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Svenja-and-the-City
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Die dramatische Zeit ist vorüber, aber die Geschichte von Svenja-and-the-City geht weiter. Nachdem die Verwandelung von Sven zu Svenja geglückt ist, hält der Alltag neue Abenteuer für unsere Protagonistin bereit. Es wird auch weiterhin getanzt, gestöckelt und gespeist, doch auch viele neue Herausforderungen müssen gemeistert werden. Bleiben Sie dran!
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Sommer im Baltikum

Was fällt einem ein, wenn man an Dänen denkt, an Holländer, oder an Amerikaner? Irgend etwas verbindet doch jeder mit fremden Nationen. Bei mir sind es Smørrebrød, Strand und Gemütlichkeit, bzw. Fahrräder, Käse und Fußball, oder Pickup Trucks, Waffen und die endlose Prairie.Doch woran denke ich bei Litauern? An Wohnungseinbrüche, Raubüberfälle und die bandenmäßige Begehung von Straftaten aller Art. Wie ist es möglich, dass eine ganze Nation in erster Linie für ihre Straftäter bekannt ist? Das können doch unmöglich alles Ganoven sein?!Vielleicht liegt es daran, dass ich Polizistin bin, doch andererseits: Wann hatte ich zuletzt mit einem Dänen zu tun? Ich kann mich nicht erinnern, dabei liegt Dänemark gleich um die Ecke und es gibt doppelt so viele Dänen wie Litauer.Svenja und Pieps beschließen, vor Ort eigene Ermittlungen anzustellen und der Sache auf den Grund zu gehen. Unseren Sommerurlaub werden wir mit Motorrad, Zelt und Schlafsack in Litauen, Lettland und Estland verbringen.Gleich nach dem Dienst fahre ich rüber zum Kieler Ostuferhafen, um bei DFDS Seaways eine Fährpassage nach Litauen zu buchen. Dieser Hafen wirkt bereits auf den ersten Blick anders, als die übrigen Kieler Häfen. Am Schweden- und am Norwegenkai prägen Skandinavier das Bild, am Ostseekai machen die riesigen Kreuzfahrer aus aller Welt fest und im Scheerhafen löschen Massengutfrachter ihre Ladungen.Vorbei an Lagerhallen und Kränen fahre ich zum Terminal von DFDS Seaways. Kaum ein PKW ist zu sehen, kein Wohnmobil und keine Touristen. Dafür stehen etwa 100 schwere LKW auf dem Gelände. Die meisten tragen RU für Russland im Kennzeichen, seltener LT, LV oder EST für Litauen, Lettland, oder Estland.Die Fähre Kiel-Klaipeda ist eine der wichtigsten Verbindungen für den Güterumschlag mit Russland, denn von Klaipeda sind es nur noch 550 km bis an die russische Grenze.Ich stelle das Auto zwischen zwei LKW ab, doch es sind nicht die üblichen Rostklopfer,...

Saisonstart 2016

Der Winter ist vorüber. Es geht wieder los. Abenteuer, Reisen, Motorradfahren, Zelten, Fotografieren und Schreiben. Im Sommer verbinden sich alle meine Lei­den­schaften zu einer, wenn ich mit Motorrad, Zelt und Schlafsack auf Reisen gehe.Im Frühling geht es nach Mandø, eine Insel zu der es keine Brücke und keine Fähre gibt. Sie ist nur übers Watt zu erreichen und es macht irren Spaß, mit der Enduro ins Ungewisse zu heizen, weil die Insel vom Festland nicht zu sehen ist. Und dann die große Sommerreise: Ich habe eine Schiffspassage für Greeny, Pieps und mich nach Litauen gebucht. Wir werden Vilnius besuchen, durch die Wälder Lettlands düsen und Estlands alte Gutshöfe anschauen. Dort gibt es hunderte historischer Rittergüter, Burgen und Landhäuser. Manche sind als Hotels und Gästehäuser hergerichtet. Und das Beste: In den Ländern des Baltikums ist Endurofahren noch möglich und viele Straßen sind nicht asphaltiert. Dann im Herbst… Aber das kommt später, dafür ist es noch zu früh. Nur soviel: Im Oktober macht der Autozug seine letzten Fahrten, dann möchte ich an Bord sein. Gestern war ich zum Saisonstart in Eckernförde und habe unten am Hafen meine neue Kamera ausprobiert. Es war sonnig, eisekalt und wunderschön. Ein herrlicher Tag, um am Leben zu sein. Welche Bedeutung haben die Dinge, die wir gerne tun? Machen sie aus, wer wir sind? Woher kommen unsere Leidenschaften? Ich kenne die Antwort nicht, aber solange ich mich nach jedem Winter wieder auf meine Enduro schwinge, den Motor starte und mit Zelt und Schlafsack ins Abenteuer fahre, solange bin ich noch nicht erledigt.

Jahresrückblick 2015

Silvestermorgen. Ich stehe vor dem Weinregal im Supermarkt und nehme zwei Flaschen Sekt in die Hand. Wieso eigentlich nicht, denke ich? Es war ein turbulentes Jahr und wenn es je einen Grund zum Feiern gab, dann heute. Eine kurze Bestandsaufnahme: Gesund? Bin ich. Mir fehlt nichts. Es ist Jahre her, dass ich zuletzt was hatte, oder überhaupt beim Arzt war.Beruflich? In diesem Jahr bin ich Chefin geworden, Leiterin der IT-Forensik des LKA, und im Dezember bin ich auch noch befördert worden. Ich könnte platzen vor Stolz. Aber trotzdem ist das nur die Arbeit. Ich habe auch noch ein Leben.Thema Geld: Schulden, Alimente und Unterhalt haben mich 10 Jahre lang geknechtet, doch seit diesem Jahr bin ich schuldenfrei. Mein Gehalt hat sich damit über Nacht verdoppelt. Sämtliche Schulden beglichen, der Unterhalt bezahlt. Mit einer Insolvenz hätte ich das in 7 Jahren geschafft, aber das ist nicht mein Weg.Die letzten 10 Jahre habe ich ein kleines Leben geführt. Das möblierte Zimmer, der alte Kleinwagen mit 50 PS, das 250 cc Motorrad. Ich liebe diesen Minimalismus, mein kleines Leben, das ich dafür aber fett bewirtschaften kann: Ich leiste mir gutes Essen, Entrecote und Wein, gebe Geld aus für Bücher, Filme und Musik, kaufe mir Schuhe und Kleider; und dann sind da noch meine Reisen:Im Mai war ich mit der Enduro, Zelt und Schlafsack in Frankreich und hatte einen tollen Urlaub. Das Schreiben der Reiseberichte ist inzwischen längst zu einem eigenen Hobby geworden.Am 20. August ist mein neues Leben 10 Jahre alt geworden. Namensänderung, Personenstand, neue Geburtsurkunde, all das liegt lange hinter mir. Schon verrückt. Man liest zwar Geschichten über solche Sachen, aber man glaubt niemals, dass es einem selbst passiert. Doch auch wenn man die Vergangenheit hinter sich lässt, bleibt immer irgendwas, woran man festhält. Bei mir ist es das Endurowandern mit...

Im Comic Book Shop

Comics sind meine große Leidenschaft, wenn auch eine von vielen. Nur ein paar Schritte von meiner Wohnung gibt es einen sagenhaft guten Comicbuchladen, der dem aus Big-Bang-Theory in nichts nachsteht. Sein Inhaber hat dasselbe fundierte Wissen über Comics, wie Stuart Bloom aus der Serie.Mir haben es besonders die Graphic Novels angetan, Romane in Comicform. Mit Micky Maus, oder Fix und Foxi hat das wenig zu tun. Es sind Titel wie Sophie Scholl, oder Sherlock Holmes und eine Menge anderer bekannter Bücher als Comic.In der Wilhelminenstraße findet man sie alle. Comics sämtlicher Genres stapeln sich meterhoch in den Regalen und natürlich gibt es auch Fantasy Waffen, wie Schwerter und Streitäxte, oder die allerneuesten Laserschwerter.Wie schwierig es ist, eine Geschichte nur in Bildern, mit Textboxen und Sprechblasen zu erzählen, stelle ich gerade fest. Ich möchte einen meiner Reiseberichte als Graphic Novel gestalten und weiß nicht, wie ich die komplizierteren Gedanken ausdrücken kann.In meinem Reisetagebuch stehen soviele Eindrücke, Situationen und Begebenheiten, Menschen und Orte, Gerüche und sogar der Geschmack des Essens. Wie drückt man das in einem Comic aus? Wenn ihr einen Tipp, oder eine Anregung für mich habt, dann freu ich mich darüber. PS: Der aktuelle Stand des Svendura Comics ist hier zu sehen...

