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The Infiltrator Filmkritik — Heisenberg wechselt die Seiten

Wenn man bedenkt, was sich heute so alles als "Thriller" bezeichnen darf, bekommt man ungemein Lust, die PR-Abteilung des entsprechenden Meisterwerks aufzusuchen und den Verantwortlichen freundschaftlich die eigene Faust vorzustellen. Kommt dann aber tatsächlich ein Film um die Ecke, der die Regeln der Kunst beherrscht und seiner Genrebezeichnung mehr als gerecht wird, dann gibt es große Augen und auch echte Probleme. Heutzutage ist man es nämlich kaum noch gewohnt, einer Geschichte wirklich mit jeder Faser des Körpers folgen zu müssen und sich nicht einfach nebenbei unterhalten zu lassen.

Die glorreichen Sieben Filmkritik — Wild Wild West

Wenn ein Stilmittel funktioniert, wird es in den meisten Fällen wieder und wieder kopiert und manchmal — wenn Zeitpunkt und Fingerspitzengefühl stimmen — werden diese Feinheiten zum Eckpfeiler ganzer Genre. Und zwar über viele Jahre hinweg. Was aber auch dazu führt, dass sie einem irgendwann zum Hals raushängen und man sich nach Abwechslung sehnt. Kommt diese, wird sie zu einer neuen Richtung und die alten Wege gelten bald schon als Klischee. Wo die neue Generation aus Kinogängern die Augen rollt, fühlt sich manch alter Kritiker jedoch in nostalgische Gedankenwelten entführt. Vor allem, wenn der Stil kompromisslos und mit Liebe zum Detail beibehalten wird.

War Dogs Filmkritik — Waffenhandel over the top

Mit der Hangover-Trilogie hat Regisseur Todd Phillips der breiten Kinowelt die Bedeutung von "völlig übertrieben" näher gebracht und sich das Spektrum des Blödelns komplett zu Nutze gemacht. Doch was, wenn die Geschichte, die man erzählen möchte, inhaltlich bereits so krude und wahnwitzig ist, dass man gar nicht mehr auf Gedeih und Verderb lustig sein muss? Dann fehlen eigentlich nur noch die richtigen Hauptfiguren und ein fantasievoller Pinselstrich. Was kann jetzt noch schief gehen?

The Purge 3: Election Year Filmkritik  - Wer die Wahl hat …

Es ist wahrscheinlicher, dass man blindlings in einen trüben Fluss springt und überraschend einen Goldklumpen auf dem Boden findet, als das eine Horrorfilmreihe von Teil zu Teil besser wird. Was jedoch als bloßer Home-Invasion-Thriller 2013 mit "The Purge - Die Säuberung" begann, wurde mit "Anarchy" zu einem beinharten Actionbrett und nun, 2016, ein Politik-Horrorfilm, der den Nerv der Zeit gar nicht besser hätte treffen können. Das gebeutelte Jahr will entsprechende Verarbeitung erfahren und findet diese in einer Satire, die selten bissiger, überzogener und moralisch anstößiger war. "The Purge 3: Election Year" ist damit der beste Teil der Reihe und das will tatsächlich etwas heißen.

Nerve Filmkritik — Rasant im Neonlicht

Die Regisseure Ariel Schulman und Henry Joost haben eine Sache verstanden: die Zeiten haben sich geändert und der Rhythmus des Alltags ist ein neuer geworden. Die Uhren sind nicht stehen geblieben und das Leben eines Teenagers sieht heute anders aus, ist aber kaum weniger normal als zu unserer Zeit. Will man ein Publikum in dieser Altersgruppe ansprechen, muss man ihre Art verstehen und ihre Sprache sprechen; ohne zu verurteilen. In "Nerve" scheint dies gelungen, wenn auch recht oberflächlich und wenig subtil.

Ben Hur Filmkritik — Judah Ben "Anti Jesus" Hur

Ben Hur ist ein Roman von Lew Wallace aus dem Jahr 1880 und wurde schon zig Male verfilmt. Das Buch ist historisch nicht sonderlich korrekt, was die Umsetzung von William Wyler (1959) aber nicht daran gehindert hat, elf Oscars bei den berühmten Verleihungen abzuräumen. Wie kommt man also auf die Idee, dieses Machwerk übertreffen und dem heutigen Publikum schmackhaft machen zu wollen? Dafür bräuchte es schon eine besondere Herangehensweise, die jedoch kaum einer wirklich erwartet.