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Rinnng ... Du bist Tod - Spaß mit Eieruhren

Stell dir vor, du hast nur noch eine Stunde zu leben. Was würdest du machen? Das ist die Überlegung gewesen, die ich für den Abschluss der Kampagne meiner vorletzten Shadowrun-Kampagne genutzt habe.Die Runner wachen auf: Kopfschmerzen, Übelkeit, der Fernseher flimmert mit weissen Rauschen. Plötzlich spricht aus den Lautsprechern eine Stimme zu den Runnern: dringt in Anlage x ein und vernichtet die Bombe y im Keller dort. Tut ihr dies, belohne ich euch reich, seid ihr nicht schnell genug, so stirbt jemand von euch.Soviel zur Vorgeschichte. Dann zückte ich eine Eieruhr und drehte sie auf. Eine Stunde. Sie fing leise zu ticken an und stand so tickend in der Mitte des Tisches. Die Spieler wussten nun, das sie unter Zeitdruck stehen. Nach dem die Stunde um war, explodierte eine Kortexbombe, der Runner war augenblicklich Tod*. Die Uhr wurde wieder aufgezogen und tickte erneut fröhliche vor sich hin. Die Runner schauten sich blutüberströmt an, schluckten kurz und machten mit ihrem grausigen Auftrag weiter. Als die Uhr das zweite Mal klingelte, stand den Spielern zwar Schweiß auf der Stirn, aber sie hatten das Abenteuer geschafft und so entgingen die Runner glücklich und reich ihrem Schicksal.Nun, natürlich war das etwas extrem, aber es war ein toller Abschluss der Kampagne. Die Spieler waren ständig auf Trab, haben mitgefiebert und hatten alle sehr viel Spaß am Abend. Es hatte aber auch zur Folge, dass die Spieler regelrecht durch das Abenteuer gestürmt sind. Normalerweise hätte ich gedacht, dass sie vier bis sechs Stunden für das Abenteuer brauchen würden, tatsächlich haben sie es aber in zwei geschafft. Es war auf jeden Fall ein Abenteuer an das man sich noch lange errinnen wird.Natürlich könnte man diesen Zeitdruck noch anders nutzen. Man könnte die Eieruhr in Kämpfen benutzen um diese zu beschleunigen. Die Spieler untersuchen ein Gebäude, ziehe...

Da bin ich wieder

Wuhu, endlich habe ich mal wieder mehr Zeit, mich mit diesem Blog zu beschäftigen. Das heißt, ihr könnt in nächster Zeit wieder deutlich mehr von mit lesen. Eben habe ich gesehen, dass mein letztes Posting im August letztem Jahres war, das war vor genau 275 Tagen. Das ist schon etwas her, aber nun bin ich ja wieder da um euch allen gehörig auf die Nerven zu gehen ;-)Einige Themen habe ich ja hier schon im Blog behandelt, insgesamt gibt es bereits 47 Postings von mir. Es gibt schon ein paar Sachen die ich in Planung habe, dazu gehören Reviews von Space Gothic und Savage Worlds, Vorstellung einiger Indie-Spiele, Tipps und verrückte Ideen für Spielleiter, sowie Neuigkeiten aus der Rollenspielszene. Gibt es irgendwelche Themen, die Ihr gerne mal behandelt sehen würdet? Auf Feedback freue ich mich natürlich immer.

Müsst Ihr lesen!!! Super NSC-Tipps

Mein Blogger-Nachbar von den Selemer Tagebüchern hat gerade eine echt tolle Serie über NSCs verfasst. Bitte geht SOFORT darauf und lest es :-) (Ausser Ihr habt es schon gelesen, in dem Falle könnt Ihr auch einfach etwas bei mir weiterlesen)NSC-Serie Teil 1NSC-Serie Teil 2NSC-Serie Teil 3NSC-Serie Teil 4Und passend zu dem Thema hat Gnomestew gerade ein Artikel über vorgefertigte Chars :-) Auch zu empfehlen, klicke hier

[Spielleitertipps] Mehr Macht für Spieler

Experimente machen Spaß. Ja, wirklich, mir macht es als Spielleiter unglaublich viel Spaß, verschiedene Komponenten zu nehmen, den Spielern entgegen zuwerfen und zu schauen, wie alles miteinander reagiert. Das Ganze wird natürlich begleitet von einer "Wahnsinniger Professor"-Lache. Doch nun mal zu einer konkreten Situation, lass uns zusammen nachdenken. Stell dir vor, du könntest eine Sache in deiner Welt ändern, egal was, was würdest du ändern?Vor kurzem hatte ich eine Spielsituation mit meiner Gruppe die mich viel zum nachdenken gebracht hat. Sie lief in etwa wie folgt ab: Ich hatte mir einen magischen Gegenstand ausgedacht, besser gesagt ein mächtiges Artefakt. Als die Götter die Welt geschaffen haben, hatten sie sich Kristalle zurückgelassen, für den Fall, dass sie irgendwann mal etwas ändern müssen. Die Kristalle konnten einen Sterblichen in die Zeit der Helden und Mythen versetzen, als die Welt in der Entstehung war. So waren auch die Regeln: Die Helden konnten in der Zeit zurück reisen, und irgendeinen Faktor der Welt verändern. Sie könnten eine Rasse auslöschen, oder eine andere erschaffen. Sie könnten sich Macht und Reichtum verschaffen, oder ihre eigene Religion. Alles wäre möglich gewesen.Die Helden hatten unendliche Macht. Die Benutzung war auf drei Anwendungen begrenzt, bzw. den Helden drei Einmal-Kristalle gegeben, damit die Helden unsere schöne Sandbox nicht vollkommen zunichte machen, doch nun kommts: Erstaunlicherweise haben die Helden die Kristalle nicht benutzt. Nein, im Gegenteil: Die Gruppe war ein Haufen niedrigstufiger Charaktere, der aus Nekromanten, Goblins und anderem dunklen Geschöpfen zusammengerafft war. Im besten Fall hatte sie eine neutrale Gesinnung. Sie machten sich auf die Suche nach den rechtschaffenen, strahlenden guten Drachen, um die Kristalle in sicheren Gewahrsam zu geben.Was hätte ich mit der Macht gemacht? Als Dieb hätte ich mir vielleicht einen riesigen Schatz erschaffen, nur für mich (meins, meins, alles meins), als Magier vielleicht eine schöne magische Bibliothek...

