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lecker essen in berlin!
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Der Kunger-Kiez: Leben zwischen Säuferkneipe und Feinschmecker-Restaurant

Charming Karl-Kunger-StraßeIch habe es versprochen. Als ich mir das erste Mal über den Kunger-Kiez so meine Gedanken („Warum wir ein bisschen mehr Wohlstand in Berlin brauchen“) machte und sie hier der Welt mitteilte. Mit den Worten „Fortsetzung folgt“ ließ ich mein ersten Text im November 2010 enden. Das sind, ich schäme mich dafür, gute viereinhalb Jahre verschleppte Ankündigung. Die freundliche Ermahnung im Oktober 2013, dass es nun an der Zeit sei, die Fortsetzung zu schreiben, ließ ich scheinbar unbeachtet. „Ich würde darum bitten der Ankündigung einer Fortsetzung nachzukommen und jetzt fast drei Jahre nach veröffentlichung dieses Artikels das Thema erneut aufzugreifen“, schrieb die oder der nette Anonyme und ja: wer auch immer du bist, du hattest so recht.Ok, nachdem ich lange vor meiner Schreibblockade kapitulierte, nehme ich nun den Kampf ums Wort wieder auf und werfe einen erneuten (nicht nur) kulinarischen Blick auf den Kunger-Kiez. Beginnen wir einfach mit einer Bestandsaufnahme. Erstens: Die Säufer sind fast komplett aus dem Kiez verschwunden. Eine Ausnahme gibt es noch (dazu unten mehr), aber 2010 war der Anblick leerer Schnapsflaschen in der Karl-Kunger-Straße noch normal.2010: Die Alkoholkranken hinterlassen überall ihre Spuren im Kiez2015: Seit Monaten wurden keine Schnapspullen mehr gesichtetZweitens: Nun sind fünf Jahre sind in der Zeitrafferstadt Berlin gar nix. Abgesehen vom Hauptstadtflughafen, vom neuen Entreé der Museumsinsel, von der Renovierung des Opernhauses Unter den Linden, neuen Straßenbahntrassen und sonstigen verschleppten und verantwortungslos betriebenen Bauvorhaben, wächst, wuchert und metamorphisiert die Stadt wie ein Hefeteig bei 30 Grad Celsius. Lücke geschlossen, Freiräume verschwundenDa verwundert es nicht, dass auch der Kunger-Kiez in den vergangenen 4,5 Jahren sein Gesicht deutlich verändert hat. Nicht nur die Straßentrinker sind verschwunden. Auch weitere Baulücken in der Straße sind Geschichte. Wo auf einer Brache zwischen Bouché- und Krüllsstraße lange Zeit derInselmarkt mit Fussballgucken, Gemüse- und Käsestand, Fahrradbastler und Burgerbrater den...

Café Deckshaus: Schöne Aussicht am historischen Hafen

In Berlin-Mitte gibt es ein paar wunderbare Ecken, die es offenbar nicht in die hippen Reiseführer geschafft haben. Der historische Hafen am Märkischen Ufer dürfte dazu gehören. Anders kann ich mir es nicht erklären, dass sich dort an einem herrlichen Augusttag wie heute kaum eine Handvoll Touristen verliert. Eingang zum Historischen Hafen an der SpreeUmso besser, denn so hatten wir heute das Café Deckshaus fast für uns alleine. Ich nenne die Lokalität immer „das Schiff“. Denn das Café befindet sich in und auf einem alten Heckradschlepper, dem man den früheren Einsatzzweck noch immer ansieht. Von Deck aus hat man eine herrlichen Blick zur Mühlendammschleuse und Fischerinsel mit den Spitzen der Nikolaikirche im Hintergrund. Auch an warmen Tagen wie heute weht ein erfrischender Wind über die Spree. Die Luft riecht angenehm nach Flusswasser, vermischt, mit dem Duft der alten Schiffe am Kai.Mühlendammschleuse - im Hintergrund die Nikolaikirche. Im Vordergrund jede Menge Schiffszubehör.Und weil Mittag war und wir Hunger hatten, bestellten wir auch einen Imbiss aus der recht überschaubaren Karte. Nun gibt es Gaststätten, die ich nicht unbedingt wegen des guten Essens besuche. Die haben andere Qualitäten und dazu gehört auch das Schiff im alten Hafen mit seiner immer freundlichen Bedienung und gut gezapften Getränken. Es gibt Bauernfrühstück. Oder Schnitzel, Matjesheringe und Bouletten – wahlweise mit Kartoffelsalat oder mit Bratkartoffeln.Eine Currywurst bleibt eine Currywurst. Auch mit Brot und Salat.Ich nahm eine Currywurst mit Hausmachersoße (4,90 Euro), den grünen Salat behielt ich, den Mayonaise­kartoffelsalat dagegen ließ ich durch zwei Butterstullen ersetzen. Was für die freundliche Bedienung auch überhaupt kein Problem war. Zu sagen gibt es nicht viel: es war halt eine Currywurst. Auch wenn hier in Berlin ein ziemliches Gewese um diese Wurst gemacht wird – sie ist ein einfaches Imbissgericht und das sollte sie auch bleiben. Mein Begleiter...