Tafelspitz statt Entrecote

Bevor der Herbst mit Regen und Sturm die Saison beendet, gehen Pieps und ich noch einmal auf Reisen. Diesmal wollen wir in die Alpen. In Österreich war ich schon einmal, aber eher aus Versehen. Ich hatte mich hoffnungslos im Wald verirrt, irgendwo in Tschechien, und wusste weder vor noch zurück. Als ich schließlich doch wieder aus dem Unterholz gebrochen bin, da war ich in Österreich.Das Wenige, das ich dort erlebt habe, hat mir gut gefallen. Nette Menschen, gutes Essen, hübsche Landschaft. Das ist ein tolles Ziel für meine Herbstreise. Aber natürlich gibt es immer jemanden, der etwas zu meckern hat:Pieps: "Nur Karo hat gesacht, ihr Papa hat gesacht, Österreich is voll lamweiläch."Ich: "Österreich und langweilig? Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Salzburger Nockerln, Saftgulasch, Sachertorte, Palatschinken, Käsekrainer, Speckknödel und Backhendl sind langweilig?"Pieps: "Karo is' wieso doof. Ich hol mein Berkini. Denn könn' wir los."Ich: "Fast, mein Schatz. Noch vier Mal schlafen, dann fahren wir wieder los."Die Anreise unternehmen Pieps und ich standesgemäß mit einem Autoreisezug der Österreichischen Bundesbahn. Die ÖBB fährt auf deutschen Gleisen von Hamburg nach Wien und das zu erstaunlich günstigen Preisen. Für Greeny, Pieps und mich kostet es gerade einmal 154 Euro.Von Österreich fahren wir durch Liechtenstein weiter in die Schweiz. Dort zelten wir zwei Tage an einem Gletscher in 1.600 m Höhe, bevor wir irgendwann in Lörrach landen und über Nacht mit dem Autozug der Deutschen Bahn zurück nach Hamburg-Altona schlafen.Fazit: Drei Wochen Österreich und die Schweiz. Ich freue mich auf die kleine Herbstreise. Wir werden uns Hallstatt ansehen, die Riegersburg, den Großglockner, Salzburg, Innsbruck und viele andere tolle Ziele. Auf den Wunsch einer gewissen Maus inspizieren wir sogar die Zotter Schokoladenwerke. Ob Pieps allerdings ihren Bikini brauchen wird, im September in den Alpen?

Ferien an der Loire

Die nächste Reise soll eine Erholungsreise werden, das hatte ich am zweiten Tag in Polen in mein Moleskine geschrieben. Ein richtiger Urlaub mit Lebensart und südlichem Flair, mit gutem Essen und mit ohne viel Abenteuer. Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kommt ist: Frankreich!"Frankreich? Davon weiß ich leider gar nichts", gibt Claudia bedauernd zu: "Ich kenne weder die Geographie, noch die einzelnen Regionen. Das Land ist mir völlig fremd", räumt die beste Freundin von allen beschämt ein. Ein Land, über das Claudia nichts Kluges zu sagen weiß? Mein Interesse ist geweckt.Dreimal bin ich bisher mit dem Motorrad in Frankreich gewesen: 1982 mit meiner Suzuki DR500, zwei Jahre später auf meiner XT350 und 2010 mit Greeny, meiner KLX250. Die Motorräder, mit denen ich reise, werden immer kleiner.Woran erinnere ich mich aus den achtziger Jahren? An wunderschöne, schmal geschlängelte Straßen durch liebliche Landschaften, an ein groteskes Überangebot von Campingplätzen, an unglaubliche Sanitäranlagen, die an den Waschraum aus Trainspotting erinnern und an Menschen, mit denen ich mich noch schwieriger verständigen kann, als mit den Polen.Andererseits ist Frankreich das Heimatland von Entrecote und Blanchet, von Käse und Rotwein, von Lebensfreude und Genuss, kurzum von Erholung für ein älteres Dämchen wie mich. Meine Ziele sind die Loire und die Auvergne. Von Kiel fahre ich über Hamburg und Bremen nach Holland, weiter durch Belgien nach Frankeich bis an die Loire, wo ich dem Lauf des Flusses bis in die Auvergne folge. Die Auvergne und die Cevennen sind die am dünnsten besiedelten und einsamsten Regionen Frankreich, in denen mehr Kühe und Schafe leben als Menschen.Gerade studiere ich Reiseführer, Landkarten und Reiseberichte, klicke mich durch Google Maps, fahre Straßen mit Google Street View ab, suche nach alten Eisenbahntunneln, Schaubergwerken und hübsch gelegenen Campingplätzen. Der aktuelle Stand der Planung? Ich bin schon bis Garrel, ein Dorf kurz...