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OSCAR-News: 20 Filme bleiben im Rennen um den Spezialeffekt-OSCAR

20 Filme haben die erste Vorausscheidung für den Spezialeffekt-OSCAR 2017 überstanden, fünf von diesen 20 werden im Januar eine Nominierung erhalten:- Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln- Arrival- BFG - Big Friendly Giant- Batman v Superman: Dawn of Justice- Deadpool- Deepwater Horizon- Doctor Strange- The First Avenger: Civil War - Independence Day: Wiederkehr- Die Insel der besonderen Kinder - The Jungle Book- Kubo - Der tapfere Samuari- Passengers- Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Rogue One: A Star Wars Story- Star Trek Beyond- Suicide Squad- Sully- Warcraft: The Beginning- X-Men: ApocalypseSehr bemerkenswert ist, daß es mit "Kubo" ein Animationsfilm in die Liste geschafft hat - das allerdings ausgesprochen verdient, denn das Motion Capture-Abenteuer ist technisch nahezu perfekt umgesetzt! Etwas überraschend fehlen dafür Disneys "Elliot, der Drache", Jeff Nichols' "Midnight Special", Justin Kurzels "Assassin's Creed", Ang Lees "Die irre Heldentour des Billy Lynn" und speziell Juan Antonio Bayonas Romanadaption "Sieben Minuten nach Mitternacht". Sichere Kandidaten auf eine Nominierung sind "Rogue One" (nur ein "Star Wars"-Film blieb bislang ohne Nennung in dieser Kategorie), Jon Favreaus technisch revolutionärer "The Jungle Book" und der mit atemberaubenden technischen Spielereien aufwartende "Doctor Strange". Auch Denis Villeneuves philosophisches SciFi-Drama "Arrival" und David Yates' "Harry Potter"-Spin-Off "Phantastische Tierwesen" zählen zu den aussichtsreichen Kandidaten, dazu vielleicht noch das Raumschiff-Abenteuer "Passengers", Steven Spielbergs "BFG" und Clint Eastwoods vergleichsweise bodenständiger "Sully". Vielleicht kann aber ja "Kubo" weiter überraschen und erhält tatsächlich eine Nominierung (das wäre kein Novum, aber das erste Mal seit "Nightmare Before Christmas" 1994)? Nicht unmöglich ist auch, daß ein Film wie "Warcraft" reinschlüpft, den wenige auf der Rechnung haben, weil er insgesamt ziemlich schlecht ankam. Und die übrigen Superhelden-Filme darf man natürlich auch nicht ganz vergessen, wenngleich sie sich gegenseitig wohl etliche Stimmen wegnehmen werden bzw. "Doctor Strange" viele davon auf sich vereinen wird (die...

Samstags-Update (48/2016)

Wie zu erwarten war, gibt es keine kurzfristigen Änderungen mehr im deutschen Kinostartplan bis Ende Dezember:Kinovorschau Herbst 2016 (Teil 2)Box Office-News:In den deutschen Lichtspielhäusern konzentrierern sich die Kinogänger dieses Wochenende auf bereits etwas ältere Filme, somit bleiben die Top 3 der Charts zur Vorwoche unverändert: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" verteidigt mit bis zu 400.000 Zuschauern die Spitze, gefolgt von "Willkommen bei den Hartmanns" (bis zu 200.000) und "Arrvial" (gut 100.000). Die drei breiten Neustarts der Woche bleiben kollektiv unter dem Erwarteten. Am besten schneidet noch "Underworld 5" ab, der mit ungefähr 75.000 Zuschauern Platz 4 belegt (was ein Reihen-Tiefpunkt ist, die Vorgänger eröffneten alle zwischen 130.000 und 240.000), während Clint Eastwoods "Sully" mit Tom Hanks und der deutsche Kinderfilm "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" laut InsideKino auf jeweils gut 50.000 Besucher kommen sollten.In den USA ist das Wochenende nach der Thanksgiving-Woche stets eines der langweiligsten, da die Prestigeproduktionen entweder bereits in der feiertagsverlängerten 5 Tage-Woche zuvor in die Kinos gebracht werden oder eine Woche später, wenn das für die Filmbranche höchst lukrative Weihnachtsfest schon fast vor der Tür steht. Entsprechend gibt es auch hier auf den vorderen Plätzen kaum Veränderungen: Disneys Animationsfilm "Vaiana" bleibt mit bis zu $30 Mio. an der Spitze vor "Phantastische Tierwesen" (knapp $20 Mio.), lediglich der letzte Woche etwas enttäuschende Neustart "Allied" mit Brad Pitt könnte sich mit $7-8 Mio. noch knapp vor "Doctor Strange" auf Platz 3 schieben. Der einzige breite Neustart, der Horrorfilm "Incarnate" mit Aaron Eckhart, floppt erwartungsgemäß mit gerade einmal $2Mio., was mit etwas Pech nicht für die Top 10 reichen wird. In Deutschland hat "Incarnate" noch keinen Starttermin, die Chancen stehen nicht schlecht, daß er sowieso direkt fürs Heimkino veröffentlicht werden wird.Quellen:InsideKino: NewsDeadline Hollywood

