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Praxisratgeber Vergaberecht
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Die Buch- und Seminarreihe "Praxisratgeber Vergaberecht" versteht es, das Thema Vergaberecht aus dem Paragrafen-Dschungel zu befreien und anschaulich und realitätsbezogen darzustellen. Wer den Praxisbezug dieses eher trockenen Themas sucht, findet ihn hier.
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Die lineare Interpolationsmethode im Vergabeverfahren

Soll in einem Vergabeverfahren neben dem Angebotspreis auch die Leistung in Form von Leistungspunkten berücksichtigt werden, dann kann die Wirtschaftlichkeit nur über die Zuschlagsformel einer Bewertungsmethode ermittelt werden. Und hier muss der Auftraggeber im Vorfeld eine bewusste Entscheidung für eine Bewertungsmethode treffen. Eine gängige und beliebte Bewertungsmethode bei Vergabeverfahren ist die Umrechnung der Angebotspreise in Preispunkte durch eine lineare Interpolation bei der der günstigste Angebotspreis die maximale Preispunktzahl erhält und ein fiktives Angebot mit einem Angebotspreis vom Zweifachen des günstigsten Angebotspreises 0 Preispunkte erhält, dazwischen wird linear interpoliert. Angebote, die teurer als das fiktive Angebot sind, erhalten ebenfalls null Preispunkte.Für die Zuschlagsentscheidung wird eine Gesamtpunktzahl aus der Summe der gewichteten Leistungspunkte und der gewichteten Preispunkte betrachtet.Da in dieser Bewertungsklasse Preis- und Leistungsterm mit Gewichtungsfaktoren versehen sind, können Preis und Leistung mit unterschiedlichen Gewichten in die Bewertung einfließen. Soll z. B. dem Preis eine deutlich größere Bedeutung bei der Wertung zukommen, so könnte eine Gewichtung des Preises mit 70 % und eine Gewichtung der Leistung mit 30 % wünschenswert sein. Auch der umgekehrte Fall ist denkbar, bei dem die Leistung stärker Berücksichtigung finden soll und der Preis mit 30 % und die Leistung mit 70 % gewichtet werden soll.Beispiel Gewertet werden sollen drei Angebote mit den folgenden Angebotspreisen und Leistungspunkten. Das preisgünstigste Angebot A erhält die maximale mögliche Preispunktzahl von 100 Punkten. 0 Punkte erhält ein fiktives Angebot mit dem Doppelten des niedrigsten Angebotspreises. Dazwischen wird linear interpoliert. Grundsätzlich gilt bei dieser Methode im Bereich der Angebotspreise zwischen dem niedrigsten Angebotspreis und dem 2-fach niedrigsten Angebotspreis der einfache Zusammenhang: Ein x% vom niedrigsten Angebotspreis teureres Angebot erhält x% weniger Preispunkte.Transformation der Angebotspreise in Preispunkte durch InterpolationGewichtung von 60% Preis und 40% Leistung Gewichtung von 60% Preis und 40% LeistungBei einer Gewichtung von 60% Preis und...

Seminar Praxisratgeber Vergaberecht - Bieterstrategien am 01.12.2016 in Stuttgart

