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mhmayer - neues vom doc
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Bemerkungen über Arbeit und Gesundheit, Sicherheit, Qualität und Umwelt. Integriertes Management. Umgang mit komplexen Systemen.
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Rio de Janeiro - Merkblatt für Reisende

Um die olympischen und paraolympischen Spiele in Rio de Janeiro unbeschwert zu genießen, sollte zur Reisevorbereitung auch die Gesundheitsvorsorge gehören. Ist der Impfschutz noch aktuell, sind spezielle Impfungen ratsam? Reist man auch in Gegenden, wo eine Malariainfektion droht? Wie soll man sich und Andere gegen das Zika-Virus schützen? Wie intensiv scheint die Sonne? Wie häufig sind Verkehrsunfälle? Muss man sich gegen Straßenkriminalität schützen? Diese und viele andere Fragen beantwortet das Auswärtige Amt mit seinen aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen für Brasilien. Speziell zur Vorbeugung gegen gesundheitliche Risiken gibt es ein eigenes Merkblatt für den Besuch der Spiele in Rio.

Durch Mücken übertragene Viruskrankheiten weltweit

Chikungunya ("Das Zusammenkrümmen"), Dengue ("Breakbone Fever") und in letzter Zeit auch Zika (nach einem Waldstück in Uganda benannt) breiten sich durch den internationalen Reiseverkehr weltweit aus. Die Symptome ähneln sich, es kommt zu Fieber, manchmal Schüttelfrost, meist schweren Kopf- und Gelenkschmerzen, oft schwerer Abgeschlagenheit, manchmal Bindehautentzündung oder Hautausschlag. Das Zika-Virus steht im Verdacht, Kinder im Mutterleib zu schädigen. Zika- und Dengue-Virus gehören zur selben Familie wie das Gelbfieber-Virus. Gegen Gelbfieber gibt es eine sehr zuverlässige und gut verträgliche Impfung, gegen die anderen Verwandten leider noch nicht. Notwendig sind deshalb gute Mückenschutzmaßnahmen zur Vorbeugung - sowohl am Tag als auch in der Nacht. Geeignet sind hautbedeckende Kleidung, Moskitonetze, mückenabweisende Lotionen oder Sprays (Wirkstoffe: DEET oder Icaridin). Schwangere sollten Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete nach Möglichkeit vermeiden.

Megacities im Smog

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat für Feinstaub (PM10) einen Grenzwert von 20 μg/m³ im Jahresmittel festgelegt. Dieser wird in vielen Städten der Welt regelmäßig um ein Vielfaches überschritten. Besonders betroffen sind Ballungsräume in Indien, China, der Mongolei, in Brasilien sowie in einigen Ländern des Nahen Ostens und Afrikas. Was tun? Bei Reisen nur kurze Aufenthalte in stark smogbelasteten Metropolen einplanen, soweit möglich. Viel in Innenräumen aufhalten. Nach Möglichkeit für Innenräume Luftfilter einsetzen (Wichtig ist die regelmäßige Wartung). Körperliche Anstrengungen und Sport im Freien vermeiden. Im Freien Partikelfiltermasken FFP tragen. Diese müssen sehr dicht am Gesicht anliegen. Einfache Hygienemasken bieten keinerlei Schutz vor Feinstaub. Mehr zum Thema Feinstaub beim Umweltbundesamt.

Fettarme Ernährung: keine langfristige Gewichtsabnahme

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Harvard Medical School widerlegt die Vorstellung, durch fettarme Ernährung könne man besonders effizient abnehmen. Wissenschaftlich gebe es dafür keinen Beleg, sagt die Autorin Dr. Deirdre Tobias. Um etwas gegen die "Epidemie des Übergewichts" zu tun, müsse man über die Nahrungsbestandteile Fett, Kohlehydrate und Eiweiß hinaus blicken, und sich zum Beispiel darum kümmern, ob und wie eine Diät langfristig durchgehalten werden kann. Eine Zusammenfassung der Originalarbeit von D. Tobias et al. findet sich hier.

Gefahrstoffverordnung

Bis Herbst 2015 soll die deutsche Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) erneut überarbeitet und komplett an die EU-CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) angepasst werden. Bei den anstehenden Änderungen gibt es zwei Schwerpunkte: Zum einen der Schutz von Beschäftigten bei der Schädlingsbekämpfung und Begasung (Anwendung von Bioziden); zum anderen die Krebsprävention bei der Arbeit. Für krebserzeugende Stoffe wird ein Konzept zur Risikobewertung eingeführt. Es enthält unter anderem zwei neue Begriffe: Akzeptanzkonzentration und Toleranzkonzentration. Wird die Akzeptanzkonzentration überschritten, müssen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Ein Überschreiten der Toleranzkonzentration ist grundsätzlich nicht zulässig, die Belastung der Beschäftigten muss unverzüglich abgesenkt werden. Der Gesundheitsschutz soll mit der novellierten GefStoffV noch besser in die betriebliche Organisation eingebunden werden, unter anderem durch die stärkere Beteiligung der Arbeitnehmervertretung; und das Sicherheitsbewusstsein der Beschäftigten soll geschärft werden. Aktuelles zum Thema unter www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Gefahrstoffe.html

Choosing Wisely

Gesundheitsvorsorge ist wichtig und sinnvoll, keine Frage. Aber manche angebliche Früherkennung bringt keine nützlichen Erkenntnisse, sondern eher unbegründete Sorge. Und nicht jede Behandlung eines Laborbefunds verbessert die Chancen, gesund zu bleiben, sondern hat vielleicht belastende Nebenwirkungen. Auch bei der Prävention sollte man also die Fakten sorgsam prüfen und evidenzbasiert entscheiden. James McCormack hat auf Youtube ein paar pfiffige Videos zu Gesundheitsthemen veröffentlicht - unter anderem "Choosing Wisely".