RSS Verzeichnis RSS FEED AMuBlo - Alternative Music Blog
ENTERTAINMENT / ALTERNATIVE MUSIK / AMuBlo - Alternative Music Blog
RSS NEWSFEED INFOS

Feed Titel:
AMuBlo - Alternative Music Blog
Feed Beschreibung:
Blog mit Neuigkeiten, Rezensionen und Interviews aus den Musikbereichen Alternative, Elektro, EBM, Wave, Gothic, Industrial, Minimal, 80er, Synthie-Pop, Shoegaze und Independent.
Anbieter Webseite:
http://www.amublo.de/
RSS Feed abonnieren:
http://feeds.feedburner.com/AMuBlo

Rezension: The Morning After - Unfolding The Days

Sofortbildkameras, Musikkassetten und mechanische Schreibmaschinen: Relikte aus längst vergessenen Tagen erinnern uns an die Vergangenheit. Etwaige negative Aspekte, wie teure Foto-Filme, Bandsalate oder kaum korrigierbare Texte, werden in der Retrospektive naturgemäß verklärt wahrgenommen. Wir erinnern uns lieber an die ersten grandiosen Schnappschüsse, an die in Retro-Klangqualität selbst erstellten Mitschnitte von Radiosendungen oder an das musikalische Klackern der Schreibmaschine. Nicht verwunderlich, dass das Thema Nostalgie insbesondere in der Werbung und in der Kunst allgegenwärtig scheint. Auch die Indie-Rock-Band The Morning After setzt mit den insgesamt elf Songs ihres zweiten Albums Unfolding The Days auf das Thema Nostalgie. Obwohl Liedern wie Over And Over eine gewisse Wehmut anhaftet, gelingt es dem Album, nicht ins Kitschige abzudriften und einer dramatisierenden „Früher war alles besser“-Mentalität gekonnt zu umgehen. Des Weiteren überzeugt Over And Over durch seine wohlklingenden Arrangements und einen zum Einsatz kommenden Chor, der alles andere als altbacken wirkt. Noch melancholischer wird es bei Whoohoo Pt. I (Another Life) und Whoohoo Pt. II (Maybe Tomorrow), bei denen insbesondere der ungeschnörkelte Gesang der Band fasziniert. Freunde der gepflegten Tanzmusik kommen bei Nummern wie Head/Heart oder Symmetry auf ihre Kosten. Die Single- und Videoauskupplung Head/Heart punktet durch ihre Unkompliziertheit und Eingängigkeit. Symmetry erinnert durch ein markantes Gitarrenspiel stellenweise an The Smiths. Unfolding The Days hebt sich von so manch belanglosen Indie-Pop-Scheiben ab, da die Songs nicht mit endlos wiederkehrenden und gleichbleibenden Strophen unnötig in die Länge gezogen werden. Zusätzlich hält das Album viele Überraschungsmomente bereit. Beinahe jedes Lied beeindruckt durch unerwartete Wendungen und außergewöhnliche Zwischenparts, was besonders deutlich bei dem rhythmischen Zwischengesang von Sweet Destroyer oder den abwechslungsreichen Takten von The Light zu hören ist. Dennoch überfordert das Album den Hörer nicht und verbreitet die Art von Lässigkeit, die man aus dieser Musikrichtung gewohnt ist. Somit hat Unfolding The Days das Potenzial in ein paar...

Interview mit Livemusiker Brendan Kidulis: "Ich würde fast alles anders machen!"

