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einBLICK: Nachrichten aus der Uni

Krebstherapie: Crowdfunding auf der Zielgeraden – Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz: Neubau eingeweiht – Auszeichnung: Ingenieurbaupreis für Kunsthistoriker Stefan Bürger – Gute Lehre: Mediziner vergeben LehrpreisKrebstherapie: Crowdfunding auf der Zielgeraden – Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz: Neubau eingeweiht – Auszeichnung: Ingenieurbaupreis für Kunsthistoriker Stefan Bürger – Gute Lehre: Mediziner vergeben Lehrpreis

Als Europa sich von den Arabern abwandte

In der Renaissance begannen die Europäer, die arabischen Wurzeln ihrer Kultur zu verdrängen: Damit befasst sich das neue Buch des Würzburger Philosophie-Professors Dag Nikolaus Hasse.In der Epoche der Renaissance, dem 15. und 16. Jahrhundert, kam es in Kunst und Kultur zu einer verstärkten Hinwendung zur griechischen und römischen Antike. Gleichzeitig markiert die Renaissance auch einen Wendepunkt in den europäisch-arabischen Beziehungen. Das zeigt Professor Dag Nikolaus Hasse von der Universität Würzburg in seinem neuen Buch auf. Oft gehe die Forschung davon aus, dass sich die Menschen der Renaissance nur wenig für die Wissenschaft und Philosophie der Araber interessierten. Doch Hasse weist in seinem englischsprachigen Buch nach, dass die Dinge anders liegen. Boomendes Interesse an arabischen Werken Auf der einen Seite erreichten arabische Traditionen wie Pharmakologie, Astrologie oder Intellekttheorie in der Renaissance den Höhepunkt ihres Einflusses. So gab es in dieser Epoche geradezu einen Boom an lateinischen Neuübersetzungen und Neuausgaben arabischer Werke, zum Beispiel von Avicennas Kanon der Medizin oder von Averroes‘ Kommentaren zur aristotelischen Logik. Zudem übernahmen viele Gelehrte der Renaissance arabische Ideen in den Bereichen Medizin, Astrologie und Philosophie. Sie verteidigten diese Ideen auch gegen Kritiker. Bewusste Verdrängung der arabischen Wurzeln „Auf der anderen Seite begann man in dieser Zeit damit, die arabischen Wurzeln der europäischen Kultur zu vergessen und sie sogar bewusst zu verdrängen“, sagt Hasse. Im Namen eines radikal verstandenen Humanismus wurden arabische Autoren auf den Lehrplänen europäischer Universitäten gezielt durch griechische Autoritäten ersetzt. Harsche Polemiken begleiteten diesen Prozess. So wurde arabischen Wissenschaftlern zu Unrecht vorgeworfen, sie seien Religionsfeinde, Plagiatoren und Sprachverfälscher. Aber die Polemik war nicht nur ideologisch: Die Humanisten waren Sprachexperten und als solche erstmals in der Lage, in arabischen Wissenschaftstexten Defizite aufzuzeigen. Diese waren durch Übersetzungs- und Überlieferungsfehler entstanden. Mischung aus ideologischen und wissenschaftlichen Motiven Der Würzburger Professor zeigt in seinem Buch, wie eine Mischung...

3D-Scans für die Automobil-Industrie

Wie muss eine Fertigungsstraße in der Automobilproduktion für einen Modellwechsel umgerüstet werden? Das lässt sich mit 3D-Scannern herausfinden. Andreas Nüchter ist Spezialist dafür.Die Vielfalt an Automodellen hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Beispiel Marke Volkswagen: Im Jahr 1950 produzierte das Unternehmen gerade einmal zwei Baureihen – den Käfer und den Bulli. 1990 waren es bereits zehn, und heute laufen rund 20 verschiedene Modelle von den Bändern. Rechnet man alle zwölf Marken der Volkswagen-Gruppe mit ein, kommt man sogar auf rund 300 Modelle – Lkw, Busse und Motorräder eingeschlossen. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Werk über Jahre hinweg das immer gleiche Auto baute. Der Trend geht zu häufigeren Modellwechseln und zu kleineren Stückzahlen. Eine Autofabrik mit einer einzigen Produktionslinie, die sich für die Herstellung mehrerer Modelle eignet – so sieht die Zukunft aus. „Dafür muss die Produktion flexibler werden, dafür sind mehr Roboter und eine höhere Digitalisierung nötig“, sagt Andreas Nüchter, Professor für Informatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 3D-Modelle von Fertigungsstraßen An dieser Aufgabe arbeitet Nüchter mit. Sein Team (Dorit Bormann, Florian Leutert und Johannes Schauer) unterstützt die Gruppe „Virtuelle Techniken der Konzernforschung“ der Volkswagen AG bei der Digitalisierung von Fertigungsstraßen zur Vorbereitung eines Modellwechsels: Die Informatiker schicken dafür bei laufendem Betrieb einen 3D-Scanner durch die Fertigung; aus den Daten erzeugen sie dann virtuelle dreidimensionale Abbilder der Produktionsanlage. Am Ende simulieren sie, wie die Fertigungsstraße für die Herstellung des neuen Modells umgebaut werden muss. Das Scannen und das Auswerten der Daten dauert etwa einen Monat. Warum dieser Aufwand, wo es doch Baupläne der Fertigungsanlagen gibt? „Diese Pläne sind nie aktuell, weil in der laufenden Produktion ständig kleinere Anpassungen durchgeführt werden“, erklärt der Professor. „Darum ließ man bisher Styropormodelle der neuen Autotypen durch die Fertigung laufen, um Engstellen und andere Hindernisse zu finden“, so Nüchter. Die Lösung der Würzburger...

Millionen für die Virenforschung

Was passiert, wenn Herpesviren menschliche Zellen befallen, untersucht Professor Lars Dölken. Für seine Arbeit hat er einen mit zwei Millionen Euro dotierten Preis des Europäischen Forschungsrats erhalten.Als Verursacher unangenehm juckender Lippenbläschen sind sie den meisten Menschen bekannt: Herpes-simplex-Viren vom Typ 1 (HSV-1). So harmlos wie im Fall der Bläschen verläuft eine Infektion mit diesem Virentyp nicht immer. HSV-1 kann beispielsweise bei Patienten auf Intensivstationen schwere, lebensbedrohliche Lungenentzündungen hervorrufen. Und bei Gesunden kann es spontan eine Gehirnentzündung verursachen, die häufig irreversible Gehirnschäden nach sich zieht. Wer sich einmal mit dem Virus infiziert hat, wird es für den Rest seines Lebens nicht mehr los. Herpesviren nisten sich dauerhaft in bestimmten Körperzellen ein und bleiben dort meist für lange Zeit ruhig. Erst unter besonderen Umständen – etwa wenn das Immunsystem schwächelt – werden die Eindringlinge wieder aktiv. Ein Preis für herausragende Forscher Was passiert, wenn Viren in den Körper des Menschen gelangen? Wie übernehmen Viren das Kommando in einer Zelle und wie versucht sich diese dagegen zu wehren? Was genau passiert in der Zelle, wenn die Viren sich einnisten oder sich massenhaft vermehren? Diesen – und weiteren damit verbundenen Fragen – geht Professor Lars Dölken, Inhaber des Lehrstuhls für Virologie an der Universität Würzburg, seit einigen Jahren nach. In den kommenden fünf Jahren kann er dies verstärkt tun: Im Dezember hat ihm der Europäische Forschungsrat (ERC) einen sogenannten „Consolidator Grant“ zugesprochen, der mit rund zwei Millionen Euro dotiert ist. Diese Art von Preis vergibt der ERC an „herausragende Forscher mit einer vielversprechenden wissenschaftlichen Karriere“. Mit dem Geld kann Dölken sein Team deutlich vergrößern und mit neuester Technik ausstatten. Das neue Forschungsprojekt Der Name ist Programm: Herpesvirus Effectors of RNA synthesis, Processing, Export and Stability – oder kurz HERPES, so lautet der Titel des neuen Forschungsprojekts. Ziel sind neue grundlegende Erkenntnisse zur Regulation...

König-Faisal-Preis für Würzburger Physiker

Erneute Auszeichnung für Laurens Molenkamp: Der Physiker hat den König-Faisal-Preis 2017 in der Sparte „Wissenschaft“ erhalten. Gewürdigt werden damit seine Arbeiten auf dem Gebiet der Spintronik.„Professor Laurens Molenkamp hat wesentliche Beiträge auf dem Gebiet der experimentellen Spintronik geleistet. Zu seinen Leistungen zählen bahnbrechende Methoden bei der Entwicklung und der Manipulation spinpolarisierter ladungsträgergebundener Zustände in Halbleitern. Darüber hinaus hat Molenkamp den Quanten-Spin-Hall-Effekt experimentell bestätigt und damit die Entwicklung topologischer Isolatoren vorangetrieben.“ Mit dieser Begründung hat jetzt die König-Faisal-Stiftung den König-Faisal-Preis in der Sparte „Wissenschaft“ an Professor Laurens Molenkamp verliehen. Der Preis ist mit 200.000 Dollar dotiert; Molenkamp teilt sich die Auszeichnung mit dem Schweizer Physiker und Professor für theoretische Festkörperphysik an der Universität Basel, Daniel Loss. Stichwort „Spintronik“ Im Mittelpunkt der Spintronik stehen der Transport und die Manipulation von Elektronen mit einer bestimmten Spinausrichtung in Halbleitern. Die möglichen Anwendungen reichen von neuen Bauelementen wie Transistoren über Speicherzellen bis zu Quantencomputern. Laurens Molenkamp gilt als einer der Väter der Halbleiter-Spintronik. 1999 war er der weltweit der erste Forscher, der die Möglichkeit elektrischer Spininjektion in Halbleitern nachgewiesen hat. Damit wurde das Fachgebiet der Spintronik überhaupt erst experimentell zugänglich. 2007 gelang ihm dann die erstmalige Realisierung von topologischen Isolatoren, Materialien die im Inneren isolierend und an der Oberfläche spinpolarisiert metallisch leitend sind. Seitdem wird über diese neuartige Materialklasse intensiv geforscht, denn sie dürfte für weitere Fortschritte in der Spintronik wesentlich sein: Mit topologischen Isolatoren sollten sich in der Zukunft neuartige Computerchips, basierend auf quantenmechanischen Prinzipien, realisieren lassen. Mehrfach ausgezeichneter Physiker Für seine Spitzenforschung über topologische Isolatoren hat Molenkamp mehrere international renommierte Preise erhalten, darunter den Europhysics Prize 2010, den Oliver-Buckley-Preis der American Physical Society 2012, den Physics Frontiers Prize 2013, den Leibniz-Preis 2014 sowie, zuletzt, die höchste Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die Stern-Gerlach-Medaille, die im kommenden März verliehen wird. Der...

Max und Sophia, Scham und Lönne

Neuer Rekord: Im Jahr 2016 brachten in der Uni-Frauenklinik 1.938 Frauen 2.029 Kinder zur Welt. Einige der Neugeborenen haben sehr unkonventionelle Namen bekommen.Die Würzburger Universitäts-Frauenklinik meldet für das Jahr 2016 wieder einen Geburtenrekord: An Unterfrankens größter Geburtsklinik fanden 1.938 Entbindungen statt; das sind 16 mehr als im Jahr davor. Damit setzt sich eine langjährige Aufwärtsentwicklung fort. Bei den 1.938 Entbindungen kamen 2.029 Kinder zur Welt. „Neben 86 Zwillingsgeburten fanden bei uns auch eine Drillings- und eine Vierlingsgeburt statt“, berichtet Klinikdirektor Professor Achim Wöckel. Vorteil: Kooperation mit der Kinderklinik „Gerade bei Mehrlings- und Frühgeburten sowie bei Risikoschwangerschaften zahlt sich unsere enge Kooperation mit der Kinderklinik aus“, so Wöckel. Wesentlich sei dabei die unmittelbare Nachbarschaft der neonatologischen Intensivstation mit dem Kreißsaal. So könne bei allen Geburten im Fall des Falles eine sofortige Präsenz der auf Neugeborene spezialisierten Kinderärztinnen und -ärzte sichergestellt werden. „Sehr vorteilhaft sind außerdem die gemeinsamen Besprechungen und Fallkonferenzen, bei denen die Neonatologen frühzeitig über den Schwangerschaftsverlauf informiert werden, um gemeinsam mit den Gynäkologen die Betreuung von Mutter und Kind zu planen“, erläutert der Klinikleiter. In Zukunft sollen nach seinen Angaben weitere gemeinsame Konzepte entwickelt werden, die dann speziell dem Aufbau einer noch besseren Mutter-Kind-Bindung dienen sollen. „Insbesondere der geplante Neubau des Zentrums Frauen/Mutter/Kind wird zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, auch bei einer eventuell notwendigen Verlegung des Kindes die räumliche Nähe von Mutter und Kind zu erhalten“, kündigt Wöckel an. Die beliebtesten Mädchennamen Der beliebteste Name bei den 2016 am Uniklinikum geborenen Mädchen war Sophia/Sofia inklusive Namenskombinationen wie Sophia Helene. 30 Mal entschieden sich Eltern dafür, ihr Kind so zu nennen. Auf den weiteren Plätzen folgen – jeweils auch hier mit Namenskombinationen – Emilia (27), Mila (19), Lena (17), Anna (16), Mia (15) Marie (14), Ella (14), Emma (13) und Sophie/Sofie (13). Als eher ausgefallen dürfen wohl Mädchennamen gelten wie Cagla, Chimsikandi...