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Schweigepflicht: Wenn die Polizei ins Spiel kommt

Bremen (rd_de) – Polizei und Rettungsdienst arbeiten in vielen Einsatzsituationen Hand in Hand. Das gilt auch für Disponenten in Feuer- und Rettungsleitstellen. Daraus kann der falsche Schluss gezogen werden, dass sich beide Seiten über alles austauschen dürfen, was sie während des Einsatzes erfahren haben. Es kommt aber immer auf den Einzelfall an. 1. Beispiel: Nach einem Verkehrsunfall versorgen die Rettungskräfte die beteiligten Fahrer. Die Polizei ist auch vor Ort. Im Anschluss an den Rettungseinsatz meldet sich ein Polizeibeamter in der Leitstelle. Er möchte wissen, in welche Krankenhäuser die Patienten gebracht wurden, damit diese später zum Unfallhergang vernommen werden können. Darf der Disponent diese Information herausgeben? Nein! Die Durchbrechung der Schweigepflicht würde hier der reinen Strafverfolgung dienen. Das genügt jedoch nicht. 2. Beispiel: Eine Frau meldet sich und gibt an, von ihrem Ehemann geschlagen worden zu sein. Sie sei verletzt und benötige ärztliche Hilfe. Ihr Ehemann befinde sich weiterhin in der gemeinsamen Wohnung und sei nach wie vor aggressiv. Sie gibt ihren Namen und ihre Adresse an, ebenso den Namen ihres Ehemannes. Darf der Disponent die Polizei informieren? Ja! Es besteht eine mögliche Gefahr für die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und das Opfer. In diesem Fall darf der Disponent seine Schweigepflicht durchbrechen. Das, was durch Paragraf 203 StGB für den Regelfall verboten ist, wird durch Paragraf 34 StGB im Einzelfall erlaubt. Danach ist man zur Verletzung der Schweigepflicht berechtigt, wenn man dadurch etwas schützt, was höherwertig ist. Hier schützt man die körperliche Unversehrtheit der Kollegen und des Opfers. Diese Rechtsgüter sind wertvoller als das Recht des Täters, dass seine Daten nicht weitergegeben werden. Mehr zum Thema „Recht für Leitstellenmitarbeiter“ im aktuellen Rettungs-Magazin (1/2017). Jetzt im Handel oder versandkostenfrei in unserem Online-Shop bestellen. (Text: Nicole Kreutz, Juristin und ehemalige Staatsanwältin; Symbolfoto: Markus Brändli; 23.01.2017)

Zahlreiche Eisrettungs-Einsätze am Wochenende

Bremen (rd_de) – Die anhaltenden winterlichen Temperaturen lockten am Wochenende zahlreiche Ausflügler auf zugefrorene Seen. Nicht in jedem Fall war das Eis aber stabil genug, sodass es in mehreren Orten zu Eisrettungseinsätzen kam. In Damme (Niedersachsen) brachen am Sonntag (22.01.2017) zwei Männer im Eis ein. Die beiden Schlittschuhläufer (46 und 51 Jahre alt) verunglückten im Bereich des Zuflusses der Hunte zum Dümmer See. Laut Polizei konnte der 51-Jährige durch die Feuerwehren aus Damme, Borringhausen und Osterfeine gerettet werden. Sei Begleiter wurde von Ersthelfern aus dem Eis befreit. Der 51-Jährige erlitt eine massive Hypothermie; seine Körpertemperatur betrug nach Angaben der Polizei 28 Grad Celsius. Der Mann wurde in ein Krankenhaus nach Osnabrück gebracht. Der 46-Jährige kam ebenfalls mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus nach Damme. In Fulda (Hessen) wurden am Sonntag (22.01.2017) Feuerwehr, DLRG und Polizei zum Aueweiher alarmiert, um nach einer vermeintlich vermissten Person zu suchen. Dort waren Fußspuren im Schnee entdeckt worden, die zu einer Einbruchstelle mitten auf dem Weiher führten. Da nicht auszuschließen war, dass eine Person in die relativ dünne Eisdecke eingebrochen war, sondierte die Feuerwehr das Gewässer im Bereich des Loches unter dem Eis. Auch Taucher kamen zum Einsatz. Nachdem keine Person im Weiher gefunden werden konnte, brach man den Einsatz ab. Am Sonntagmorgen (22.01.2017) gegen 05:15 Uhr wurde auch in Neuss (NRW) die Feuerwehr Neuss zu einem Eisrettungseinsatz alarmiert. Spaziergänger hatten brechendes Eis an einem Weiher gehört und den Notruf gewählt. Die Feuerwehr leuchtete die gesamte Eisfläche aus. Zwei Wasserretter kontrollierten, ob eine Einbruchstelle vorhanden war. Nachdem ausgeschlossen werden konnte, dass eine Person eingebrochen war, wurde der Einsatz beendet. Unterstützt wurde der hauptamtliche Löschzug 1 der Feuerwehr Neuss durch die Wasserrettungseinheit des Löschzuges 12 (Grimlinghausen). In Bereitschaft standen die Kräfte des Rettungsdienstes, die Tauchereinheit der Feuerwehr Düsseldorf sowie der DLRG. (23.01.2017; Symbolfoto: Bauer/LFV SH)