Berliner Kuchen in der Sommerfrische: Literaturcafé in Strausberg

Am Wochenende und sonstigen freien Tagen fährt der Städter gerne in die Sommerfrische aufs Land, der Berliner also nach Brandenburg. Wir sind da keine Ausnahme und nahmen am Urlaubsmontag die S5 nach Strausberg. Ist schon toll, wohin man mit der Berliner S-Bahn überall hinkommtVom Haltepunkt Strausberg-Stadt läuft man in wenigen Minuten ins Städtchen, das recht idyllisch am Straussee liegt. Leider bekamen wir auch jede Menge Wasser von oben ab, denn pünktlich mit unserer S-Bahn war auch ein heftiger Sommerregen in Strausberg angekommen. Ein guter Anlass um ein trockenes Plätzchen mit Kaffee und Kuchen zu suchen.Im trüben Regenwetter nicht sehr spektakulär, wenn man davor steht, aber sehr einladend: das Literatur- und Kunstcafé Litera in Strausberg.Erfreulicherweise gibt es im historischen Stadtkern einige Cafés und und auch Bäckereien mit Sitzgelegenheiten. Keine Selbstverständlichkeit in Orten dieser Größe. Das freut die Leckeresser, die immer gerne ein bisschen Auswahl haben. Wir entschieden uns für das Literatur-und Kunstcafe in der Großen Straße. Das wirkte so schön heimelig, schon von außen konnte man das Holzfachwerk mit den weiß gestrichenen Wänden sehen. Dabei haben die Betreiber eine gute Balance zwischen dem alten Haus und der sachlich-soliden Einrichtung gefunden. Dem Café geht glücklicherweise alles muffige Butzenscheibenhafte.Backprofis am WerkUnd so genossen wir drinnen unseren Cappuccino, während draußen der Tropenregen pladderte. Dazu aßen wir einen ausgezeichneten Streuselkuchen mit Heidelbeeren aus dem ansehnlichen Gebäckangebot. Natürlich war ich neugierig, wer in Strausberg so einen guten Kuchen backen würde und fragte die freundliche Kellnerin nach dem Lieferanten. Denn hier war eindeutig ein guter Konditor am Werk.Für Streuselkuchenfans ein Fest. Der Cappuccino ist lecker, nur die Milch etwas zu luftig aufgeschäumt.Die Antwort war etwas überraschend. Der Kuchen kommt aus einer Berliner Konditorei – welche wurde aber nicht verraten. Dabei waren wir bei unserem Streifzug durch Strausberg an mindestens vier Bäckereiläden vorbeigekommen. Warum es keiner von...

Frisch, scharf, bodenständig: Südchinesische Köstlichkeiten im Tian Fu 2

p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120%; }a:link { }Ich hatte mich hier im Blog ja bereits als bekennender Fan der chinesischen Sichuan-Kost geoutet. Das Feine, Raffinierte ist nun nicht gerade die Stärke dieser Küche – soweit ich das aus meinen bisherigen Gaumentests sagen kann. Kräftig, deftig, scharf trifft es am ehesten; eine grundsolide Hausmannskost, die satt macht, aber keinesfalls plump daher kommt.Damit kann man mich als Franken immer begeistern, wenn auch der fränkischen Küche die Schärfe leider vollkommen abgeht. Aber das ist ein grundsätzliches Problem der deutschen Kost, wir sind leider nicht gerade das Mutterland der Chilis. Aber ich schweife ab... Tian Fu 2 - Original Sichuan-Küche wir versprochen - und die gibt es auchDa Wasabi – die Liebste – scharfes Chinaessen ebenfalls sehr liebt, wollten wir diesmal das Tian Fu in der Uhlandstraße ausprobieren. Das alteingesessene Restaurant hat eine Menge begeisterte Stammgäste, die auch in den einschlägigen Foren mit Lob nicht geizen. Die Fans hatten diesmal schon am frühen Abend – es war gerade 19 Uhr – sämtliche Tische in Beschlag genommen und so standen wir etwas ratlos da mit unserem Hunger. Auf den Rat der freundlichen Kellnerin machten wir uns auf den Weg ins Tian Fu II, eine noch relativ junge Zweigstelle des Tian Fu-Imperiums. Ohne diese Empfehlung hätten wir das Restaurant vermutlich niemals besucht. Es stellte sich nämlich als autogerecht an der vierspurigen Berliner Straße gelegener schraddeliger Flachbau heraus. An den Fenstern klebten zugetaggte All-you-can-eat-Aufkleber, daneben ein Asia-Supermarkt (der zum Restaurant gehört, wie wir dann feststellten). Aber wie sagte die Liebste: Wenn du schön auf einem Dorfanger essen willst, dann bist du in Berlin falsch. Wir bestellten zum Einstand einen kalten pricklend erfrischenden Glasnudelsalat – herrlich scharf mit Chilistücken, obwohl als nicht scharf ausgezeichnet. Die Liebste nahm die formidable Ente nach Sichuan Art mit großen Chilistücken...

