mitgliedern der Künstlervereinigung Berliner Secession. Die eher mythisch anmutenden Bilder Brandenburgs standen den von Hans Baluschek festgehaltenen pragmatischen Alltagsszenen gegenüber. Viele zeigen schonungslos den harten und tristen Arbeitsalltag des einfachen Berliners Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein erfrischender Kontrast bildete das Bild namens Hier können Familien Kaffee kochen, das – mit zwinkerndem Auge überzeichnet – eine Berliner Eigentümlichkeit zeigt, die wunderbar als ShowBiss passt … und zudem zu einer neuen Serie inspiriert. Zum Kochen komme ich ja kaum noch und der Auftakt der 'Wilde Blogs-Serie' verzögert sich leider, weil ich noch auf Feedback der jeweiligen Blogger warte. Vorfreude ist bekanntlich ja eh die Beste … Hier nun das Bild von Hans Baluschek aus dem Jahre 1895. Titel: Hier können Familien Kaffee kochen Jahr: 1895 Copyright: Von Hans Baluschek gemeinfrei, via Wikimedia

PflückStück: Lampionblume

Bevor wir mit Lampionblumen in Herbststimmung geraten, ein sommerlicher Rückblick vorab. Mein Artikel für den ENTEGA-Blog zum Thema Wildkräuter ist online. Falls ihr mal schauen mögt … Nun zum wohl letzten verbloggten PflückStück diesen Jahres: Alljährlich hängt die Lampionblume (gute Nachbildung der heimischen wilden Blasenkirsche) bei uns zur Herbst-Deko vom Ast an der Wohnzimmerdecke. Ich mag das kräftige Orange der Fruchthüllen, sowie deren artistische Form. Dass diese hübschen Gewächse nicht nur beim Floristen oder in Nachbars Garten, sondern auch in freier Wildbahn anzutreffen sind, erfuhr ich erst aus meinem Lieblings-Bestimmungsbuch für essbare Wildpflanzen. Lampionblume – mehr als hübsche Deko Aus dem Häuschen war ich, als ich Ende August unweit von hier über eine lütte Ansammlung Lampionblumen stolperte. Wortwörtlich. Eine weitaus üppigere Quelle für die schmackhaften Früchte der Lampionblume tat sich im September beim Besuch eines Open-Air-Lokals auf, als ich spazierende Frauen mit einem Strauß Lampionblumen des Weges kommen sah und sie sogleich nach dem Fundort befragte. Auch ohne botanische Fachkenntnisse ist die Verwandschaft der heimischen Blasenkirsche (Physalis alkekengi) mit der importierten Kapstachelbeere bzw. Andenbeere (Physalis peruviana) augenscheinlich. Beides sind Blasenkirschen (Physalis). Der dekorative ballonartige Blütenkelch ist bei der einheimischen Lampionblume intensiv orange. Ebenso die Frucht. Während die grünen Pflanzenteile des Nachtschattengewächses leicht giftig sind und zu einer Reizung des Magen-Darm-Traktes führen können (siehe Informationszentrale gegen Vergiftungen), herrscht bei den Früchten geteilte Meinung. Um hier bestmöglich Auskunft geben zu können, habe ich mich ein wenig durch das deep web gegraben und Folgendes eruiert: Es finden sich zahlreiche Artikel, die sich mit der antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung der Physalis auseinandersetzen. Nicht ohne Grund spielt die in ca. 90 Arten weltweit vertretene Physalis in vielen Kulturen eine wichtige Rolle in der Naturmedizin. Untersuchungen zur Toxizität des Fruchtextraktes weisen auf eine schädigende Wirkung...