Das Seminar "Praxisratgeber Vergaberecht - Bieterstrategien" zeigt:wie man Ausschreibungsunterlagen analysiert und die Sprache der Ausschreibung versteht, formale Fehler in Ausschreibungen vermeidet, durch die richtige Strategie bei Bieterfragen die eigene Position stärkt und dem Wettbewerb keine Informationsvorteile verschafft, fehlende Leistungsfähigkeit und Fachkunde durch Nachunternehmen und Bietergemeinschaften ausgleicht, das Angebot bzgl. Zuschlagskriterien und Bewertungsmatrizen optimiert, Nebenangebote strategisch einsetzt, elektronische Vergabe und elektronische Signatur verwendet sowie durch Präqualifikation zum Nachweis der Eignung den Aufwand deutlich reduzieren kann. Termin: 01. Dezember 2016, Maritim Hotel Stuttgart, Seidenstr. 34, 70174 StuttgartDie Vorteile der Seminarreihe Praxisratgeber Vergaberecht:anschauliche und realitätsbezogene Darstellungaktuelle Beispiele und Tipps aus der Praxiskleine Gruppen mit maximal 10 TeilnehmernZeit für Fragen und Diskussionenumfangreiche Seminarunterlagen als PDFDie Buch- und Seminarreihe "Praxisratgeber Vergaberecht" versteht es, das Thema Vergaberecht aus dem Paragrafen-Dschungel zu befreien und anschaulich und realitätsbezogen darzustellen. Wer den Praxisbezug dieses eher trockenen Themas sucht, findet ihn hier.Teilnahmegebühr:Die Teilnahmegebühr beträgt pro Teilnehmer und Seminar 590,- Euro zuzüglich MwSt. (702,10 Euro inkl. MwSt.) und beinhaltet die Seminarunterlagen sowie Pausengetränke und ein Mittagessen.Das Schulungsangebot der Firma Praxisratgeber Vergaberecht Thomas Ferber e.K. richtet sich ausschließlich an Unternehmen, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen und nicht an Verbraucher im Sinne des Gesetzes.Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.praxisratgeber-vergaberecht.deAnmeldungMehrtägige SeminarekombinationenDie Seminare der Seminarreihe "Praxisratgeber Vergaberecht" können modular zu mehrtägigen Seminaren zusammengestellt werden, die sich ideal ergänzen.Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.praxisratgeber-vergaberecht.de

Intensivseminar Einführung in das Vergaberecht + IT-Vergabe am 29.11. - 30.11.2016 in Stuttgart

Das zweitägige Intensivseminar vermittelt sowohl Auftraggebern als auch Bietern die Grundprinzipien des deutschen und europäischen Vergaberechts und beschäftigt sich aus Auftraggeber- und aus Bietersicht mit allen Phasen der Ausschreibung insbesondere mit den Besonderheiten bei IT-Ausschreibungen.Im Einzelnen werden behandelt:Grundlagen des Vergaberechts Wertgrenzen und Schwellenwerte Schwellenwertberechnung Auftragsarten und Vergabearten Vergabeunterlagen, Leistungsbeschreibung Ablauf im Vergabeverfahren Fristen, Termine und Dringlichkeiten Formale Anforderungen, Eignungskriterien Bieterfragen Anforderungen an die Bieterangebote Zuschlagskriterien, Bewertungskriterien und Bewertungsmatrizen Bewertungsmethoden, einfache Richtwertmethode, erweiterte Richtwertmethode Zuschlag und Aufhebung Rüge und Nachprüfungsverfahren Anforderungen an die Dokumentation Besonderheiten der IT-Vergabe bei Hardware-Beschaffung, Software-Beschaffung, Beschaffung von Wartung und Dienstleistung, Software-Erstellung, IT-Systembeschaffung IT-Leistungsbeschreibung, produktneutrale vs. herstellerspezifische Leistungsbeschreibung IT-Vertragsrecht, EVB-IT, IT-Rahmenverträge Teststellungen und Proof of Concept Beispiele und Tipps für die Praxis Das zweitägige Intensivseminar findet vom 29.11. bis zum 30.11.2017 im Maritim Hotel in Stuttgart statt. Die Vorteile der Seminarreihe Praxisratgeber Vergaberecht:anschauliche und realitätsbezogene Darstellungaktuelle Beispiele und Tipps aus der Praxiskleine Gruppen mit maximal 10 TeilnehmernZeit für Ihre Fragen und Diskussionenumfangreiche Seminarunterlagen als PDFZielgruppe: Auftraggeber, die IT-Vergaben vorbereiten und durchführen sowie Bieter, die sich an IT-Ausschreibungen beteiligen. Teilnahmegebühr:Die Teilnahmegebühr für das Seminar beträgt pro Teilnehmer 1.050,- Euro zuzüglich MwSt. (1.249,50 Euro inkl. MwSt.) und beinhaltet die Seminarunterlagen sowie Pausengetränke und Mittagessen an beiden Seminarteagen.Das Schulungsangebot des Fachverlags Thomas Ferber richtet sich ausschließlich an Unternehmen, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen und nicht an Verbraucher im Sinne des Gesetzes. AnmeldungSeminartermine: 29.11. - 30.11.2016 in Stuttgart31.01. - 01.02.2017 in Darmstadt21.03. - 22.03.2017 in Darmstadt16.05. - 17.05.2017 in Stuttgart15.08. - 16.08.2017 in Darmstadt19.09. - 20.09.2017 in Berlin 05.12. - 06.12.2017 in Stuttgart