Foto: Ursula Kelly. Gitarre, Drums und eine Stimme, die insbesondere in den höheren Tönen eine Prise Wahnsinn versprüht: Die besondere Leidenschaft des Sängers, Songschreibers und Entertainers BRENDAN KIDULIS gilt der Livemusik. Aktuell gibt er seine Darbietungen in verschiedenen Londoner Clubs, Bars und Pubs zum Besten. In der zweiten Jahreshälfte wird er überwiegend in Norddeutschland zu sehen sein. Ab 19. Juni kann man sich ein Gefühl von Livemusik mit Brendans neuem Album THIS THING ins Wohnzimmer holen. Dieses enthält neben seinen selbst geschriebenen Songs auch drei Klassiker der Musikgeschichte. Im Interview erzählt Brendan unter anderem, warum seine Auswahl gerade auf diese Klassiker fiel, wie seine ersten Erfahrungen mit dem deutschen Publikum aussahen und welchen Ratschlag er für Nachwuchsmusiker parat hat.Du hast sowohl als Straßenmusiker gespielt als auch auf einer Bühne vor Publikum. Was liegt dir mehr?Musik auf der Straße zu spielen macht man entweder, wenn es keine bessere Alternative gibt oder wenn man sich dem Druck im Showbusiness nicht mehr aussetzen möchte. Dafür hat ein Straßenmusiker mit anderen Problemen zu kämpfen. Nur haben wenige dieser Probleme mit Musik zu tun. Hast du jemals in einer Band gespielt oder warst du schon immer lieber Solo-Musiker?Zu Beginn meiner musikalischen Karriere habe ich immer in Bands gespielt. Eine unserer Singles wurde sogar "Single of the Week" in der Musikzeitschrift NME, im Jahr... 1927, glaube ich. Gibt es Songs, die du so oft gespielt hast, dass du sie mittlerweile nicht mehr spielen möchtest?Eigentlich nicht. Meine Darbietung ist normalerweise sehr spontan. Jedes Mal ein bisschen anders. Ein Lied ist für mich eine Matrix, in deren Rahmen man, abhängig vom jeweiligen Energiefluss, gut experimentieren kann. Welchen Hobbys gehst du nach, wenn du nicht gerade mit dem Musikmachen beschäftigt bist?Ich erstelle gerade eine einfache Webseite für mein eigenes Label Trigo Records. Das ist ein Test. Vorausgesetzt es entstehen...

Interview mit This Social Coil: "Die Musik steht im Vordergrund und nicht die Leute!"

Mit TIME erschien im März dieses Jahres das zweite Album der Aachener Band THIS SOCIAL COIL. Wie schon dem Vorgängeralbum AFTER THE DAY BEFORE, gelingt es auch TIME, durch seine atmosphärischen Klanglandschaften ein tiefes Gefühl der Ruhe und Harmonie zu vermitteln. Als Inspirationsquelle diente THIS SOCIAL COIL dabei vornehmlich die Schönheit und Vielfalt der Natur. Im folgenden Interview erzählt Bandmitglied Frank Henke unter anderem, warum ihm ausgerechnet dieses Thema so wichtig ist, welche musikalischen Prioritäten er setzt und wer sich eigentlich hinter dem Projekt THIS SOCIAL COIL verbirgt.Auf eurer Homepage (Stand: 30. April 2015) erfährt man so gut wie nichts über eure Band-Biografie oder über die Menschen hinter This Social Coil. Warum?Da muss ich etwas ausholen. Im Jahr 2011 spielte ich als Gitarrist in der Band Caterplan, einer Postpunk-Postrock-Formation, die in dieser Zeit auch live einige Konzerte spielte. Bereits in dieser Zeit stellte ich Instrumente und Equipment selber her. Als ein neuer Gitarrenamp getestet wurde, entstand das Stück Shining Target, welches auf größere Resonanz stieß. Die Entstehung dieses Stücks war gleichzeitig die Entstehung von This Social Coil. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Tracks mit Vocals eingespielt wurden. Teilweise zweistimmig mit Felix Henke, der sich auch am Songwriting beteiligte. Ohne kommerziellen Hintergrund, ohne den Druck, dass die die nächsten Gigs anstehen, ging es ans Werk. Alle Instrumente sind nicht aus der Konserve, sondern im Studio eingespielt. Eben keine Band oder Projekt auf dem PC, wie sie in den letzten Jahren immer häufiger kommen und auch wieder gehen. Bandmitglieder wurden bewusst nicht angegeben, weil noch Spielraum für die letztendliche Besetzung bleiben sollte und das bis heute. TSC soll auf Dauer kein Ein-Mann-Projekt bleiben. Die Musik steht im Vordergrund und nicht die Leute. Hinzu kam eine gewisse Live-Müdigkeit, da die kostbare Zeit zunächst wichtiger für das Songwriting und die kreative Soundgestaltung...