Türkisches Grillrestaurant reloaded: Değirmen Ocakbaşı in Neukölln (Update: 29.07.2014)

Es ist aus. Das Değirmen Ocakbaşı Ecke Kottbusser Damm/Maybachufer ist nicht mehr. Einmal war es schon weg, dann war es wieder da. Und nun ist es schon wieder verschwunden. Aus, Äpfel, Ende. Naja, gehen wir halt woanders hin.Und das hatten wir am 5. Januar 2014 geschrieben: n.Nach meiner Erfahrung gilt für Restaurants das gleiche wie für gealterte Boxer: “They never come back.” Sind sie einmal weg vom Fenster, kann man sie getrost vergessen. So, dachten wir, wäre es auch mit dem Değirmen (türkisch für Mühle), einem schicken Grillrestaurant Ecke Kottbusser Damm und Maybachufer. Früher waren wir oft dort gewesen, gerne auch mit Freunden und Eltern auf Hauptstadtbesuch. Denn dieser Ocakbaşı (was wohl soviel wie Holzkohlengrill heißt), war immer eine sichere Nummer wenn wir Appetit auf deftige, liebevoll und gutgemachte türkische Küche hatten. Ich erinnere mich, wie mein Vater voller Genuss die gegrillten Lammkoteletts verspeiste und über ihre Zartheit schwärmte.Dann standen wir eines Tages vor verschlossenen Türen, die Fenster waren mit Papier verklebt, die Leuchtreklame verschwunden. Etwa ein halbes Jahr dauerte es, bis ein Touristenitaliener (Aufschrift: “Italian Cuisine”) aufmachte, aber bald schon wieder verschwunden war. Dann startete noch jemand anderes erfolglos einen gastronomischen Versuch. Mehr als zwei Jahre, nachdem es so plötzlich verschwunden war, eröffnete in den gleichen Räumen, nur auf ein bisschen weniger Fläche, wieder ein Değirmen Ocakbaşı-Restaurant. Doch war es noch das Gleiche? Oder würde es sein wie mit den zurückgetretenen Boxern, bei denen sich die meisten beim Comeback als verfettetes Fallobst herausstellen und im ersten Kampf nach der Rückkehr allenfalls Mitleid hervorrufen. Doch manchmal passiert das undenkbare, der alte Kämpe tritt auf als wäre er nie weg gewesen und erobert die Herzen seiner Fans im Sturm zurück. Wir wollten es wissen: Hopp oder Top. Gelungener Neustart oder nur ein aufgewärmter Name?So kehrten wir nach einem...

Fisch-Grill-Haus: Makrele und meer

Neulich, als ich bei der freundlichen Ernährungsberaterin saß, zu der mich der Arzt Onkel Doktor aufgrund diverser Zipperlein geschickt hatte, erfuhr ich, was ich alles nicht mehr essen sollte. Innereien und Kutteln: böse. Muscheln: böse. Spinat: nur mit Sahne nicht böse. Sahne: leider böse – die ganzen ungesättigten Fette, ihr versteht?! Helles Bier: böse. Um es abzukürzen: Fast alles, was ich gerne esse und trinke, ist schlecht für mich. Nur Fisch ist gut für mich, besonders aber Seefisch. “Zweimal die Woche sollte der auf die Speisekarte”, mahnte die Beraterin. Den Rat nahm ich mir also zu Herzen und ging mit Wasabi dieser Tage ins Fisch-Grill-Haus in der Neuköllner Sonnenallee, um mir eine ordentliche Dosis gegrillte Makrele einzuverleiben. Ist alles drin in so einem schönen Fisch: Viel liebe Omega-3-Fettsäure gegen Arterienkalk und ein extra Schlag Geschmack. Das wissen auch die Besitzer des Lokals und werben mit dem Slogan “Fisch ist gesund”. Im Fisch-Grill-Haus (das sich verwirrenderweise auf der Visitenkarte “Fisch Kebab Haus” nennt) bekommt man den Fisch (6 Euro!) nebst großzügiger Portion knackigem Blattsalat mit Tomaten, einem leichten Zitronendressing und Zwiebelringen. Als Sättigungsbeilage gibt es eine reichliche Portion Reis, angereichert mit gebratenen Reisnudeln. Liebevoll wird es frisch angerichtet und zum Platz gebracht. Bestellt wird an der Theke, Getränke (nur alkoholfrei, 1,50 Euro) bekommt man Neukölln-typisch in der Flasche über die Theke gereicht, nach beendeten Mahl darf man das Geschirr zum Abräumtablett bringen. Neben Makrele gibt es auch Dorade vom Grill und Sardinen, die wir aber beide noch nicht getestet haben. Ich konnte aber Menschen am Nebentisch beobachten, die sich durch einen riesigen Haufen kleiner Fische futterten und dabei sehr zufrieden wirkten. Tintenfischringe stehen auch auf dem Angebot. Bei unserem ersten Besuch konnten sie mich aber weniger begeistern. Im Gegensatz zum Fisch handelt es...