Anmerkungen zum Beschluss Z3-3-3194-1-28-07/16 der Vergabekammer Südbayern vom 30.8.2016

Die pauschale Kritik und die erheblichen Zweifel der Vergabekammer Südbayern in ihrem Beschluss vom 30.8.2016 (Z3-3-3194-1-28-07/16) an der gängigen Interpolationsmethode sowie der gängigen Preisquotientenmethode hat Verwirrung und Verwunderung in der Vergabepraxis erzeugt und zu vielen Anfragen von Vergabepraktikern an mich geführt.Als Autor des Buchs "Bewertungskriterien und Bewertungsmatrizen", sowie als Diplom-Mathematiker erlaube ich mir die folgenden Anmerkungen zum Beschluss Z3-3-3194-1-28-07/16 der Vergabekammer Südbayern. Im Detail nachzulesen:Schäffer/Ferber. Zur (Un-)Zulässigkeit gängiger Wertungsmethoden, Vergabe Fokus 6/2016.Ferber. Vor- und Nachteile verschiedener Wertungssysteme, Vergabe Fokus 6/2016.Ferber. Das Rätsel „Preis-Leistungs-Verhältnis", Vergabe Navigator, Sonderheft 2016.Ferber. Was bedeutet „Preis-Leistungs-Verhältnis“ im Vergaberecht, blog.cosinex.de, 15.11.2016. Ferber. Die Crux mit den Noten - Der Einfluss von Notenskalen auf das Zuschlagsergebnis, Vergabe Navigator, Heft 6/2016.Ferber in: Müller-Wrede, Malte (Hrsg.). VgV Kommentar (ISBN 978-3-8462-0556-3), 01/2017, § 58 Abs. 2 S. 1 VgV. Im Folgenden möchte ich meine wichtigsten Aussagen dazu zusammenfassen und verweise auf die entsprechenden Zeitschriftenaufsätze bzw. mein Buch Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren.Die pauschale Kritik und die erheblichen Zweifel der Vergabekammer Südbayern an Bewertungsmethoden, bei denen eine Umrechnung des Angebotspreises in Preispunkte erfolgt (Bewertungsklasse III, Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren S. 119ff.), wäre analog auf die Bewertungsmethoden der Bewertungsklasse IV (gewichtete Richtwertmethoden, Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren S. 119ff.) übertragbar. Den Begriff des Preis-Leistungs-Verhältnisses, wie von der Vergabekammer Südbayern gefordert, sehr streng mathematisch als Quotienten aus dem Angebotspreis und der erreichten Leistungspunktzahl auszulegen, hätte erhebliche Konsequenzen auf die Ausschreibungspraxis. Denn dann wäre eine von 50% Preis und 50% Leistung abweichende Gewichtung nicht mehr praktikabel anwendbar.Die von der VK Südbayern aufgeführten Beispiele übersehen, dass die kritisierten Effekte durch das Verwenden...

Seminar Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen am 08.12.2016 in Darmstadt

Das Seminar Praxisratgeber Vergaberecht - Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen behandelt die Besonderheiten der Bewertungskriterien und Bewertungsmatrizen in Vergabeverfahren: Welche Kriterien sind neben dem Preis möglich und erlaubt? Transparenzgebot Die richtigen Kriterien finden, Wirtschaftlichkeit der Angebote Ausschlusskriterien, Bewertungskriterien, Gewichtung von Kriterien Preis-Leistungs-Verhältnis einfache Richtwertmethode, erweiterte Richtwertmethode, gewichtete Richtwertmethode Mittelwertmethode, Medianmethode, Referenzwertmethode Interpolationsmethoden, Preisquotientenmethode Vor- und Nachteile, Besonderheiten der verschiedenen Methoden, Störanfälligkeit und Stabilität der Methoden Erstellen von Bewertungsmatrizen, Notenskalen Vermeiden von Komplexität, Analyse von Bewertungsmatrizen Auswertung mit Hilfe von Bewertungsmatrizen Rechtsprechung Beispiele und Tipps für die Praxis Die Vorteile der Seminarreihe Praxisratgeber Vergaberecht:anschauliche und realitätsbezogene Darstellungaktuelle Beispiele und Tipps aus der Praxiskleine Gruppen mit maximal 10 TeilnehmernZeit für Fragen und Diskussionenumfangreiche Seminarunterlagen als PDFDie Buch- und Seminarreihe "Praxisratgeber Vergaberecht" versteht es, das Thema Vergaberecht aus dem Paragrafen-Dschungel zu befreien und anschaulich und realitätsbezogen darzustellen. Wer den Praxisbezug dieses eher trockenen Themas sucht, findet ihn hier.Teilnahmegebühr:Die Teilnahmegebühr beträgt pro Teilnehmer und Seminar 590,- Euro zuzüglich MwSt. (702,10 Euro inkl. MwSt.) und beinhaltet die Seminarunterlagen sowie Pausengetränke und ein Mittagessen.Das Schulungsangebot der Firma Praxisratgeber Vergaberecht Thomas Ferber e.K. richtet sich ausschließlich an Unternehmen, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen und nicht an Verbraucher im Sinne des Gesetzes.Seminartermine:08.12.2016 in Darmstadt16.02.2017 in Leipzig09.03.2017 in Stuttgart11.05.2017 in Leipzig18.05.2017 in Stuttgart22.06.2017 in HamburgWeitere Informationen zum Seminar und die Möglichkeit zur Anmeldung:http://praxisratgeber-vergaberecht.de/seminar-bewertungsmatrizen.html

Vor- und Nachteile verschiedener Wertungssysteme in Vergabeverfahren

In der Ausgabe 6/2016 der Zeitschrift VergabeFokus beantworte ich häufig gestellte Fragen von Auftraggebern zum Thema „Wertungssysteme“. Des Weiteren findet sich im Heft 6/2016 eine kritische Entscheidungsbesprechung zum Beschluss (Z3-3-3194-1-28-07/16) der Vergabekammer Südbayern, die den Begriff des Preis-Leistungsverhältnisses sehr streng mathematisch als Quotienten aus dem Angebotspreis und der erreichten Leistungspunktzahl auslegt. Vor- und Nachteile verschiedener WertungssystemeFrage 1: Mit den Änderungen durch die Vergaberechtsreform erfolgt die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots auf der Grundlage des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Der Gesetzgeber hat es aber zugelassen, dass weiterhin eine Zuschlagsentscheidung nur auf Basis des Angebotspreises möglich ist. Wie passt das zusammen?Frage 2: Das Vergaberecht wird oft dafür kritisiert, dass man das billigste Angebot nehmen müsse, obwohl man weiß, dass dieses Angebot nicht das wirtschaftlichste ist, da es höhere Folgekosten generieren wird. Ist diese Kritik berechtigt?Frage 3: Was muss man tun, um Leistung, Qualität und Nachhaltigkeit mitbewerten zu können, oder anders gefragt, welches Mehr an Leistung rechtfertigt welchen höheren Preis? Frage 4: Führt das Ganze nicht zu einer viel zu starken Mathematisierung des Vergaberechts? Frage 5: Warum kann man bei der Zuschlagsformel Kennzahl = Leistungspunkte/Angebotspreis bzw. Kennzahl = Angebotspreis/Leistungspunkte Leistung und Preis nicht unterschiedlich gewichten? Frage 6: Kann eine solche Gewichtung nicht mit der erweiterten Richtwertmethode gemäß UfAB (Unterlage für Ausschreibung und Bewertung von IT-Leistungen) vorgenommen werden? Wenn die einfache Richtwertmethode immer gleich 50 % Leistung und 50 % Preis gewichtet, dann müsste doch eigentlich die erweiterte Richtwertmethode mit einem Schwankungsbereich von 10% und der Leistungspunktzahl als Entscheidungskriterium einer Gewichtung von 60% Leistung und 40% Preis entsprechen. Frage 7: Mit welchen Bewertungsmethoden kann man denn eine unterschiedliche Gewichtung von Preis und Leistung praktikabel umsetzen? Frage 8: Dürfen die Interpolationsmethode bzw. die Preisquotientenmethode überhaupt noch angewendet werden? Frage 9: Wie kann man die Bewertungsverzerrungen bei den Notenskalen verhindern? Frage 10:...