Interview mit One I Cinema - Ein Leben für die Musik

Mit ihrem selbstbetitelten Debüt-Album legte die deutsche Band ONE I CINEMA zu Beginn dieses Jahres einen energiegeladenen Mix aus Alternative Rock und Nu Metal vor. Ein Album, das für ein Erstlingswerk ungewöhnlich professionell klingt, was umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass hinter OIC in erster Linie nur eine Person steckt: der Osnabrücker Vollblutmusiker Marco Meyer. Er schrieb alle Songs seines Albums selbst, spielte alle auf dem Album hörbaren Instrumente in Eigenregie ein und wirkte zudem als Produzent mit. Da er aber auch nur ein Mensch ist, der sich auf der Bühne nicht zerteilen kann, wird er bei Liveauftritten von drei weiteren Musikern unterstützt. Wer die sind, wie Marcos musikalischer Werdegang vor OIC aussah, seine ganz eigene Meinung zum Thema „Coverversionen“ und einiges mehr, verrät Marco in folgendem Interview...Wie sah dein musikalisches Leben vor One I Cinema aus und wie entstand letztendlich die Idee zu OIC?Mein musikalisches Leben vor OIC war so ziemlich eine einzige, große, langandauernde musikalische Selbstfindungsphase. Ich habe mit vier Jahren angefangen Schlagzeug zu spielen, nachdem mir mein Vater eines gekauft hatte, er ist selbst Musiker. Ich habe mein Leben lang nichts anderes gemacht, habe mit 16 sogar schon angefangen 40 Coverband-Gigs pro Jahr in der Band meines Dads zu spielen. Habe dann mit Ende 17 mein Abi abgebrochen und bin nach Hamburg auf die Hamburg School of Music gegangen, für ein Musikstudium im Hauptfach Drums. Studieren war aber auch gar nicht mein Ding. Ich habe lieber auf eigene Faust geübt und mich quasi in meinen Proberaum in Hamburg eingeschlossen und mich vermehrt mit Songwriting beschäftigt. Ich habe mein Glück in diversen Projekten als Drummer versucht. Genretechnisch war alles dabei, aber nirgendswo war ich zufrieden oder habe ich hineingepasst. Das ging dann einige Zeit so weiter, bis ich dann irgendwann eine TV-Show-Tour für den DSDS-Gewinner Luca Hänni...

Rezension: The Rezillos - Zero

Bands kommen und gehen. Sie trennen sich, reformieren sich neu, verschwinden nach kurzer Zeit in der Versenkung oder feiern ihr gefühlt zehntes Comeback. Nur die wenigsten bleiben auch noch nach Jahrzehnten in ihrer Urbesetzung bestehen. Einen ähnlich turbulenten Werdegang hat auch die schottische Ur-Punkrock-Band The Rezillos hinter sich. Sie gründete sich bereits 1976, mitten in der ersten Punkwelle, und veröffentlichte zwei Jahre später ihr Debüt-Album Can’t Stand The Rezillos, das 37 Jahre lang das einzige Studio-Album unter diesem Bandnamen bleiben sollte. Noch im Jahr der Albumveröffentlichung löste sich die Band auf, ohne jedoch zu lange auf ein Lebenszeichen von sich warten zu lassen. Ein Jahr nach der Trennung startete sie in veränderter Besetzung und unter dem Namen The Revillos ihr Comeback. Es folgten mehrere Album-, Single- und EP-Veröffentlichungen. Weitere Bandmitglieder kamen und gingen. The Revillos trennten sich mehrmals, um Jahre oder Jahrzehnte später erneut zusammenzufinden. Zuletzt 2001 und seitdem wieder unter ihrem ursprünglichen Bandnamen The Rezillos. Ihrem Sound, einer Mischung aus Punkrock und New Wave, blieben sie dabei bis heute treu. So auch auf ihrem aktuellen Album Zero, dem somit erst zweiten Studio-Album der Rezillos. Ein Album, das den geneigten Hörer aufgrund seines signifikanten Sounds zurück in die späten 70er-Jahre beamt, da Zero genau so wie es ist auch damals schon erschienen sein könnte. Die zwölf Tracks des Albums sind daher für die heutige Zeit zwar nicht sonderlich innovativ aber dennoch neu, da es sich nicht um die x-te Wiederveröffentlichung bereits bekannter Songs aus dieser Ära handelt. Insgesamt bietet das Album mehr Punkrock mit einem Hauch von Glam-Rock und New Wave, als umgekehrt. Wer es dennoch lieber wavig mag, kommt an dem fast schon balladenhaften Tiny Boy From Outer Space, dem leicht atmosphärischen She’s The Bad One und dem auffallend melodiösen Sorry About Tomorrow nicht vorbei. The Rezillos zelebrieren auf...

Rezension: (((S))) - Welcome To The Heartland

Konzeptalben sind auch heutzutage noch etwas Wunderbares. Seit der Einführung diverser Download-Formate etwas in den Hintergrund getreten, gibt es glücklicherweise immer noch Bands, die sich für diese Form der Albenzusammensetzung entscheiden. Eines dieser Gesamtkunstwerke ist das insgesamt sechzehn Titel umfassende und mittlerweile vierte Full-Length-Album Welcome To The Heartland des dänischen Ein-Mann-Projekts (((S))). Bestehend aus acht Hauptsongs in einer gelungenen Retro-Sound-Mischung der 60er- bis 80er-Jahre und acht Zwischenstücken, in denen eine Erzählstimme umgeben von sphärischen Klängen durch das Album führt, bietet Welcome To The Heartland ein knapp 43-minütiges zusammenhängendes Nostalgie-Sounderlebnis. Die Reise ins "Heartland" des Protagonisten beginnt mit einer Begrüßung zu Meditationsklängen (Welcome To The Heartland) und führt direkt zu dem euphorischen Gitarrenstück Snakebite, inklusive Schlangenbeschwörungspart gegen Ende des Songs. Mit einem hallenden Echo Descending folgt anschließend eine Überleitung zu dem eingängigen Post-Punk-Song House, der wiederum mit einer treffsicheren Beschreibung des Hauses des Protagonisten einhergeht. Nach der beruhigenden Information, dass dieses Wände, Fenster und Türen hat, wird bei I've Got The Melody Deep in My Heart textlich stellenweise noch einmal auf den eigenen Song In A Shadow Of A Shadow vom Debüt-Album Ghost zurückgegriffen. Mit Perfectly Imperfect folgt ein Glanzstück im 60er-Jahre Psychedelic-Rock-Stil, bei dem der Name Programm ist. Ob The Naked Nude auch Perfectly Imperfect ist, bleibt offen. Deutlich hingegen lässt der Protagonist an seiner Affinität zu dem italienischen Maler Caravaggio teilhaben. Caravaggio On My Mind ist jedoch nicht der einzige Song des Albums, der trotz seines düsteren Goth-Rock-Backgrounds einen erhellenden Charakter hat. Letzterer strahlt weiter zu der partiell engelsgleichen Klanglandschaft von The Walker, in der man fast schon im Jenseits landet, nur um dann doch wieder im ganz normalen Wahnsinn anzukommen. Dort herrscht mit dem tanzbaren Track Madhouse erneut gute Stimmung. Nachdem die Erzählstimme bei The Lions Weep ausnahmsweise statt eines Monologs auch mal einen, von diffusen Geisterstimmen umgebenen,...