Zerebraler Krampfanfall: Hinweise für den Rettungsdienst

Bremen (rd_de) – Ein zerebraler Krampfanfall ist oft ein Grund, weshalb der Rettungsdienst alarmiert wird. In den meisten Fällen ist Epilepsie die Ursache. Was ist Epilepsie aber genau? Und welche anderen Ursachen kommen für einen zerebralen Krampfanfall in Betracht? Ist von einem epileptischen Krampfanfall die Rede, wird dieser Begriff häufig unscharf verwendet. Er dient Laien als genereller Sammelbegriff für das Einsatzstichwort „Zerebraler Krampfanfall“. Dabei ist bei Weitem nicht immer die klassische Epilepsie der Auslöser für dieses eindrucksvolle Notfallgeschehen. Zunächst müssen die verschiedensten Krankheiten, Fehlbildungen und Traumata als ursächlich differenziert werden. Erst dann kann zum Beispiel von einem epileptischen Krampfanfall gesprochen werden. Zerebraler Krampfanfall: was ist Epilepsie? Bei der Epilepsie handelt es sich um die auch in der Bevölkerung bekannteste Erkrankung in Zusammenhang mit dem Auftreten von zerebralen Krampfanfällen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Anfallsabläufe. Bei wiederholten Anfällen desselben Patienten lassen sich aber meist die gleichen Anfallsmuster erkennen. Die Diagnose wird unter anderem durch die genaue Anamnese, ergänzt durch apparative Diagnostik gestellt. Bei der Erfragung der Krankheitsgeschichte spielt vor allem die Fremdanamnese eine große Rolle, da die Patienten bei einem generalisierten Krampfanfall in der Regel keine Angaben über den exakten Hergang, die Dauer und die genaue Ausprägung machen können. Diese Angaben sind aber für die präzise Eingrenzung von großer Bedeutung. Mehr Hinweise zum Thema „Zerebraler Krampfanfall“ erfahren Mitarbeiter des Rettungsdienstes in unserem neuen eDossier „Zerebraler Krampfanfall“. (Text: Dr. Philipp Prause, Facharzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin und Chirotherapie; Symbolfoto: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 20.01.2017) eDossier „Zerebraler Krampfanfall“ • Umfang: 7 Seiten • Dateigröße: ca. 1,2 MB/PDF-Format • Ein Beitrag aus Rettungs-Magazin 3/2015

Hamburg: Atemwegsreizungen lösen Großeinsatz aus

Hamburg (ots) – In Hamburg hat das Austreten von Reizgas am Donnerstag (19.01.2017) einen Großeinsatz verursacht. Rettungsdienst und Feuerwehr mussten 40 Personen aus dem Gebäude evakuieren. Weil mehrere Personen in einem öffentlichen Gebäude am Vormittag über Atemwegsbeschwerden geklagt hatten, wurde die Leitstelle verständigt. Wie die Feuerwehr mitteilte, alarmierte der Leitstellendisponent ein Großaufgebot an Kräften des Rettungsdienstes mit Notarzt und der Feuerwehr mit Großraumrettungswagen. Die Rettungskräfte evakuierten insgesamt 40 Personen aus dem Gebäude. Davon wurden Medienberichten zur Folge 20 Personen mit leichten Verletzungen behandelt. Keiner der Patienten musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhausgebracht werden. Das Gebäude konnte nach ausreichender Belüftung wieder freigegeben werden. (20.01.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