[Spielleiter-Tipps] Konflikte optimieren

Die Gruppe sitzt zappelnd am Tisch, ihre Pizza dampft unangetastet auf den Tisch, sie springen auf, gehen durch den Raum und streiten. Spannung knistert im Raum, jedes Würfelgeräusch bringt das Herz zum rasen, das Spiel lebt! Kennt Ihr das? Ich liebe solche Situationen. Doch wie kommt es dazu? Das ist eines der Hauptthemen in diesem Blog. Heutiges Thema: Konflikte. Besser gesagt: Konflikte, welche die Charaktere vor Entscheidungen stellen; Entscheidungen, die das Leben der Charaktere nachhaltig verändern können.Verfolgen wir eine typische Rollenspielsituation: Der Auftraggeber bieten den Helden einen Auftrag an. Diesen Ausgangspunkt haben viele Abenteuer, wenn auch nicht alle. Der hagere alte Mann betritt die schummrige Taverne, steuert auf die Helden zu, gibt Ihnen alle Informationen und verschwindet wieder im Dunkeln mit der Versprechung einer hohen Belohnung. Werden die Spieler hier aufspringen und vor Spannung zittern? Wahrscheinlich nicht, doch wie bringen wir sie dazu? Mit einem Konflikt? Probieren wir es ...Doch was ist eigentlich ein Konflikt? Neigen wir unser Haupt, während wir Anonymous zuhören, wie er die Wikipedia zitiert:"Ein Konflikt (lat.: confligere = zusammentreffen, kämpfen; PPP: conflictum) ist dann gegeben, wenn Zielsetzungen oder Wertvorstellungen von Personen, gesellschaftlichen Gruppen, Organisationen oder Staaten unvereinbar sind."Danke, Anon! Konflikte können immer drei Lösungen haben: Die erste führt zu weiteren Konflikten, die zweite löst den Konflikt, in der dritten Variante bleibt alles beim alten, der Konflikt existiert weiter. Hierbei ist zu beachten, dass manchmal Nichtstun auch einen Konflikt im Guten, wie im Schlechten lösen kann. Welche Lösung die Spieler wählen, liegt bei ihnen. Der Spielleiter sollte sie in die Konfliktsituation bringen und abwarten. Mir macht das persönlich viel Spaß zu sehen, wie sich im Geist der Spielern das Problem entfaltet.Der hagere Mann gehört, gut erkennbar durch seine schwarze Ordenskleidung, einem der dunklen Mächte an. Doch das Angebot, was er den Helden unterbietet ist wirklich gut: Geld...

Besser leiten - Verbessere auch du dich!

Bild von wili_hybrid (Bildlizenz)Spielleiter haben manchmal einen schweren Job: Von Ihnen hängt vielvon dem Spaß des Abends ab. Wenn der Spielleiter es schafft einetolle, spannende Geschichte zu erzählen, haben auch alle Spieler Spaß.Ein guter Spielleiter kann aus einem langweiligen Setting sovielherausholen, dass alle Spieler voller Spannung am Tisch sitzen,Gänsehaut bekommen und mit dem Leben ihrer Charaktere mitfiebern. Ist es nicht das was auch der Spielleiter will? Ich will das! Ich will das meine Spieler den maximalen Spaß haben, des wegen leite ich auch gerne. Doch wie alles ist Spielleiten eine Fähigkeit, die man anlernen kann (wenn man nicht mit Talent gesegnet ist). Für mich ist einer der wichtigsten Quellen beim lernen vom Spielleitender Vergleich mit anderen Spielleitern, besser gesagt die Frage: Wasmachen andere Spielleiter besser als ich, und wie kann ich das auchbesser machen. Dafür hilft mir persönlich ungemein das Internet,insbesondere die tolle Blog-Community. Durch das tägliche verfolgender deutschen Rollenspielblogs komme ich deutlich und spürbar weiter.Wirklich spannend finde ich immer, wenn ein Blogger wieder einkritisches aktuelles Thema auffasst, und dazu seine eigene Meinungschreibt. Insbesondere über Themen wie Balancing, Oldschool undSpielerbelohnungen kann man sehr sehr lange diskutieren und wirddennoch nicht auf einen Nenner kommen. Die zweite große Quelle zum lernen sind für mich Bücher. Wenn ich irgendwo Material mit Spielleitertipps finde, lese ich sie. An dieser Stelle möchte ich das wunderbare Buch "Spielleiten" von Dominic Wäsch empfehlen. Wer Spielleiten lernen möchte, ollte es wirklich lesen. Wahrscheinlich weiß man einiges aus dem Buch bereits, aber das gesamte Buch bringt einen als Spielleiter wirklich weiter. Meine Empfehlung:Wer es nicht hat, Kaufen (am besten nach diesem Artikel ;-))!. Die beste Quelle ist natürlich die eigene Spielrunde und die eigenenErfahrungen. Wenn ich beispielsweise irgendwas spannendes im Internet oder in den Büchern lese, dann versuche ich es in der nächsten Sitzung aus. War...