OSCAR-News: "La La Land" mit 12 Critics Choice-Nominierungen, "Moonlight" und "Arrival" mit 10

352 Filmkritiker aus den gesamten USA haben über die besten Leistungen des Jahres 2016 abgestimmt, herausgekommen sind dabei diese Nominierungen (wichtigste Kategorien):Bester Film:- Arrival- Fences- Hacksaw Ridge- Hell or High Water- La La Land- Lion- Loving- Manchester by the Sea- Moonlight- SullyKeine Sensationen, aber der Vergleich mit den vorgestern verliehenen NBR Awards ist sehr interessant. Die dort überraschend nicht in den Top 10 genannten OSCAR-Kandidaten sind hier nämlich beinahe alle vertreten: Denzel Washingtons sozialkritische Theateradaption "Fences", Garth Davis' Drama "Lion" (über einen indischen Jungen, der seine Eltern buchstäblich verliert und von einem australischen Ehepaar adoptiert wird, bis er als Erwachsener versucht, seine leibliche Familie ausfindig zu machen) und Jeff Nichols' Liebes- und Rassismusdrama "Loving" (über ein gemischtrassiges US-Ehepaar in den 1960er Jahren). Die leichten Sorgenfalten, die bei den Beteiligten (und vor allem den Produzenten) dieser Filme am Dienstag aufgekommen sein dürften, können sich nun also vorerst wieder legen. Problematisch sieht es nur für Pablo Larraíns "Jackie" (über Jackie Kennedy in den Tagen nach dem Mord an JFK) aus, das erneut übergangen wird, aber in der Königskategorie auch nicht zu den größten Favoriten zählte. Von den NBR-Top 10 fehlen hier umgekehrt Peter Bergs "Patriots Day" (über den Terroranschlag auf den Boston-Marathon), Martin Scorseses Historiendrama "Silence" (das den NBR-Juroren in einer Sondervorführung gezeigt wurde, für die Critics Choice Awards aber wohl schlicht zu spät fertig wurde), die Hollywood-Satire "Hail, Caesar!" von den Coen-Brüdern und Theodore Melfis Biopic "Hidden Figures" über drei schwarze NASA-Mathematikerinnen in den 1960er Jahren. "Silence" sollte bei entsprechender Qualität gute Chancen haben, zu den OSCAR-Nominees zu zählen, für die drei anderen dürfte es aber schwierig werden. Bleiben noch die gemeinsamen Nenner bei NBR und Critics Choice Award, die also den bestmöglichen Start in die Awards Season hingelegt haben: "Arrival", "Hell or High Water", "La La Land" (Gewinner bei den...

CAFÉ SOCIETY (2016)

Regie und Drehbuch: Woody AllenDarsteller: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Steve Carell, Corey Stoll, Blake Lively, Jeannie Berlin, Ken Stott, Paul Schneider, Parker Posey, Anna Camp, Richard Portnow, Sari Lennick, Stephen Kunken, Sheryl Lee, Tony Sirico(function(d,s,id){var js,stags=d.getElementsByTagName(s)[0];if(d.getElementById(id)){return;}js=d.createElement(s);js.id=id;js.src="http://g-ec2.images-amazon.com/images/G/01/imdb/plugins/rating/js/rating.min.js";stags.parentNode.insertBefore(js,stags);})(document,'script','imdb-rating-api'); Rotten Tomatoes: 70% (6,1); weltweites Einspielergebnis: $43,0 Mio.FSK: 12, Dauer: 96 Minuten. In den 1930er Jahren entschließt sich der aus einer jüdischen New Yorker Familie stammende Bobby Dorfman (Jesse Eisenberg, "The Social Network"), auf gut Glück nach Los Angeles zu ziehen, wo sein Onkel Phil (Steve Carell, "Ganz weit hinten") erfolgreich als Schauspielagent tätig ist. Auch Bobby will irgendwie in die Filmindustrie kommen und überredet Phil deshalb, ihn erst einmal als Laufbursche zu beschäftigen. Dabei lernt er viele große Hollywood-Stars kennen, aber auch Phils hübsche, bodenständige Sekretärin Vonnie (Kristen Stewart, "Snow White and the Huntsman"), in die er sich sofort verliebt – obwohl sie bereits einen Freund hat. Bobby bleibt jedoch hartnäckig in seinem Werben und hofft, sie davon überzeugen zu können, ihn zu heiraten und mit ihm nach New York zu ziehen, wo er bei seinem älteren Bruder Ben (Corey Stoll, "Ant-Man") einen besseren Job bekommen könnte; denn Ben ist im weitesten Sinne in der Gastronomie-Branche tätig (ein deutlicher Euphemismus für: Er ist ein Gangster!) und hat kürzlich einen bereits sehr beliebten Nachtclub eröffnet …Kritik:"Café Society" ist im Grunde genommen das Musterexemplar eines Films, den man als "ganz nett" einstuft. Doch wenngleich das im Normalfall nicht das schlechteste Label ist, das man angeheftet bekommen kann, liegt es doch unter dem durchschnittlichen Niveau von Altmeister Woody Allen und ist folglich eher eine Enttäuschung. Zwar hat Allen fraglos schlechtere Filme gedreht (z.B. "Ich sehe den Mann deiner Träume"), aber obwohl er in "Café Society" die 1930er Jahre und den Unterschied zwischen New York und Hollywood optisch und akustisch (u.a. mit etlichen Liedern des in der...

OSCAR-News: "Manchester by the Sea"-Sieg bei den NBR Awards eröffnet den Reigen der Kritikerpreise

Nachdem es in den letzten Tagen schon ein paar erste Vorboten durch die Nominierungen für die Independent Spirit Awards und gestern die Gewinner der (ebenfalls auf Independent-Filme beschränkten) Gotham Independent Film Awards gab, startet die Awards Season nun mit den Kritiker-Filmpreisen endgültig durch, deren Einfluß auf die Golden Globes wie auch auf die OSCARs beträchtlich ist und die in kürzester Zeit Außenseiter zu Favoriten machen können (und umgekehrt, versteht sich). Den Auftakt macht traditionell das altehrwürdige National Board of Review mit seinen NBR Awards. Letztes Jahr gab es mit George Millers "Mad Max: Fury Road" einen Überraschungssieger, der sein Momentum bis zur OSCAR-Verleihung im Februar halten konnte - zwar nicht auf allerhöchstem Niveau, aber mit mehr als beachtlichen sechs Academy Awards in den technischen Kategorien. Diesmal ist der Gewinner etwas traditioneller - die wichtigsten Kategorien:Bester Film: "Manchester by the Sea"Regie: Barry Jenkins, "Moonlight"Hauptdarsteller: Casey Affleck, "Manchester by the Sea"Hauptdarstellerin: Amy Adams, "Arrival"Nebendarsteller: Jeff Bridges, "Hell or High Water"Nebendarstellerin: Naomie Harris, "Moonlight"Originaldrehbuch: Kenneth Lonergan, "Manchester by the Sea"Adaptiertes Drehbuch: Jay Cocks und Martin Scorsese, "Silence"Animationsfilm: "Kubo - Der tapfere Samurai"Fremdsprachiger Film: "The Salesman", IranDokumentarfilm: "O.J.: Made in America"Ensemble: "Hidden Figures"Unter den Gewinnern gibt es keine Sensationen, alle galten als aussichtsreiche Kandidaten. Das gilt auch und gerade für das aufwählende Charakterdrama "Manchester by the Sea", das einen Platz in der OSCAR-Königskategorie "Bester Film" ziemlich sicher haben dürfte. Am überraschendsten ist noch der (meiner Ansicht nach nicht unverdiente) Triumph von "Kubo" bei den Animationsfilmen über stärker eingeschätzte und wesentlich teurere Konkurrenten wie "Zoomania", "Findet Dorie" oder "Vaiana". Bei den Darstellern werden sich besonders Bridges und Harris freuen, die zuletzt bei den Spirit Awards unerwartet nicht einmal nominiert wurden. Affleck, der auch bei den Gotham Awards gewann, ist als OSCAR-Nominee so gut wie gesetzt, Adams' Chancen sind durch diesen Sieg bei großer Konkurrenz (zu...

TV-Tips für die Woche 48/2016

Montag, 28. November:Arte, 20.15 Uhr: "Winterschlaf" (2014) Free-TV-Premiere des in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten, gut dreistündigen türkischen Dramas von Nuri Bilge Ceylan über einen patriarchalischen früheren Schauspieler, der in den Bergen Anatoliens ein kleines Hotel betreibt. In den kalten Wintermonaten wachsen die Spannungen innerhalb seiner Familie, aber auch mit der Dorfgemeinschaft.Kabel Eins, 20.15 Uhr (gut fünf Minuten geschnitten, ungekürzte Nachtwiederholung um 0.20 Uhr): "Tödliche Weihnachten" (1996)Wer es in der Weihnachtszeit zwar durchaus festlich, aber nicht so richtig besinnlich mag, der ist mit Renny Harlins geradlinigem Thriller gut bedient, in dem die seit Jahren an Amnesie leidende Samantha (Geena Davis) erfahren muß, daß sie einst eine Profikillerin war und jetzt von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Immerhin steht ihr Samuel L. Jackson als Privatdetektiv tatkräftig zur Seite.Arte, 0.50 Uhr: "Schatten" (1923)Free-TV-Premiere des expressionistischen deutschen Stummfilmklassikers (vollständig ohne Zwischentitel) von Arthur Robison über einen höchst eifersüchtigen Ehemann und die Macht der (Selbst-)Täuschung.Außerdem:Agora - Die Säulen des Himmels (ein aufwühlendes spanisches Historiendrama über eine von Rachel Weisz brillant verkörperte Wissenschaftlerin im altertümlichen, noch von den Römern beherrschten Alexandria, die mitten in den sich zuspitzenden Glaubenskrieg zwischen Juden, Christen und "Heiden" gerät; 20.15 Uhr bei One)Dienstag, 29. November:Arte, 20.15 Uhr: "Get - Der Prozeß der Viviane Amsalem" (2014)Die Free-TV-Premiere des für den Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film nominierten israelisch-französischen Gerichtsdramas über den jahrelangen, windmühlenartigen Kampf der israelischen Jüdin Viviane Amsalem (die im April 2016 verstorbene Ronit Elkabetz), sich vor einem Rabbinatsgericht von ihrem Ehemann scheiden zu lassen - was aber nicht ohne dessen Zustimmung geht. Die Vorgeschichte wird übrigens in zwei früheren Filmen geschildert ("Getrennte Wege" und "Shiva" aus den Jahren 2004 und 2008), für das Verständnis von "Get" ist deren Kenntnis aber nicht notwendig.ARD, 1.20 Uhr: "Mord im Orient-Express" (1974)Siehe meinen TV-Tip von Mitte...