Erster Einsatz für Rettungskreuzer „Berlin“: Erkrankter Seemann gerettet

Kiel (rd_de) – Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Berlin“ ist am Mittwoch (18.01.2016) zu ihrem ersten Einsatz alarmiert worden. Die Seenotretter kamen einem erkrankten Seemann in der Kieler Bucht zur Hilfe. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, befand sich der Mann an Bord des Frachters „Marie Lehmann“, der in Höhe des Kieler Leuchtturms lag. Nachdem er über starke Schmerzen in der Brust geklagt hatte, wurden gegen 21.15 Uhr die Seenotretter alarmiert. Erfolgreicher erster Einsatz für den Seenotrettungskreuzer „Berlin“. Foto: DGzRS Mit einer freiwilligen Seenotärztin an Bord nahmen die Seenotretter unter Höchstgeschwindigkeit von fast 25 Knoten (rund 45 km/h) Kurs auf den Frachter. Vor Ort ging die „Berlin“ bei der 88 Meter langen „Marie Lehmann“ längsseits. Die Seenotärztin und ein als Rettungsassistent ausgebildeter Seenotretter stiegen auf die „Marie Lehmann“ über. Die Rettungskräfte übernahmen die Erstversorgung an Bord.  Der Patient wurde am Frachthafen (Ostuferhafen) an den Landrettungsdienst übergaben. „Unser neuer Seenotrettungskreuzer hat sich bei seinem ersten Einsatz hervorragend bewährt“, sagte Vormann Michael Müller. Die „Berlin“ war am 17.12.2016 auf dem Gelände der Seenotretter-Zentrale in Bremen von Schauspielerin und Sängerin Meret Becker getauft worden (wir berichteten). (20.01.2017; Foto: DGzRS)

Rettungssanitäter: Ausbildung für Haupt- und Ehrenamt

Bremen (rd_de) – Eine Rettungssanitäter-Ausbildung eröffnet einem derzeit gute Job-Perspektiven. Nach der Umstellung vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter herrscht im Rettungsdienst vielerorts Personalnot (wir berichteten). Deshalb werden Rettungssanitäter aufgrund des Fachkräftemangels dringend gesucht. Wie aber läuft die Rettungssanitäter-Ausbildung? Die wichtigsten Punkte rund um die Ausbildung zum Rettungssanitäter für Haupt- und Ehrenamt. Rettungssanitäter-Ausbildung: Was mache ich in diesem Beruf? Rettungssanitäter gehören zum Rettungsdienst-Personal. Sie werden in der Notfallrettung, im Krankentransport und im Bevölkerungsschutz eingesetzt. Zusammen mit anderen Fachkräften in der Notfallrettung – wie Notfallsanitätern, Rettungsassistenten und Notärzten – stellen sie die medizinische Erstversorgung sicher und führen – falls erforderlich – lebensrettende Sofortmaßnahmen durch. Rettungssanitäter helfen mit, die Transportfähigkeit der Patienten herzustellen, und betreuen sie im Krankentransport. Die Besetzungsvorgaben der Einsatzfahrzeuge richten sich nach dem jeweiligen Landesrettungsdienstgesetz. In der Regel werden Rettungssanitäter als Fahrer eines Rettungswagens (RTW) eingesetzt. Außerdem assistieren sie Notfallsanitätern im Einsatz und sind für die Dokumentation (Einsatzberichte und Notfallprotokolle) zuständig. Ehrenamtlicher Rettungssanitäter: Welche Aufgaben habe ich im Ehrenamt? Als ausgebildeter Rettungssanitäter kann auch in ehrenamtlichen Einheiten des Rettungsdienstes mitgearbeitet werden. Hierbei können die Aufgaben vielfältig sein: Behandlung und Betreuung von Verletzten und Erkrankten Planung und Vorbereitung von Einsätzen (zum Beispiel Sanitätsdienste) Verstärkung / Erweiterung des öffentlichen Rettungsdienstes durch zusätzliche Kräfte Regionale und überregionale Krankentransporte Voraussetzungen: Wer kann Rettungssanitäter werden? Rettungssanitäter sollte werden, wer gerne Menschen hilft, Stress aushält und keine Probleme mit unregelmäßigen Arbeitszeiten (Schichtarbeit, Wochenendarbeit) hat. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Bildungsträger legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird für die Ausbildung mindestens der Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Das Mindestalter liegt bei 17 Jahren. Welche Eigenschaften sollte ich für die Ausbildung zum Rettungssanitäter mitbringen? Bewerber sollten teamfähig und kontaktfreudig sein. Gerade im Umgang mit Patienten ist Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen...